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weil der Sophist mit Vernunftschlüssen gleichsam Ta-schenspielerkünste treibt. Dieses hat auch Catel aufge-nommen. Ich fühle indeß sehr wohl, daß dieser Aus-druck für den gemeinen Gebrauch zu gesucht klingen wür-de ; so wie er auch hart und unlicblich ins L>hr fallt.Vielleicht ist Trugvernünftler das rechte Wort dafür;weil das Wort vernünfteln entweder auf einen unzei-tigen oder auf einen kleinlichen und verächtlichen Ver-nunftgcbrauch' deutet, und das Wort Trug die Absicht,in welcher der Sophist vernünftelt, hinzufüget.
Sophisterei, die Trugvernünftelci. S. Sophist.
Sophisticationen her reinen Vernunft. K ant, wel-cher diesen Ausdruck.gebraucht und ihn durch vernünf-telnder Schluß übersetzt). hat folgende Erklärung hinzu-gefügt: „ein Schluß, der empirische Prämissen (Vorder-satze) enthalt, und vermittelst deren wir von etwas, daswir kennen, auf etwas anders schließen, wovon wir dochkeinen Begriff haben, und dem wir gleichwol durch ei-nen unvermeidlichen Schein objective Realität (gegen-ständliche Wirklichkeit) geben." Von dem Klopstockfchenbeweisthümeln ließe sich auch das Sachwort Berveisthü-melei dafür ableiten.
Sophistisch, läßt sich, wenigstens in vielen Fällen, durchZusammensetzungen mit Trug ausdrucken; z. B. Trug-gründe, Trugschlüsse, für sophistische. In einigenFällen werden sich, besonders in der edleren Schreib-art, auch'wol vernunftgaukelnd und vernunftgauklerifchdafür gebrauchen lassen.
Sophistisiren, den Trugvernünftler spielen, oder Trug-vernünfteleien machen.
Sopiren, einschläfern.
Soprano, in der Tonkunst, die Höchste Stimme in einemTonstücke, gewöhnlich die sogenannte Oiscantstimme.Gottsched nannte sie die Oberstimme.
Sorbet, eine Art von Ickmonade bei den Türken; alsoetwa Türkischer Kühltrank.
Sordino, in der Tonkunst, der Dampfer; con Sordino,gedampft. Efchenburg^
Sorites , in der Denklehre, ein Kettenfchluß.
Sororisiren, als Schwestern mit einander umgehen. Sowie ich brüdern für kraternisiren vorgeschlagen habe,so wage ich es nun auch schwestern für sororisiren zusagen. So auch Schwcstcrlichkeit für schwesterliche Ge-sinnung, wie Brüderlichkeit für brüderliche Frater-nität.
Sorte, die Art, Gattung.
Sortiment, (einige, z. B. Vollbeding, schreiben Sor-tement; allein da man Assortiment, und nicht as-sortement sagt, so muß es auch wol Sortiment hei-ßen), ein Lager oder Waarenlager von verschiedenen,aber doch zu einerlei Art gehörigen Dingen, welche 'zu-sammengenommen einen vollständigen Vorrath ausma-chen. Bei den Buchhändlern insbesondere wird das Sor.
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timent dem Verlage entgegengesetzt, und der ganze Vor.rath von Büchern darunter verstanden, welche nicht vonihnen selbst verlegt, sondern einzeln eingekauft oder ein-getauscht worden sind, um einzeln verkauft zu werden.Man könnte Verkaufslager oder Lager zum Hand-oderHausverkauf dafür sagen. In einigen Fällen kann manfür Sortiment auch das Gewcndc sagen. S. Oarnitnr.
Sortiren, aussuchen, aussondern oder sondern. BeidenKaufleuten heißt, wohl sortirt fein, so viel als: einvollständiges oder ausgesuchtes (auserlesenes) Waarenla-ger haben.
So8tenuto , in der Tonkunst, anhaltend, gehalten.Esch e n b u r g.
Sott, ein Narr. S. Fat.
Sottise, 1. die Narrhcit; 2. ein dummer Streich, wiewenn man z. B. sagt: er hat eine Sottise gemacht; 3.etwas dummes, ungebührliches, beleidigendes, z. B.in der R. a. einem eine Sottise sagen. Für die R. a.Sottisen machen bietet die ältere Deutsche Sprache dasZeitwort narren dar:
Ist derohalben mein Rath und Lehr':
Wer genarrt hat, der narre nicht mehr.
Der Froschmausler.
Sottovoce, in der Tonkunst, mit leisen Tönen. Eschen-bürg.
Soubrette (spr. Subrette), die Zofe, das Kammermäd-chen.
SotMeur (spr. Susslöhr), in derBühnenfprache, dcr Ein-hclfer oder Vorsager, der den Schauspielern, wenn sieihre Rolle nicht gehörig gelernt haben, einhelfen muß.Warum wollten wir aber nicht auch, wenigstens inScherz, der Zubläser dafür sagen? /
Souflliren (spr.suffliren), vorsagen, einhelfen. W. Schle-ge! hat es auch wörtlich durch zublasen übersetzt:. „Ichwerde mehr dafür thun können, wenn ich sitzen bleibeund fleißig zublase."
Soulagement (spr. Soulagemang), die Erleichterung,Unterstützung, der Trost oder die Beruhigung.
Souiagiren (spr. sulagiren), erleichtern, unterstützen,beruhigen.
Soup^on (spr. Supßong), der Argwohn, Verdacht.Eberhard bestimmt (in der Synonymik) den Unter-schied dieser beiben Wörter dahin, daß bei dem Ver-dachte die Gründe der nachtheiligcn Vermuthung in, derSache selbst liegen (objective Gründe sind), bei demArgwohne hingegen in der Gemüthsart oder Stimmungdes Urtheilenden. Er beruft sich dabei auf die Abstam-mung dieses letzten Worts von arg und wähnen, einarger Wahn; und fügt hinzu: „Verdächtig ist derjeni-ge, der dem Urtheilenden Gründe zu seinem nachtheili-gen Urtheile gegen sich gibt; argwöhnisch der Urtheilen-de , der diese Gründe bloß in sich selbst hat."
Soup-