Foda
Poes
Poet
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Podagra, die Fußgicht, Has Zipperlein. Erstes 'Hat schonL 0 g a u gebraucht. Ad. führt auch Ballenfiebcr dafüran, weil das Uebel in dem Ballen des Fußes zu sitzenund mit Fieber verbunden zu sein pflegt. Aber da als-dann nicht bloß der Ballen, sondern der ganze Körpervom Fieber angegriffen wird, so scheint dieserAusdrucknicht zu passen.
Podagrisch, fußgrchtisch.
Podagrist, ein Fußgichtkranker. Er ist ein Podagrist,er ist mit der Füßgicht behaftet.
Podex, für dieM (wenn es im Deutschen gebrauchtwird) sehr niedrige, ja pöbelhafte Lateinische Wort,welches kein Gesitteter vor Gesitteten auszusprechen inStande ist, haben wir, außer dem bekannten eben sopöbelhaften Deutschen, welches mit A anfangt, -. das-schon um vieles anständigere, derHintere; 2. das nochmehr veredelnde After, und endlich 3. auch den vonLogau gcbiidelcn dichterischen Ausdruck, der Sitzer.
L e ssi n g begleitet dieses Wort mit der Erklärung :„Derjenige Theil des Körpers, den Logau sonst auch. Hinterstirn und des Magens Hinkerpforte nennt." In-dem Neu en Froschmausler wird dieser Theil desmenschlichen Körpers, der, gleich dem Bauernstande inmanchem Lande, unter allen der verachteteste und un-terdrücktestc, obmol? unter allen, nächst dem Munde,der nöthigste ist, und der auch, gleich jenem, für diedummen Streiche, welche die vornehmern Gliedern ma-chen, oft ungerechter Weise büßen muß, durch folgendeUmschreibung in einer Schilderung des Hahns genannt:Der Kopf lief zu in einen Schnabel,
So krumm, als spitz; und einer MistgabelGlich auch sein Fuß mit scharfen Zinken,
Wie rechter Seits, so auf der linken.
Ein langer blutgcfärbter BartHing unterm Kinn, nach Juden -art.
Ein Thurm vom Kopf und von dem SchnabelStieg in die Luft, wie der zu Babel;
Und hinten am geheimen OrteFuhr, schient, aus der bewußten PforteEin höllisch Feu'r in gelben Flammen;
Die schlugen über ihn zusammen,
Daß man nicht konnte sehn, woher?
Pölia, die Strafe. Das Wort kommt in unsrer Deutsch-lateinischen Rechtssprache mit folgenden Beiwörtern vor;poena arbitraria, eine willkührliche; — certa, be-stimmte; — capitalis, Lebens- oder Todesstrafe; —corporis afllictiva, Leibesstrafe. Pönae aggrava-tio eder exasperatio, die Erhöhung der Strafe. Ludpona, bei Strafe. Pöna ecclesiastica, die Kir-chenbuße.
Pünalgeseh, ein Strafgesetz.
Pönitenz, die Buße,Büßung, Buß-übung. EincPö-nitenxpfarre, eine Pfarre zur Büßung, die, ihrer
schlechten Einkünfte wegen, dem ihr vorstehenden Geist-lichen zur Strafe entweder gegeben worden ist, oderdoch gegeben zu sein scheint.
Püesie, 1. die Dichtkunst. Auch Dichterei paßt in die-ser Bedeutung zuweilen dafür:
Doch mehr als alles half HiebeiDie Himmclstochter, Dichterei,
An ihrer Schwester, Tonkunst, Hand.
Histor. Bilderbüchlein.
In den meisten Fällen aber kleben diesem Worte ver-ächtliche Nebenbegriffe an; welches aber in noch höhe-rem Grade der Fall mit Dichtelei Ist : „Und dieses da-steht gemeiniglich in dem Zusammenstöppeln einiger Dich-teleien und Witzeleien." Theop hron. 2. Das Dich-tergefühl oder die Anlage zum Dichten, wie wenn dieGesichtsforscher sagen: der kleine Höcker seiner Nasedeutet auf Poesie; 3, die Dichtung, das Gedicht,etwas dichterisches. Sein Vortrag erhebt sich oft biszum Dichterischen (bis zur Poesie); er ist kein Freundvon Gedichten (von Poesie); in diesem angeblichenGedichte ist sehr wenig Dichtung (Poesie).
Poet, der Dichter. Heu mann vertheidiget sich (in derVorrede zu den von ihm übersetzten Sechs Reden Ci-ccro's) gegen die Kritischen Beitrage, worin er geta-delt worden war, daß er das fremde Wort, Poet, undnicht das Deutsche, Dichter, gebraucht habe, durch fol-gende gelehrtscheinende Ausrede: „Etliche Ausarbeitetder Teutschen Sprache begehen einen fast lächerlichenFehler, wenn sie sich des Namens Poet enthalten undhingegen Dichter sagen. Sie wissen nicht, daß Dichtereben sowol ein Lateinisches Wort ursprünglich ist, alsPoet, und daß Poeta ein schönes Lateinisches (Larci-nisch-Grichisches) Wort, hingegen Dictator (also wur-de indem mittlern, d. i. barbarischen Zeiten, ein Poetgenannt; woher der Name Dichter gekommen) ein häß-liches Lateinisches Wort ist." Schade, daß H e u m a n nselbst hiebet nicht bedachte, daß Dictator in dieser Be-deutung, so wie das Zeitwort dictare in der unlatei-nischen Bedeutung verfertigen oder machen, und Dicta,men, für Gedicht, in jenem Zeit-alter selbst aus demDeutschen dichten oder tichten, der Gewohnheit jenerZeit gemäß, gebildet wurden, und daß folglich Dich-ter und Gedicht dennoch ursprünglich Deutsch, und nurnach der Aehnlichkeit des Grichischen wiYiTys oon votsiy,wie einst in Frankreich Fatisten von faire, und naa-yerTroubadours von trouvers, gebildet find. Das Lä-cherliche fallt also nicht auf jene „Ausarbeiter der Teut-schen Sprache," wie Heumann sie nennt, sondernauf ihn selbst zurück.
Poetaster, der Dichterling.
Poetisch, dichterisch. Unpoetisch, nndichterisch. Die-ses kann aber nur in tadelnder Bedeutung gebrauchtwerden, da doch unpoetisch auch ohne die Absicht zutadeln, für prosaisch, gesagt wird. Hier müßte manX Z es