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Spes
Spir
Spon
d
spenden lautet, und daß man dieses bloß deswegen inspendiren verbildet habe, um es wie das Jtal. «pen-dere klingen zu machen. Sonst haben wir bekanntlichauch schenken, beschenken, verehren, zum Besten ge-ben, welche wir da, wo spenden zu gesucht klingen wür-de, dafür gebrauchen können.
Spesen, die Versendungskosten, Vcrscndungs- oder Be-sorgungsgebühren. Ost kann man auch Kosten undAuslagen dafür sehen.
Sphäre, i. die Kugel, z. B. die Himmels- oder Erd-kugel; 2. ei» Reif, wodurch etwas kreisförmiges, z.B. die Bahn eines Weltkörpers, abgebildet wird; 3.der Kreis. So z. B. wenn Cicero sagt: Habentsuam sphaeram stellae inerrantes , auch diejenigenSterne, welche keine Wandelsterne sind, haben ihrenKreis. So auch, wenn das Wort uneigentlich genom-men wird, indem wir z. B. sagen: daß etwas gußer-halb unserer Sphäre liege, oder nicht zu unserer Sphä-re gehöre; wo im ersten Falle Kreis schlechtweg, im an-dern Wirkungskreis oder Geschäftskreis dafür gesetztwerden kann.
Sphärisch, kugelicht oder kugelförmig; kreisförmig.
Sphärokliseh, rundlich.
Spintisiren, grübeln, klauben und ausklauben. „Dageht er nun, und spintisirt von dem, was ist undwas nicht ist." L c ssi ng. Er halte dafür sagen kön-nen: und klaubt an dem, lvas u. s. w. Disteln, wel-ches Heynatz dafür angesetzt hat, scheint von ihmselbst gemacht zu. sein; dürste aber schwerlich verstandenwerden.
Spion, der Späher.
Ich war der Späher dein.
N. F r 0 s ch m a u s l e r.
Beide Wörter sind einerlei Ursprungs. Sonst haben nurauch Kundschafter dafür.
Spionerei, die Ausspaherei, Auskundschafterei, Lau-rerei. Auch das Wort Riecherei ist in diesem Sinne,und zwar in Zusammensetzungen, z. B. Ketzerriecherei,Jaeobincrriccherei, Jesuitenriecherei, seit einiger Zeithäufig gebraucht worden.
Spioniren, auskundschaften, ausspähen. Lcssing hatauch ausgattern dafür.
Spiralfeder, eine nach der Spirallinie (G. dieses) gewun-dene Feder; also eine schneckenförmige Feder, mit Ei-nem Worte, die Schneckenfeder.
Spirallinie, eine um ihren Mittelpunkt in immer größer-werdendcn Kreisen mehrmahls sich bewegende Linie; mitEinem Worte, die Schneckenlinie, wegen ihrer Achn-lichkeik mit der gewundenen Form eines Schneckenhauses.
Spiritoso, in der Tonkunst, belebt, feurig. Esch en b u r g.
Spiritualia, geistliche oder geistige Dinge, Glaubens-sachcn.
Spiritualiter, geistlicher oder geistiger Weise.
Spir
Spirituell, geistreich.
Spirituss, geistig.
Spiritus, der Geist. Spiritus familiaris, der Schutz-geist. Spiritus vini, der Weingeist. Wenn man unterSpiritus ein geistiges Wasser überhaupt versteht, sokönnte man Geistwasscr dafür sagen. Krauterkraft, wel-ches Heynatz dafür gebildet hat, ist weder passend,noch wohlklingend.
Spital oder Hospital, ein Armen - oder Krankenhaus.In Allgemeinen, ein Verpflegungshaus.
Splanchnologie, die Lehre von den Eingeweiden.
Spleen (spr. Splihn), die böse Laune, die Milzsucht.Man sagt: diese Deutschen Ausdrücke bezeichneten denBegriff nicht so gefällig, als das Engl. Spleen; im-merhin! Wozu für eine Unart, die nicht beschöniget wer-den sollte, ein beschönigendes Wort? Von unserm Zeit-worte griesgrammen gibt es auch ein Sachwort, derGriesgram, welches für Spleen gebraucht werden kann.„Wenn er sie gutlaunig mit ihrem Griesgram aufzog."Oertcl. Klopstock hat für den Zustand, da je-mand Spleen hat, den Ausdruck Launcrei gebildet. Inder N. D. Mund-art findet sich das gute Wort Schrul-len (Schrullen haben) für Spleen. Endlich kann manauch, mit Luther», die N. D. Ableitung launisch,d. i. launig in bösem Sinne, gebrauchen, und: er istlaunisch, für, er hat Spleen, sagen. Der unangeneh-me Klang des Worts paßt zu seiner Bedeutung. Mansieht, daß das Urtheil derer, welche das Wort Spleenfür unentbehrlich erklären, nicht gegründet ist.
Splencleur (spr. Splangdöhr), der Glanz, die Pracht.
Splendide, glänzend, prächtig, schimmernd, prachtvoll.
Splenetisch, milzsüchtig.
Spolien, Beute.
Spoliiren, berauben.
Spondeus, ein Versfuß, der aus zwei langen Silbenbesteht. I. Löwe hat Gleichschritt dafür gebildet.Steuzel nennt ihn, im Moritzischen Wörterbuche, denTritt: „Andere bestimmen das Sapphische Silbcnmaßaus einem Trochäus oder Walzer, einem Spondausoder Tritt, einem Dactylus oder Fingerschlag, u.s. w."
Spongiös, schwammicht.
Sponsalien, Sät. Sponsalia, derEhevcrtrag, die Ver-lobung, die Verlobtingsfeier, die oder das Verlöbniß.
Spontan, freiwillig und willkührlich. Spontanea con-fessio , ein freiwilliges Geständnis.
Spontaneität; insofern sie dem handelnden Wesen zuge-schrieben wird, Willkühr oder Selbstbestimmung, d. i,diejenige Eigenschaft des handelnden Wesens, vermögewelcher es den Grund seiner Handlungen in sich selbsthat, oder sich selbst dazu bestimmt; insofern sie von denHandlungen behauptet wird, die Willkührlichkcit, d.i.diejenige Eigenschaft der Handlungen, vermöge welchersie Folgen der freien Selbstbestimmung des handelnden
Wesens