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Proli
Prora
Prom
Prolnliren, Einhalt thun, verbieten, untersagen.
Prohibition, der Einhalt, das Verbot.
Projekt, der Entwurf, Vorschlag, Plan, Anschlag.Projectmacher, Entwurfmachcr. „Sie versicherten, daßman bei ihrer Zurückkunst in Spanien über den Tod ei-nes elenden Entwurfinachers eben keine sonderliche Un-tersuchung anstellen würde." Entdeckung von Amerika.Rüdiger hat diesen Ausdruck angenommen. Er istaber freilich etwas steif. Planmacher würde schon bes-ser klingen; aber Plan ist für Project, so wie dasWort hier genommen wird, zu edel. Anschlag, welchesmehr in nachlheiligcr Bedeutung üblich ist, würde schonbesser dafür passen. Wie, wenn man also Anschlägerfür Projectmacher versuchte?
Promotion, in der Zeichcnkunst, die Vorstellung der schein-baren Lage und Gestalt eines Gegenstandes, aus ei-nem gewissen Gesichtspunkte betrachtet; die Scheindar-steilung.
Projeetiren, Entwürfe, Vorschlage, Anschlage, Pla-ne machen. Wächter hat von Plan das Zeitwortplaiien f. Projecte oder Plane machen, abgeleitet.
Prolegomena, Vorerinnerungen, Einleitungen in ei-nen wissenschaftlichen Unterricht. Kant hat das Wortdurch Vorübungen übersetzt: „Prolegomena, Vor-übungen, welche anzeigen, was man zu thun habe, umeine Wissenschaft, wo möglich, zur Wirklichkeit zubringen.
ProlepsiS. Dieses Grichische Wort ist gleichbedeutend mitdem Lat. Anticipatio. Man sehe daher dieses. Eswird besonders auch in der Redekunst von der zuvor-kommenden Beantwortung möglicher oder vermutheterEinwürfe gebraucht.
Pvolix, Seit. prolixe, wcitlaustig, ausführlich.
Prolog, die Vorrede, die Eröffnungsrede.
Prolongation, die Verlängerung, der Aufschub.
Proion giren, verlängern, weiter hinaussetzen.
Pro lubitu, nach Gutdünken, nach Belieben.
Promontoria. Wer Latein versteht, weiß, daß diesesWort eigentlich aus zwei Wörtern, pro, für, undmemoria, das Gedächtniß, besteht, und daß eineSchrift damit bezeichnet wird, die für's Gedächtniß be-stimmt ist oder znr Erinnerung dienen soll, damit deretwa schon mündlich gethane Vortrag nicht in Vergessen-heit gerathe. Man könnte daher füglich Denkschrift oderErinnerungsschrift dafür sagen. Allein diese eigentlicheBedeutung des Worts findet in sehr vielen Fällen nichtmehr Statt; Geschäftsleute gebrauchen vielmehr diesenAusdruck häufig zur Ueberschrist ihrer Aufsätze oder Ein-gaben in denjenigen Fällen, wo der Gebrauch erlaubt,die Kanzcleiförmlichkeiten des Titclweseus bei Seite zusetzen. Um indeß auch Hiebei das Verhältniß anzudeu-ten, in welchem sie mit demjenigen stehen, dem dieSchrift übergeben werden soll, setzt man, jenachdem
die Person ist, die Beiwörter unterthänigstes, unter-thanigcs, ganz gehorsamstes oder gehorsamstes (Pro-memoria) hinzu. Da nun hier das Wort Promemo-ria weiter nichts soll, als einen schriftlichen Aufsatz oh-ne Titel bezeichnen, so könnte man füglich, je nachdemder Inhalt entweder einen Antrag, einen Bericht, einGesuch, oder eine Vorstellung überhaupt enthält, diebestinimlern Deutschen Ausdrücke dafür gebrauchen:unterthanigster Antrag, unterthaniges Gesuch, ganzgehorsamster Bericht, gehorsamste Vorstellung. Dieallgemeinste Bezeichnung würde Eingabe sein, die, wiees scheint, in jedem Falle gebraucht werden könnte, daeine solche Schrift von einem Untergeordneten an einenVorgesetzten oder Höhern gerichtet wird, wobei die nä-here Angabe des Verhältnisses durch die Beiwörter un-tcrthänlgste, unterthänige u. s. w. eben so gut Stattfande. Adel. kennt dieses, doch sehr gebräuchliche Wortnicht; er hat unter eingeben nur das Sachwert Ein-gebung angeführt. S. übrigens auch IVlemoires.
Promenade. Da lustwandeln für promeniren schon häu-fig gebraucht wird, so glaubte ich für den Ort, wopromenirt wird, Wandelhahn, für die Handlung despromeniren«, das Lustwandeln und der Lustgangvorschlagen zu dürfen. Dis letzte fand ich in der Folgeauch bei F r i sch'e n. Spaziren und Spazirgang sindtheils undcutsch, theils können sie nie, wie jene Deut-schen Ausdrücke in der höhern und edleren Schrcib-arl,sondern nur in der Umgangssprache gebraucht werden.Lustgang kann auch, da, wo Wandelbahn zu gesuchtklingen würde, für den Weg, aufwachen man pro-menirt, gebraucht werden. Er hat einen neuen Lust-gang längs der Wiese hin angelegt. Zuweilen kannman auch Gesundheitsgang für Promenade sagen. DerArzt hat ihm täglich einen zweistündigen Gesundhcits-gang verordnet.
Promenenr (spr. Promenöhr), ein Lustwandler oderLustganger.
Promeniren, lustwandeln, sich eine Bewegung machen.Im O. D. hat man sich ergehen dafür, welches mitsich erholen übereinkommt:
So mahnt er, dieses sei ein schweigender Vertrag,Daß jeder Biedermann sich hier ergehen mag.
Alpi nger.
„Sollte es, sagt Ad., den Hochdeutschen (den Schrift-stellern) gefallen, diesen Gebrauch in ihre Mund-art (indie Schriftsprache) äufzuncbmen: so würden sie dasausländische Lpazirengehn entbehren können."
Promesse, das Versprechen, die Zusage.
Promiscue, vermischt, durcheinander, eins für dasandere.
Promittiren, versprechen, verheißen-.
Promotion, die Beförderung, die Standeserhöhung.Auf den Hochschulen, wo Man die Ertheilung einer ge-lehrten