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Rest
Reso
Reso
Resp
y
Eilig trat der Kluge heran und schaute des Mäd-chens .
Stillen Verdruß und gehaltenen Schmerz und Thrä-nen im Auge.
Für reservando, mit Vorbehalt, sagt man auch vor-behaltlich: „Es wird der Versteigcrungstermin (Tag)bis zu hoher königl. Kammer-Ratificakion (Genehmigung)und das demselben zustehende Verkaufsrecht vorbehalt-lich anberaumt." In einer Hannöverischcn obrigkeitl.Bekanntmachung.
Resident, einer der von einer Regierung in einem an-dern Lande angestellt ist, um daselbst ihre Angelegenhei-ten zu besorgen. Er ist der Würde nach weniger als einGesandter, und mehr als ein Agent. Wenn nun die-ser letzte ein Geschäftsführer ist, so könnte man jenenzum Unterschiede einen Geschaftsbetrauten nennen.
Residenz , das Hoflager. Wenn aber die Stadt, in derdas Hoflager ist, gemeint wird, so könnte man Hofstadtdafür sagen. Bei den Röm. katholischen Geistlichen heißtseine Residenz halten, so viel, als, sich an dem'Or-te, wo seine Pfründe ist, aufhalten.
«Residiren, wohnen, seinen Hof oder sein Hoflagexhaben.
Residuum, in der Zahlenlehre, der Üeberrest, der Rück-stand.
Resignation, 1. die Entstegelung, Eröffnung; 2. dieVerzicht oder das Verzichtthun; 3 . die Selbstverleug-nung, die Ergebung und die Hingebung. Ad. hat nurErgebung, »nd auch dieses nur in der Bedeutung derUnterwürfigkeit unter den göttlichen Willen. Es wirdaber von guten Schriftstellern in allgemeinerer Bedeu-tung gebraucht. „Ich übernahm den Auftrag mit Erge-bung." G öt he. „Er erwartet den Tod mit völliger Hin-gebung." Resignatio feudi, die Auflassung des Lchns.
Resigniren, Lat. resignare, 1. entsiegeln, 5. 23 . einenunter Siegel gelegten Nachlaß. — Testamentum, bettletzten Willen entsiegeln oder eröffnen. 2. Verzicht lei-sten, wofür man, wenigstens in O. D., auch das Zeit-wort, verzichten, hat: „Die Franzosen verzichten aufdie Festung Kehl." In einem Zeitungsschreiben aus Ra-stadt. 3 . Sein Amt niederlegen, abdanken.
Res integra, eine noch ungethane, unentschiedene Sache,die noch abgeändert, noch anders gemacht werden kann.Für den Ausdruck: das ist noch res integra, könnenwir sagen: die Sache ist noch in Schweben, noch nichtabgeschlossen, es ist noch nicht darüber entschieden, sieist noch im Zustande der Unentschiedenheit. Ich würdeauch kein Bedenken tragen, die figürliche R. a. unan-geschnittcn sein dafür zu gebrauchen.
Resistenz, der Widerstand, die Widersetzung.
Resistiren, widerstehen, sich widersetzen.
Resolut, entschlossen, gefaßt.
Resolution, der Entschluß, der Bescheid, die Verfü-gung. S. Reseript.
Resolventia, auslösende Mittel.
Resolviren, 1. beschließen; 2. auflösen.
Resonnanz, der Rückklang oder Wiederklang. Für Re-sonnanzboden könnte man Klangboden, sagen; derRückklangboden, wie es eigentlich lauten müßte, würdezu hart sein, und Klangboden scheint den Begriff einesBodens, der den Klang vermehrt, indem er ihn zurück-gibt, hinlänglich zu bezeichnen. So auch Klangloch(nicht Rückklangbodenloch, welches in dem Moritz-Sken-zelschen Wörterbuche dafür angesetzt ist), für Reson-nanzloch.
Resonnireii, wiedertönen.
Resorbiren, wieder einschlucken, wieder einsangen, odereinziehen.
Resorption, das Wieder-einschluckm oder Wieder-ein-ziehen, das Einsaugen.
Respect, die Ehrerbietung, Verehrung, Ehrfurcht. Die-se drei Wörter bezeichnen eben so viele Grade des Re-spects, wovon Ehrfurcht der höchste ist. Mit Respectzu sagen, heißt, mit Erlaubniß zusagen.
Respectable (spr. respcktabl), oder respectirlich, wirdam besten durch das O. D., von Wieland'en in dieSchriftsprache eingeführte, verehelich, verdeutscht. Indem Deutschen Theile des Franz. Wörterbuchs von delaVeaux wird ehrfurchtbar, von Moses Mend'els-söhn gebildet, dafür angesetzt. Allein bei aller Ach-tung für den Urheber dieses Worts, kann ich nicht um-hin, es mit Petersen(S. Beitrage zur weit. Ausb.der Deutschen Sprache, VI. 4Z>), für verwerflich zuerklären ; weil der Begriff furchtbar, terrible, trotzdem vorgesetzten ehr, dabei zu sehr hervorragt.
Respectiren, achten, ehren, verehren. Auch diese dreiDeutschen Wörter drucken eben so viele Grade aus, unddas eine oder das andere von ihnen wird für jeden Fall,wo man respeetiren sagen zu müssen glaubt, vollkom-men passen. Ehrfürchlcn, welches Mos. Mendels-sohn dafür bildete, ist (besonders in den vergangenenZeiten, gcehrfürchtct) gar zu unbehülflich. Auch ist nichtwol einzusehen, wie die beiden Wörter Ehre und fürch-ten zu einem einzigen Zeitworte zusammengesetzt werde»könnten. Denn man mag zur Ausfüllung des Begriffshinzudenken, was man will (z. B. aus Ehre oder mitEhre fürchten), so bleibt das, was man damit aus-drucken will, doch immer sehr dunkel »nd schlecht be-zeichnet. Das Sachwort Ehrfurcht selbst wird von Pe-tersen zu den verdächtigen gezählt, weil es, mit denähnlichen Zusammensetzungen, Ehrliebe, Ehrgeiz undGottesfurcht verglichen, eigentlich nicht eine mit Ver-ehrung verbundene Furcht, sondern Furcht vor der Eh-re, bezeichnen würde. Um so weniger aber dürfen wiruns erlauben von diesem Sachworte (auch wenn ihmselbst das Bürgerrecht, des langen und allgemeinen Ge-brauches wegen, nicht mehr streitig gemacht werden
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