Priit
PreC'
Prcc
Uf6
Prnteritioilj dieUebcrgchung, das Uebergehen oder Vor-beigehen.
Präteritum , in der Sprachlehre, die vergangene Zeit.
Priitermission, die Vorbeilassung.
Priiter - propter , ungefähr.
Prätext, der Vorwand, das Vorgeben.
Prätor, der Stadtrichter.
Prätur, das Stadtrichter-amt, die Stadtrichter-würde.
Prävaliren, überlegen sein; in der Sprache der Kauf-leute auch sich wieder bezahlt machen. S. Terminolo-gie der Handlung. Leipzig 1792.
Prävarication, die Pflichtverletzung oder tteberschrei-tung, besonders in Amtssachen, wenn z. B. ein besto-chener Anwalt es unter der Hand mit der Gegenpar-tci hält.
Prävenant, zuvorkommend, einnehmend.
Prii venire , das, in der »»deutschen R. a. das Prae-venire spielen, zuvorkommen, jemandes Absicht ver-eiteln.
Prliveniren, zuvorkommen.
Präverition, 1. das Zuvorkommen; 2. die vorgefaßteMeinung. Nach der Aehnlichkcit von Vorurtheil könn-te man auch wol die Vormeinnng dafür sagen. In derRedekunst wird die Widerlegung vorausgesehener Ein-würfe darunter verstanden.
Prävia moderatione, nach vorhergegangener oder vor-gängiger Mäßigung oder Milderung.
Pragmatisch, ist in Allgemeinen, was auf unser Betra-gen, auf unsere Handlungen, angewandt werden kann;man denkt aber die nähere Bestimmung hinzu, daßwir dadurch fähiger werden, unsere Wohlfahrt zu be-gründen. So nennt man z. B. eine Geschichte pragma-tisch/ wenn darin belehrende Aufschlüsse über die Ur-sachen und Folgen der erzählte» Begebenheiten und Win-ke zu einer klugen Benützung des Erzählten gegebenwerden. Ich sehe nicht, was uns hindern könnte, be-lehrend oder lehrreich dafür zu sagen. Eine Pragma-tische Sanction ist „ein Gesetz, welches nicht aus demRechte der Staaten, als nothwendig, sondern aus derVorsorge für die allgemeine Wohlfahrt, hcrflicßt."Kant. Bekanntlich hak man einem Deutschen Reichs-grundgesetze, die Wahl und Krönung des Kaisers be-treffend , diese Benennung ausschließlich beigelegt. S.Sanction.
Pravität, die Bösartigkeit. Kant.
Praxis, die Ausübung, die Erfahrung. In praxi, inder Ausübung oder Anwendung. Der Gegensatz ist: inder Theorie, d. i. der Regel, der Vorschrift nach.
Preeair(spr. prekär), erbettelt, unsicher, schwankend, un-gewiß. Ich habe auch bittlich dafür gefunden. Seinbittliches Dasein (Precaire Existenz). Hcynatz führtfolgendes Beispiel aus der Uebersicht des künftigenSchicksals von Frankreich von Dumouricz an: „Das
Prsfs
Deutsche Reich kann, ungeachtet seiner bittlichen undbaudlosen Existenz nicht in eine solche Zerstückelung wil-ligen." Wenn eben dieser Sprachforscher hinzufügt:„Ich würde es niemand verdenken, wenn er es wagte§die beiwörklichc Form bittweise zu gebrauchen, und, einbittweiser Besitz, eine bittweise Existenz (Wesenheit) zusagen;" so weiß ich nicht, was ihn zu dieser übertrie-benen Milde bewegen konnte. Bittweise ist doch offen-bar nichts anders, als bittlicher Weise; wie kann mannun aber zugeben, daß ein Sachwort (die Weise), bloßwegen zufälliger Klang-ähnlichkeit mit einem Beilegungs-worke (weife, sapiens), selbst als ein Beilegungswortgebraucht werde?
Preeario, bittweise.
Precarium , die Vergünstigung.
Precipice (spr. Preßipihs), der Abgrund. Man hat auchvon steil ein Sachwort, die Steile abgeleitet, welchessich auch wol für jenes fremde Wort gebrauchen ließe:„Die Steile der Gebirge." Hamb. N. Zeitung. Hiersteht es für Steilheit. '
Preference (fpr. Preftrangß'), 1. der Vorzug; 2. imKartenspiele, die sogenannte Farbe.
Prejtlge (spr. Prejugeh, das j wie ein gelindes sck)), dasVorurtheil. , .
Prescribireu. S. Präscribiren.
Prescriptibel, Franz, prescriptible, verjährlich. S.ImprescriptibeL
Presence (spr. Prefangß'), die Gegenwart. Presenced’esprit, die Gegenwart des Geistes, mit Einem Wor-te, die Besonnenheit. Ad. findet zwar gegen diesesWort nichts einzuwenden; meint aber doch, daß derAusdruck Besinnungskraft bequemer sei, weil bei Be-sonnenheit die eingeschränktere Bedeutung der entgegen-gesetzten Unbesonnenheit sich gern mit einschleiche. Al-lein Besinnungskrast und Besonnenheit find so wenigeinerlei als Kraft und Wirkung. Sulz er hat Be-sinnlichkeit dafür gesagt, welches aber von A d- ausdem Grunde verworfen wird, weil besinnlich nicht ge-bräuchlich ist.
Prcsentement (svr. presangt'mang), gegenwärtig.
Presentiment (spr. Prefangtiment), ein Vorgefühl, eineAhnungauch Vorahnung: „Durch diese Vorahnun-gen geleitet." Archiv der Zeit. Ich unterscheide ahnenund Ahnung von ahnden und Ahndung, indem ich dieletzten beiden Wörter nur für strafen und Strafe, dieersten nur für vorempsinden und Vorempsindung neh-me. Ahnen ist eine Ableitung von an, so wie auchdas damit verwandte ähnlich (was an oder nahe dar-an kommt) davon abgeleitet ist. Aehneln ist das Ver-kleinerungswort davon. Daß ahnen und ähnlich ur-sprünglich verwandt sind, hat schon A d. vermuthet. „Esscheint (sagt dieser unter Aehnlich), daß man von die-sem Worte auch ein Zeitwort ahnen gehabt; wenigstenslässet sich dieses Wort in der alten sprichwörtlichen R. a.
Gute