Stau
Stat
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Spott
Wesens sind. Was Kant unter der Spontaneität ver-stehe, getraue ich mir nicht mit andern Worten, als sei-nen eigenen, die mir dunkel sind, zu sagen: „ein Ver-mögen des Gemüths, durch eine selbstthätige Wirksam-keit den gegebenen Stoff zur Einheit deS Bewußtseinszu verbinden."
Sponte , freiwillig, von selbst.
Sponton (spr. Spontong), das Kurzgcwehr.
Sporadisch, zerstreut, z. B. ein solches Volk, d. i. einVolk, welches ohne gewisse Wohnsitze in zerstreuten Hau-fen lebt, wie z. B. die Araber.
Sporco. S. Brutto.
Stabiliren, festsetzen, befestigen; auch ohne die Vorsil-be festigen. S. Figiren, wo ich das Bürgerrecht die-ses festigen erwiesen habe.
Staccato , in der Tonkunst, mit kurz abgestoßenen Tö-nen. Eschen bürg.
Stadium, bedeutete bei den Alten, 1. die Rennbahn beiden Wettspielen der Grichen; 2. jede Laufbahn über-haupt ; Z. das Maß jedes Raums von hundert undfünf und zwanzig Schritten. Statt: „wenn man hier-über in. verschiedenen Stadiis des Lebens nachdenkt,"wie L i ch t en b erg sich ausdruckt, kaun man auf Deutschsagen: wenn man in verschiedenen Abschnitten (auf ver-schiedenen Stufen, auf verschiedenen Rasten, stehePoststation) des Lebens darüber nachdenkt. Was sollder Ungclehrte sich bei Stadiis denkend
Staffette. S. Estaffette.
Staftiren, versehen, ausrüsten, ausputzen. Bei denSchneidern und HutMachcrn könnte bekleiden dafür ge-braucht werden. Jene verstehen nämlich darunter dasZusammennähen des Obcrzcugcs mit dem Unterfutler;diese, das Bekleiden des Hutes mit dem Futter, derBorte u. s. w.
Staflirmahler, ein Anstreicher, uneigcntlich auch Mah-ler genannt.
Standarte, die Reiterfahne.
Stanniol., Zimtblattchen, die mit Quecksilber verquicktdie sogenannte Folie oder Unterlage unter den Spiegelnbilden.
Stante pede, stehendes Fußes, auf der Stelle. In derdichterischen und scherzhaften Sprache kann man auch dieveralteten Wörter stracks und flugs dafür gebrauchen.
Stanze, in der Verskunst. Rüdiger hat Zeilen-absaßdafür versucht. Cludius, der diese Verdeutschung alseine unpassende mit Recht verwirft, schlägt ein Reim-ganzes dafür vor. Allein auch dis scheint den Begriffnicht so zu bezeichnen, daß man nicht genöthiget wäre,eine Erklärung beizufügen. Eine Stanze ist gleichsameine Garniture von Reimen oder Reimversen. Dawir nun für Garniture bei einigen Dingen, z. B. beiSchachteln, Tellern u.s. w. das Wort Sah gebrauchen;so ließe sich für Stanze Reimsaß sagen. Ein Gedicht
in acht- oder zchnzciligcn R-Umsätzen. Diesen Ausdruckhatte ich ehemahls für Strophe angegeben, wofür erauch einst wirklich gebraucht wurde. Allein da auch reim-lose Gedichte in Strophen abgetheilt werden, so würdeman, scheint es, besser thun, dieses Wort durch Vers-faß zu verdeutschen, und mit Reimfaß nur die Stanzezu bezeichnen.
Statarisch. S. Cursorisch.
Static, die Lehre von dem wagerechken Stande der schwe-ren Körper, und von den Bedingungen, unter welchensie in Ruhe bleiben. Sie ist ein Theil der Bewegungs-lehre oder Mechanic, In der Preisschrift haue ichGleichgewichtslehre dafür angesetzt: Burja hat aberdie Standlehre dafür gebildet, welches nicht so schwer-fällig, als jenes, und gleichwol eben so bezeichnend ist.Kinde rling hat Wagekunst und Gewichkwissenschaft(Gewichtswissenschafr) dafür angesetzt. Das letzte ist zuschwerfällig; in dem ersten aber könnte das Wort Kunstirre leiten; ich möchte daher rathen, Wagelehre dafürzu sagen.
Station. S. Poststation. Sonst heißt Station auch so-viel als Stand-ort; auch eine Stelle oder Amtsstelle.
Statistin, die Staatenbeschreibung oder Staatenkuude.Ein Statistiker ist ein Staatsknndiger.
Stativ, ein Gestell, worauf mathematische Werkzeuge,wenn sie gebraucht werden sollen, aufgestellt werden.
Statue (spr. Skaküh). Andere sprechen das Wort nach La-teinischer Art dreisilbig Sta-tu-e, aus. Dieser Umstandmacht es doppelt wünschcnswnrdig, daß eine gute Ver-deutschung desselben gefunden und allgemein angenom-men werden möge, damit das Ohr des Einen durch dieabweichende Aussprache des Andern nicht unaufhörlichbeleidiget werde. Ehemahls nannte man die Statuen,wenigstens die großen hölzernen, Blockbildcr. S. F r i fch.Allein diese jetzt völlig veraltete Benennung scheint derErneuerung nicht sehr würdig zu sein. Bildsäule, wel-ches bisher ziemlich allgemein dafür angenommen wur-de, bezeichnet eigentlich nur die sogenannten Karyati-den und Atlanten, welche die Stelle der Säulen ver-treten, oder auch dic Termen, welche unten Säule undoben Bild sind; daher denn auch die von einigen belieb-ten Verdeutschungen der statue pedestre und eejuestredurch Standsaule und Pferdesaule oder Reitbildsaule,eben so unschicklich sind. Eschenburgs Vorschlag,das von andern beliebte Standbild für Statue Über-haupt, und Standbild zu Pferde für Statue eque-stre zu sagen, scheint mir bis jetzt der beste zu sein.Gegen bepferdete Statue, welches v. Arche »holz ver-sucht hat, wendet eben dieser Sprachforscher mit Rechtein: daß dieser Ausdruck (außerdem, daß er nur halbDeutsch ist) ganz unnatürlich wäre, weil man eine sol-che Statue eher eine bereiterte, als eine bepferdete Nen-,nen könnte. Nach diesem Vorschlage kann man für Sta-tue pedestre entweder Standbild schlechtweg, wie fürHh s Statue