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2 (1808) F - Z
Entstehung
Seite
183
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Prom

Proii

Pron

Prop

*85

lehrten Würde darunter versieht, könnte man, wennman wollte, Erhöhung schlechtweg dafür sagen.

Promoviren, befördern, erhöhen, eine gelehrte oderSchulwürde annehmen.

Prompt, fertig, hurtig, geschwind. Prompte Bezah-lung, ist schnelle, unaufschiebliche, bare Bezahlung.Auch rüstig:Er ist nicht der rüstigste Dricfschreibcr."Abbt. In promptu haben, bei der Hand oder in Be-reitschaft haben.

Promptituäe (spr.Promptiküde), die Hurtigkeit,Schnel-ligkeit.

Promptuarium, ein Ort, wo man das Nöthige vor-rahig findet; uneigentlich, ein Handbuch, aus demman sich auf der Stelle Raths erholen kann, z. B. einWörterbuch.

Promulgatio», die Bekanntmachung, Kundmachung.

Promulgireu, kund oder bekannt machen.

Prouiren, über die Gebühr loben und preisen, lobprei-sen, ausposaunen.

Pronomen, in der Sprachlehre. Schvttel verdeutsch-te es durch Fürnennwort, weil es die Stelle eines Nenn-worts vertritt. Andere, z. B. G ott sch e d, haben esnoch buchstäblicher durch Fürwort übersetzt. Dagegenhat Ad. (Lehrgebäude I. Seit. 278) sich folgenderma-ßen erklärt:Man hat die Pronomina bisher sehrunschicklich Fürwörter genannt, weil man glaubte, siewaren bloß dazu bestimmt, die Stelle der Hauptwörter(Sachwörter) zu vertreten, welches doch nur bei denwenigsten Statthat, und alsdann bei ihnen eben so zu-fällig ist, als bei den übrigen Bestimmungswörtern desSubstantivs. Braucht man ja einen Deutschen Namen(warum sollte man nicht, da wir eine Deutsche Spra-che und eine Deutsche Sprachlehre gebrauchen?), sokönnte man die Pronomina nach ihrer vornehmstenVerrichtung Personenwörter oder persönliche Bestim-mungswörter nennen." Allein r. gehen die Prono-mina nicht immer, nicht einmahl in den meisten Fäl-len, auf Personen, sondern eben so oft auch auf Sa-chen, z. B. das Tuch, welches rc., dieses Feld, es reg-net u. s. w.; 2. könnte man unter Pcrsoncnwörtern ebenso gut auch persönliche Eigennamen, z.V.Hinz, Kunzu. s. w. verstehen. Mertian, welcher die Prono-mina (in der Allgem. Sprachlehre) mit den Substan-tivis in Eine Klasse wirft, und beide unter einerlei Be-nennung, Stand (Standwort), zusammenfaßt, nur daßer jene durch den Zusatz, stellvertretende, genauer be-zeichnet, erklärt sich darüber folgendermaßen:Prono-men oder Fürwort ist unter der Rücksicht eine richtigeBenennung, daß es die Stelle eines andern Worts ver-tritt; in Grunde aber ist es von dem Stande (Sub-stantivo) , statt dessen es gebraucht wird, nicht ver-schieden; denn es ist ein Zeichen ebendesselben Begrif-fes. In dem Spruche des Titus : Freunde, ich habeeinen Tag verloren,' stellet ich dem Verstände den Kai-

ser Titus eben sowol vor, als das Work TituS' ftlbstiDas Pronomen ist also in der Sprache bloß eine Artvon Ständen (Substantivis), wie deren noch an-dere gibt// Allein auch angenommen, daß diese Vorstel-lung richtig, und das Pronomen wirklich ein Sub-stantivum wäre: so würde doch die Benennung stell-vertretender Stand (oder stellvertretendes Standwort)theils gar zu dunkel, theils gar zu lang und schwerfäl-lig sein. Stellvertretungswort oder stellvertretendesWort würde zwar deutlicher, aber eben so unbchülflichsein, und in Grunde nichts anders sagen, als was wirbei dem kürzern Fürwort zu denken schon gewohnt sind.Ueberhaupt glaube ich, thut man am besten, wenn manfremde, bisher übliche Kunstwörter nicht so verdeutschenkann, daß der Begriff, den sie ausdrucken sollen, deut-licher und bestimmter, als durch sie selbst, angegebenwird, sich mit einer wörtlichen oder buchstäblichen Ueber-setzung zu begnügen, weil man durch diese sogleich andas fremde, bisher gewöhnliche Kunstwort erinnert ivird,und also nicht leicht ein Mißverständniß entstehen kann.Ich muß daher rathen, den Ausdruck Fürwort so langebeizuhalten, bis es jemand gelingen wird, einen Na-men für die Pronomina zu bilden, der ihrer Naturund Bestimmung noch angemessener, als dieser, ist.

Pronomina cle monstrati va, anzeigende Fürwörter.

Pronomina interrogativa, fragende Fürwörter.

Pronomina personalia, persönliche Fürwörter.

Pronomina possessiva, zueignende Fürwörter.

Pronomina reeiproea, zurückdeutende Fürwörter.

Pronomina relativa, beziehende Fürwörter.

Pronuneiation, die Aussprache. Ueber den Unterschiedzwischen Aussprache und Ausrede sich. Elocutio». Fürden Begrifffehlerhafte Aussprache" hat Klopstockdas Wort Aussprechcrei gebildet.

Pronuneiren, aussprechen.

Propiiclevtiss, die Vorübung. Kant.

Propäclevciseli, vorübend.

Propagsncla, die Bekehrungsanstalt, die Forkpflanzungs-ünstalt, die Werbe-anstalt.

Propsgation, die Fortpflanzung.

Propagiren, fortpflanzen.

Propension, der Hang, die Geneigtheit.

Proplisc, kann zwar allenfalls für eingebürgert gelten;indeß ist es doch nicht unnütz, dabei zu erinnern, daßwir das gute gleichbedeutende Wort, Seher und Sehe-rinn, dafür haben, welches nicht nur in der^Bibet vor-kommt, sondern auch von unsern besten Dichtern, z. B.von Klop stockten, wieder erneuert worden ist. Wahr-sager und Weissager sind niedriger.

Propolist, der Dorkaufer, welcher Waaren aus der er-sten Hand aufkauft, und sie dann an diejenigen über-läßt, die sie wieder verkaufen.

Propolium , der Verkauf«

Propo^