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Sire

Soav

Sobr

Sola

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Sirene, r. in derFabcllehre, ein weibliches See-unge-heuer; 2. eine Verführerinn.

Sirocco, der Name des brennendhcißen und erschlaffen-den Süd-ostwindcs in Italien, ein Brcnnwind oderGlühewind.

Sistiren, 1. steffen; 2. Einhalt thun oder einhalten.

Situation, die Stellung, die Lage.

Situirt, 1. in eigentlichem Sinne, gelegen; 2. uneig^t-lich, wie wenn von einer Person gesagt wird, daß sie gutoder nicht gut situirt sei, sich in einer günstigen (glück-lichen) oder ungünstigen (unglücklichen)Lage befinden.

Skelett, das Knochengebäude, Gerippe.

Skepticismus» S. Scepticismiw.

Skiagraphie. S. Sciagraphie.

Skisiren (sich), aus dem Tarokspiel entlehnt, sich entfer-nen, und zwar mit denjenigen Nebenbegriffen, welchedie R. a. sich davon machen oder sich aus dem Stau-be machen, mit sich führen. In der gemeinen Umgangs-sprache hat man auch die niedrige R. a. stöten gehen,deren Ursprung neulich zufälliger Weise von einem Geist-lichen in Berlin, dem Hofpredigcr C 0 n r a d entdecktwurde. Dieser besuchte einen ehrlichen Handwerker,dessen Sohn in Begriff stand die hohe Schule zu bezie-hen, und erhielt auf die Frage, wo dieser wäre? vonjenem die auffallende Antwort: er geht stöten. DerMann wollte sagen: er geht valeten oder Abschied zunehmen. Man sieht leicht, wie der Begriff Abschiednehmen, nach und nach in den, sich entfernen, über-gehen konnte.

Skize oder Skitze, Jtal. Schizzo, der Entwurf oderVorentwurf, der Umriß, die Grundlinie oder Grund-züge. Die Mahler unterscheiden Croquis, Skitze tinbEbauche. Unter dem ersten und zweiten verstehen sieden ersten Gedanken zu einem Gemählde, hingeworfenauf ein Blatt Papier oder auf eine besondere Leinwand,um sich ihn anschaulicher zu machen; unter dem letztenHingegendas, nach seinen Grundzügen angelegte, abernoch nicht ausgemahlte Gemählde selbst. Die erstenbeiden unterscheiden sich bloß dadurch, daß man unterCroquis einen ganz einfachen Entwurf, der nur dieHauptgrundzüge enthält, unter Skitze hingegen einenschon vollständigern oder mehr ausgeführten versteht.Man könnte also Croquis den rohen, ersten oder ein-fachen Vorentwurf, Skitze hingegen den Vorentwurfschlechtweg, oder auch den ausführlichen Vorentwurf,Ebauclie endlich den Entwurf oder die Anlage nennen.S. Heydcnreichs ästhetisches Wörterbuch.

Skitziren, einen Vorentwurf machen, entwerfen. S.Skitze.

Smorzando, oder smorzato, in der Tonkunst, immerschwächer, schwindend. Eschenburg.

Soave, in der Tonkunst, lieblich, angenehm. Eschen-burg.

Sobre (spr. sober), nüchtern, mäßig.

Sobrietät, die Nüchternheit, Mäßigkeit.

Sobriquet (spr. Sobrikct), ein Zuname oder Ekelname.Wieland hat auch Uebername dafür gesagt:AllesBestreben, diesen Mann durch die Uebcrnamen: Phan-tast, Schwärmer u. s. w., herabzuwürdigen."

Soeiable (spr. soßiabl), gesellig.

Social, gesellschaftlich. R ousscau's gesellschaftlicherVertrag, Contract social. Socialrecht (jus sociale)das Gesellschaftsrecht. d i ge r.

Societät, die Gesellschaft. Societätshandel, der Ge-sellschaftshandel. Auch das gute, etwgs veraltete WortGenossenschaft verdiente für Societät wieder üblichergemacht zu werden. Die gelehrte Genossenschaft könn-te man für Societät der Wissenschaften sagen.

Sociiren, zusammenfügen, zusammcngesellen, gesell-schaftlich verbinden.

Socius, ein Genoß, ein Mitglied; auch Mitgefell undGesell:Mehr denn seine Gesellen." Luther. S. Com=pagnoh.

Sodali tät, eine geistliche Brüderschaft.

Sofa, in Scherz oder Spott, das Lotterbett; sonst Pol-sterbett, der Polstersitz. S. Canape.

Soigneusement (fps. soanjösemang ), sorgsam, sorg-fältig und sorglich. Dis letzte ist in Hochdeutschen sounbekannt nicht, als Ad. behauptet:

£> wie schätz' ich euch hoch! Ihr bürstet sorglich

die Kleider

Unsrer Autoren, und wem stiegt nicht ein Feder-

gen (Federchen) an?

Göthe und Schiller.

L o gau hat auch das Sachwort die Sorglichkeit, wel-ches Lessing empfiehlt, weil es mehr als Sorgsam-keil und weniger als Aengstlichkeit ausdrucke:

Wozu ist Geld doch gut?

Wers nicht hat, hat nicht Muth;

Wers hat, hat Sorglichkeit;

Wers hat gehabt, hat Leid.

Solar, kann durch Zusammensetzungen mit Sonne gege-ben werden, z. B. ein Sonnenvergrößerungsglas, So-larmicroscop.

Solawechsel, heißt auf Deutsch, einziger Wechsel, derin Fällen ausgestellt wird, wo frin Prima und Secun-dawechsel Statt finden.Es ist eigentlich eine Schuld-verschreibung auf sich selbst. Ihr Gebrauch ist nur ein-heimisch, daher eingeschränkt. Sie erhalten selten mehralsEinOiro (eine Umschreibung aus der Rückseite). Ge-wöhnlich tragen diese auch Zinsen, die gleich mit ver-schrieben oder versprochen werden. Man hat auch Sola-wechsel, die von mehren Personen zugleich ausgestelltsind, und man nennt dis einen Wechselbrief in Solidumausstellen." S. Terminologie für die Handlung. Leip-zig 1/92.

Gg 2 Soldat»