Prae
Präo
Priic
Früct
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Lchrwcg (Methode) ist nicht der beste; der wcrkkün-stige Lchrwcg allein findet die Wahrheit." „Dadurch,daß du dich nie ausschließlich der bloßen müßigen Be-trachtung überlassest, sondern nebenbei auch immer etwaswcrkthatigcs verrichtest. Theophron. S. Theorie.
Prae. Dieses Lat. Verhältnißwort (Praeposition), wel-ches vor bedeutet, wird in der undeutschen R. a. dasPrae haben, als Sachwert gebraucht; den Borzughaben, den Herren spielen.
PräadviS', vorläufiges Gutachten.
Priiambuliren, eine Vorrede oder Einleitung voraus-schicken, ehe man auf die Sache selbst kommt, eineSache einleiten oder vorbereiten; mit Tadel oder ver-ächtlich davon gesprochen: ein Vorgeredc machen.
Präämbulum, die Vorrede, Einleitung. Man gebrauchtaber jenes fremde Wort gewöhnlich mit v/rächtlichenNcbenbcgriffen; und da paßt denn das Deutsche Vor-gerede besser als Vorrede.
Präbendarius, ein Pfründner.
Präbende, eine Pfründe.
Präcantion, die Vorsicht, die Verwahrung.
Präcaviren, vorbauen, verwahren, sich in Acht nehmen.
Priicedenz, der Vortritt, Vorrang. Präcedenrsirei-tigkeitcn sind Rangsireitigkeiten.
Präceptor, der Lehrer oder Lehrmeister. Das erste istedeler.
Präceptoriren, schulmeistern.
Präcipitant, übereilend, vorschnell.
Präcipitanz, die Voreile, (besser als Voreiligkeit), dieVorschnelle, die llebereilung. .
Präcimtat, der Niederschlag , diejenigen mit einer Flüs-sigkeit verbundenen unflüssigen Theile, welche durch dieScheidekunst von ihr entbunden werden, und zu Bo-den sinken.
Präcipitiren, 1. vorcilen, übereilen; 2. in der Scheide-kunst, niederschlagen oder zu Boden fallen lassen.
Präcipuum, ein Voraus.
Präcis, oder präcise, bestimmt, genau, gerade.
Präcision, die Bestimmtheit, Genauigkeit.
Präcludiren, ausschließen und zwar für immer; desRechts oder der Ansprüche verlustig erklären. Weil U.N. am anberamten Stichtage (termino) nicht erschien,um seine Foderungen zu erweisen, so wurde er damitfür immer ausgeschlossen oder abgewiesen.
Präclusion, die Rechtsausschließung, d. i, diejenige ge-richtliche Handlung, vermöge welcher jemand seines et-wanigen Rechts verlustig oder für unfähig erklärt wird,fernerhin Ansprüche zu machen.
Präclusivische $rijf, eine vom Richter anberamte Zeitoder Frist, binnen welcher jemand sein Recht, wenner dessen nicht verlustig werden will, zu erweisen hat.Man könnte ausschließende Frist dafür sagen. Leibpöna praeclusi, bei Strafe der Ausschließung. Die-
ser Deutsche Ausdruck wird schon hin und wieder in öf-fentlichen gerichtlichen Vorladungen gebraucht.
Präconisiren, 1. ausrufen; 2. rühmen, preisen; 3.in der Sprache der ehemahligen Römischen Kanzelei,einen zum Bischof vorschlagen, ihn für würdig dazuerklären.
Prädecessor, der Vorgänger oder Vorweser, der ein ge-wisses Amt oder einen Posten eher bekleidete, als einanderer, der fein Nachfolger ward.
Prädestination, die Vorbesiimmung; in der Spracheder Gottesgelehrlen, die Gnadenwahl.
Prädestiniren, vor- oder vorausbestimmen.
Prädeterminismus, die Vorherbesiimmungslehre, d. r.die Behauptung, daß unser Wille durch Bestimmungs-gründe bestimmt oder gelenkt werde, welche von dervergangenen Zeit, die nicht mehr in unserer Gewalt ist,herbeigeführt wurden.
Prädicabilie (Prädicabile), „ein abgeleiteter reinerVerstandesbegriff." Kant. Ein allgemeiner Begriff,unter welchen ein Gegenstand von dem Verstände geord-net werden kann; oder mit andern Worten, ein allge-meiner Behauptungsbegriff, d> i. ein allgemeiner Be-griff, welcher von einem Gegenstände ausgesagt (prä-dicirt) werden kann, z. B. die Begriffe Kraft, Hand-lung, Leiden. Stenzel (in der Fortsetzung des Mo-ritzischen Wörterbuchs) hat Allgemeinbegriff dafür an-gesetzt ; zu unbestimmt, wie es scheint.
Prädicament, Dieses Wort bedeutet im Lateinischen, wasCategorie im Grichischen bedeutet. Im gemeinen Le-ben kommt das Wort in der R. a. vor: einen durchalle Prädicamente loben oder tadeln, d. i. alles mög-liche Gute oder Böse von ihm sagen. S. Categorie»
Prädicant, ein Predigender, der aber kein ordentlicherPrediger ist; eine Benennung, welche die Römischka-tholischen den Protestantischen Predigern geben, die sienicht für rechtmäßig berufen und eingesetzt halten, weilsie nicht die Weihe der Katholischen Kirche erhaltenhaben.
Pradicat, das, was von einem Gegenstände behauptetwird, das Beigelegte, das Behauptete. Meiner (inder Philosophischen Sprachlehre) und mit ihm Ade-lung (in dem Magazine) drucken Lubject durch dasSelbständige, Prädicat durch das Unselbständige, unddie Copula durch das Verbindungsmittcl aus. JoelLöwe hingegen hat bestimmter, wie ich glaube, Be-hauptungsbegriff und Behauptungswort (je nachdemder Begriff, oder das ihn bezeichnende Wort gemeintwird) für Prädicat gesagt. Im gemeinen Leben wirdunter Prädicat der Titel, die Ehrenbenennung, derAmtsname gemeint. S. Lubject.
Prädiciren, behaupten, beilegen.
Prädilection, die Vorliebe. Heynatz dachte vermuth-lich nicht an dieses gute und bekannte, aber von A d.ausgelassene Wort, als er (luden Briefen) sagte:
„Prae-