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Pol

Pola

Po»

Poet

es durch nicht-dichterisch, ungebunden oder bandlosverdeutschen.

Poetisiren, dichten, Verse machen. ^

Point (spr.Poeng), eh; Punkt, Stich, Stoß. Erstandauf dem Point, auf dem Punkte.

Point dappuis (spr. Poeng dappui), der Stützpunkt.Chiesa, der Stützpunkt seines linken Flügels." Hamb.neue Zeitung.

Point ä'ironnenr (spr. Poeng donuöhr). Ich habe eswörtlich durch Ehrpunkt oder Ehrenpunkt zu übersetzengewagt; und einige unsrer ersten Schriftsteller habendiese Verdeutschung angenommen: .

So zwang ein Ehrenpunkt, der. sich nicht schliche

ten ließ-,

Den Herrn von Castclmont zum hitzigsten Duelle.

B ü r g e r.

Ist es nicht das nämliche mit allen Ehrcnpunkten?fragte Wilhelm." Gvthe. Auch Hcynatz hat diesenDeutschen Ausdruck, angenommen. Oft kann man auchEhrgefühl dasür sagen. Ehr-eifer, welches Ad. dafürhat, scheint dem Franz. Ausdrucke nicht so gut zu ant-worten.

Point eis rallisment ( spr. Poeng de- Ralljemang), derEinigungspunkt.Es fehlt in Frankreich an einem gro-ßen und. guten Manne, der den Gutgesinnten zum Ei-uigungspunkte diente."

Point 6e vus (spr. Poeng de wüh'), der Gesichtspunkt,der Sehcpunkl, der Augenpunkt. Luther hat Si-cherinahl dafür, wofür wir jetzt Sehemahl sagen wür-den. Vor Zeiten wurde ngmlich das h oft Mie ch aus-gesprochen, und z. B. sich für sieh gesagt; daher auchnoch unser Gesicht. In einem neuern Buche, VetterSamuels komische Erzählungen genannt, finde ich deck.Ausdruck, Blickziel, einigemahl dafür gebraucht:Wennman aber dem Leser das Blickzicl über den Charakterdieser Person begreiflich macht."

Pointe (spr. Poengtc), in den schönen Wissenschaften , dieSpitze,,bestimmter, die Gedankcnspitze.

Pointeur (spr. Poengtöhr), der Gegenspieler beim Faro-spiele.

Pol, der Angel, der Dreh- oder Angelpunkt. Der nörd-liche und südliche (ansehe und antarctische) Angel-punkt. Klopstock hat die Wende dafür gesagt:

Schon stand über der Wende des Sterns der

Seraph.

Oder soll hier Wende etwa nicht den Pol, sondern,wie in Wendekreis, den Punkt bedeuten, bis zu wel-chem der Stern in seiner Bewegung steigt und fällt?Diese Erklärung würde der natürlichen Bedeutung desWorts Wende angemessener sein. Ich selbst habe es ssin einem Sinngedichte auf den December oder Winter-monat gebraucht:

Unser Erdenjammer hat, gleich der Erde, feine

Wende;

Tritt sie gleich nicht früher ein-, so erfolgt sie doch. am Ende.

Für Weltpolc kann man füglich Welt-angel gebrauchen.Warum mögen Ad. und H epnatz in derMehrzghlhieAngeln, und nicht-die Angel schreiben? i; - _

Polarstern, der Anglisiern oder Nordstern.- Die Polar-kreise, die Angelkreise, der nördliche , der südliche.

Polemie, die Streitlehre, in Scherz oder mit Gering-schätzung gesprochen, die Haderlehre. (Reß hat Ver-theidigungslehrc dafür vorgeschlagen.

Polemiker, ein Streitlehrcr.

Polemisch, kann durch Zusammensetzungen Mit Streitgegeben werden; z. B. Streitschriften, scherzhaft, Ha»

' Vorschriften. > -

Polemisiren, streiten, zanken, hadern.

Polr, höflich , 'fein, artig/

Poliee (chr. Pvlihß'), die Versicherungsschrift, welche

' von der Versicherungsgesellschaft (^ssocuranLcoirr-pagnie) demjenigen- der etwas versichern läßt, alsSchein ausgestellt wird. Sie enthält ein genaues Ver»zeichniß der versicherten Güter nach Zahl und Gewicht,und dient zur Richtschnur des Schaden-ersatzes, wenn-daSVersicherte entweder ganz oder zum Theil verloren gkht.

Polichinello (Jtal. Pulcinellä, spr. Paltschinella), ei-ne Art von Lustigmacher oder Hanswurst auf der Jtak.Bühne; also etwa, der Welsche Hanswurst. Das N.D. Putznellkcn (Putzncllchen) scheint aus diesem Wortegebildet zu sein.

Poliren, glatt und glänzend machen. Ein in der Schrift-sprache übliches Zeitwort ist mir dafür nicht bekannt.Denn glatten paßt zwar wol- wenn von Zeugen undhölzernen Sachen- aber nicht wenn von Metallen dieRede ist. Im N. D. hat man klären, welches zwarüberhaupt rein machen, aber auch insbesondere zinner-nes, kupfernes, und silbernes Gcräthe glänzend machenbedeutet. Eschenburg glaubte, auch aufhellen wurdeoft brauchbar dafür sein. Luther hatte Dan. i o, 6.das N. D. gluu (glau) für polirt gebraucht- und eSln der Rand-anmerkung durch hell, klar, polirt erklärt;wofür mau aber in den spätern Ausgaben glüend ge-setzt hat. Bürger hat blanken, blank machen, fürpoliren zusagen versucht:'Der Bogen, überall wohl-geblänkt."

Polirt, geglättet, geschliffen, geklärt, geblankt, glauflewacht. S. Poliren. Einige Neuere, die an demZmitterwvrte polirt noch nicht genug hatten, haben zurAbwechselung auch polit zu sagen beliebt:Sollte da-mit gesagt sein, mit dieser hellen, präcisen (bestimm-ten oder genau bestimmten) und poliken (geglättetenoder geschliffenen) Sprache könne sie nicht rühren?"Herder. Wenn Lichtend erg (in den nachgelasse-nen Schriften) von der polirten Derrnznft des verfeiner-ten Menschen redet, so hätte er füglich die geschliffeneVernunft dafür sagen können. Das Gegentheil vonpo-

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