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Pore
Pore
Poly
scheint, weil dergleichen Gewächs mehr aus Zasern, alsaus Adern besteht.
Polypragmosine, die Vielthucrei, da jemand sich inallerlei Dinge mischt, die nicht zuseinem Amte oder Be-ruf gehören.
Polytheismus, die Vielgötterei.
Polytheisl, ein Vielgötterer; nicht Vielgötter. S. Ido-]o later.
Pomade, Haarsalbe. Kinder ling. Und wenn ste här-terer Art ist, Haarwachs.
Pomp, Lat. pompa, die Pracht.
Pompös, prächtig, herrlich.
Pomposo, in der Tonkunst, feierlich, prächtig. ,
Ponceau (spr. poußoh), hochroth.
Ponderiren , abwägen, erwägen.
Pontilicalieu, eigentlich, die Bischöfliche Kleidung, irtweiterer Bedeutung, das Pricstcrkleid. In pontitica-libiis erscheinen, in Amtskleidung.
Pontiftcat, die Pabstwurde.
Pontons (spr. Pougtong), Brückenschiffe; d. i. Schiffe,gewöhnlich von Kupfer-oder Eisenblech, deren man sichim Kriege bedient, um Schiffbrücken zu schlagen.
Pont tonrnane (spr. Pvng kurnang), eine Brücke, welchegedrehct wird, und so die Stelle einer Zugbrücke ver-tr-itt, wie z. B. bei den Thuilerien zu Paris; eineDrehbrücke. In meinen Briefen'aus Paris. ^
Popnlace (spr. Popülaß'), das Volk, der Pöbel.
Popnlair, -.volksmäßig, z. B. dergleichen Sitten; 2.gemeinverständlich, z. B. eine solche Schreib-art; 3.volkgefällig, wie gottgefällig, z. B. eine solche Mei-nung , Aeußerung u. f. w.; 4. von Großen gesagt, diesich der Herablassung gegen Geringere befleißigen, leut-selig, herablassend. Oft kann man diefes Beiwort auchdurch Zusammensetzungen mit Volk umgehen, z. B.Volkston, für populaircr Ton, Volksmann, ein po-pulairer Mann, u. s. w.
Popularität, Volkston, Volkssprache (dieses hat Kantdafür), Gemeinverständlichkeit, Volksgunst, Volksge-fälligkcit, Leutseligkeit; das eine für diesen, das an-dere für jenen Fall.
Popularisiren, etwas dem Volke verständlich und ange-nehm machen, also, volksmäßig oder volkgefällig machen.
Population, die Bevölkerung.
Populös, Franz, populenx, volkreich.
Port, die Schweißlöchcr, und wo dieses zu gemein oderniedrig klingen würde, die Schmeißgrübchen.
Porös, schwamm-artig.
Porrigiren, darreichen.
Portal, die Thür oder das Thor an einem großen Ge-bäude, sammt den dazu gehörigen Bauzierrathen, diePrachtthür oder das Prachtthor.
Portamento di voce, in der Tonkunst, das Tragen oderallmahlige, zusammenhangende Hingleiten der Stimme
beim Vortrage des Gesanges, besonders in langsamenSätzen. Eschenburg.
Portativ, tragbar.
Portechaise (spr. Porteschäse), die Sänfte, der Trag«sessel.
Porte-epde (spr. Portepch), der Degenquast.
Portefeuille (spr. Portcföllj'), die Brieftasche. Die gro-ßen ledernen, mit einem Schlosse versehenen Taschen,worin Geschäftsmänner sich einander die Verhandlungenzuzuschicken pflegen, könnte man Schrifttasche, auchSchicktasche nennen.
Porteur (spr. Portöhr), der Sänftenträger.
Portier (spr. Portieh), der Pförtner, Thürhüter oderThürsteher.
Portion, der Theil, der Antheil, die Gabe; diesesletzte, wenn von einer Portion Speise die Rede ist. DieErbschaft verfällt, der vielen Erben wegen, in sehr klei-ne Theile. Jeder Erbe wird nur einen geringen Antheilbekommen. Seine Eßgier war so groß, daß er von je-dem Gerichte eine doppelte Gabe nahm. Für Mund-portion könnte man Mundtheil sagen. Jeder Bürgermußte den ihm zugelegten Soldaten auch ihren Mund-theil reichen.
Nachdem Eberhard (in der Synonymik) den Un-terschied zwischen Theil und Antheil richtig entwickelthat, setzt er hinzu: „Hier kann man noch auf die Grösße der Theile Rücksicht nehmen, wenn das Ganze unter?mehrere (mehre) getheilt wird. Für diesen Begriff ha-ben wir im Deutschen kein eigenthümliches Wort; wirhaben also das Französische Portion aufnehmen müssen,wenn wir die Größe eines Theils ausdrucken wollen."Ich merke hiczu ant 1. daß es etwas gewagtes ist, ei-ner so reichen und dabei so unendlich fruchtbaren Spra-che, als die unsrige ist, die Fähigkeit diesen oder jenenBegriff zu bezeichnen unbedingt abzusprechen; 2. daßdas fremde Wort Portion nicht sowvl den Begriff derGröße überhaupt, als vielmehr den einer bestimmtenGröße, einer Größe, wie sie sich gebührt und wie sieüblich ist, mit sich führt; 3. daß unsere Vorfahren die-sen Begriff durch bescheidener, d. i. beschiedener, be-stimmter, angewiesener und angemessener, Theil rechtgut auszudrucken wußten; Seinen bescheidenen Theildahinnehmen. Luther. 4 . Daß wir aber auch nochjetzt, nachdem jener Ausdruck, besonders die O. D.Form bescheiden f. beschiedcn veraltet ist, zwei, wie esmir scheint, recht gute Deutsche Wörter haben, wo-durch das fremde Portion in allen Fällen, wo von Ge-nüssen mit dem Munde die Rede ist, völlig ersetzt wird,nämlich Gabe, welches viele Aerzte für Dosis zu ge-brauchen schon lange gewohnt sind, und Mundtheiloder Mundstheil, jenes nach Mundvorrath, dieses nachKindestheil gebildet. S. die oben angeführten Beispiele.5. Daß endlich überall, wo der eine oder der anderedieser beiden Deutschen Ausdrücke nicht passen will, das
fremde