Reme
Remp
Remedur, die Abhülfe, Abstellung.
Remessen, oder Rimessen, in der Sprache der Kauf-leute, jede Zahlung, welche durch überschicktes Geldoder Wechsel geschieht. Ost kann man daher Zahlung,oft Geld oder Gelder, oft Wechsel - oder Geldsen-dung dafür sagen. Die Zahlung, die ich mit heutigerPost von ihm erwartete, ist ausgeblieben. Die Gelderoder Wechsel find angekommen. Es erfolgte keine Geld-sendung.
Reminiscenz, die Erinnerungskraft, und die Erinne--,rung. Das Französische Reminiscence hat nur dieseletzte Bedeutung.
Remis (fpr. remih), beim Kartenspiel, halbverloren, d.i. insofern verloren, daß der auf dem Spiele stehendeGewinn von keinem, weder von dem Spieler, noch vonden Gegenspielern, gehoben wird, sondern von neuemdarum gespielt werden muß.
Remise, ein Schauer, Schuppen, Behälter. Carossederemise, eine Miethkutschc; wird dem Fiacre ent-gegengesetzt, weil jene nicht, wie dieser, auf öffentli-chen Plätzen aussteht.
Remissibie (spr. remissibl), erlaßlich.
Remission, der Erlaß, an Pachtgclde, an Steuern»,f. f. Man könnte auch Nachlaß dafür sagen, wenn die-ses nicht schon die Bedeutung des nachgelassenen Ver-mögens hätte. Indeß scheint die Verbindung mit demZeitworte erhalten oder bekommen jedem Mißverständ-nisse vorzubauen.
Remissoriales, nämlich literae, in der Rechtssprache,ein Zurückweisungs - oder Zurückscndungsschreiben.
Remittent:, der Empfänger und Auszahler eines Wech-sels. Er wird auch, weil er den Betrag des Wechselsgibt oder auszahlt, der Geber genannt. S. Termino-logie für die Handlung. Leipz. 1792.
Remittiren, 1. zurücksenden; 2. im Handel, Geld oderWechsel übcrmachen; 3. etwas an einer Federung er-lassen oder nachlassen.
Remonstracion, die Gegenvorstellung.
Remonstriren, Gegenvorstellungen machen.
Remonte, in der Kriegssprache, habe ich durch Ergan-zungspserde verdeutscht, welchen Ausdruck Hcynatzgut und verständlich findet
Remontiren, wieder beritten machen.
Rernords (fpr. Rcmvhrs), die Gewissensbisse. ■
Remoti on, die Entfernung, die Absetzung.
Remotis arbitris, in der Deutschlatcinischen Rechtsspra-che, ohne Zeugen, ingeheim.
Removiren, entfernen, abseyen.
Remplaciren (spr. raiigplaßiren), ersehen, jemandes Platzwieder besetzen. Neulich gebrauchte jemand in einem öf-fentlichen Blatte (ob in Scherz oder in Ernste weiß ichnicht) zum ersten tpahle den Ausdruck fortsetzen dafür:
Remu Rend »07
„Es heißt, daß Hr. Fr. Sch, den Hrn. F. fortsetzenwerde."
Remuneration, die Vergeltung, Belohnung.
Remuneriren, vergelten, belohnen.
Reneberiren (spr. rangscheriren), überbieten, überstei-gern.
Rencoim'e (spr. Rangkongter), i.die Begegnung, dasZusammentreffen, Zusammenstoßen; 2. in der Krie-gessprache, ein kleines zufälliges Gefecht; und daherauch, im gemeinen Leben, eine Unannehmlichkeit; ein klei-ner Zwist, den man unerwarteter Weise mit jemandbekommt. Ein kleiner Verstoß, welches man dafür zusagen pflegt, kommt mit Rencontre ziemlich übercin.
Rencontriren (fpr. rangkvngtriren), begegnen, auf et-was stoßen.
Rendez-vous (spr.Rangdewuh), der Ort, der zum Zu-sammenkommen bestimmt wird, und die Zusammenkunftselbst. Man kann also bald Zusammenkunfts-ort, balddie Zusammenkunft dafür sagen. Für den ersten Be-griff könnte man auch den Ausdruck Stellplatz bilden,d. i. der Platz oder Ort, wo man sich stellen oder ci„-stelle» soll. Wenn von vielen, die irgendwo zusammen-treffen sollen, z. B. von Kriegesschaaren, von den zu ei-ner Flotte gehörigen Schiffen u. s. f. die Rede ist: sohaben wir Sammelplatz dafür. Mit diesen Ausdrückenwerden wir in der ersteren und höhern Schrcib-art über-all ausreichen. Für die scherzende Schreibart und fürdie leichte Umgangssprache (aber auch nur für diese) habeich den nachahmenden Ausdruck, Stell-dich - ein, wieVergiß - mein - nicht, Spring - ins - Feld u. dergl. gebil»det, vorzuschlagen gewagt; und diese scherzhafte Ver-deutschung ist von einigen Schriftstellern angenommenworden. In der Jen. Allg. Lit. Zeit. wurde darübergeurtheilet: „Das Wort sei zwar nach richtiger Aehn-lichkeit gebildet, würde aber doch in vielen Verbindun-gen als hart auffallen." Freilich, wenn z. B. Klop-stock in der Mcssiade, oder Daß in der Odüssee Ge-brauch davon hätten machen wollen! Aber dazu hatreich es ja auch nicht vorgeschlagen. Wenn übrigens einAusdruck auch nur für einen einzigen Fall brauchbar be-funden wird: so muß er nicht verworfen, sondern fürdiesen einzigen Fall aufbewahrt werden. Derjenige, wo-von hier die Rede ist, paßt, wie es mir vorkommt, be-sonders dann, wenn von verliebten Zusammenkünftenunter vier Augen die Rede ist. Das erste Stell-dich-cin, welches sie ihm gab, entschied über ihre Tugend.*— Catel hat die von mir vorgeschlagenen AusdrückeStell-dich-ein, Stellplatz und Sammelplatz aufge-nommen.
Renditen, einbringen. Das Landgut rendirt gut, isteinträglich, gibt guten Ertrag. Wenn die Kaufleutefragen: wie der Cours rendire? so wollen sie das Ver-hältniß des Geldpreises zwischen zwei Oertern wissen.
Vermuth-