Plag
Plan
Plan
Plät
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Plagiarius, ein Schriftsteller, der die Gedanken und denZinkdruck eines andern sich zueignet, ohne die Quelle,
. woraus er schöpfte, anzugeben. Frisch sagt: es hat-ten einige dis Wort durch Bücherdieb übersetzt; .allein. das bezeichne mehr.einen- der ganze Bücher stielt,.alseinen- der nur.aus Büchern stielt oder ausschreibt; manmüsse Ausschreiber oder Buchberauber dafür.fggon. Daserste ist gut und. gebräuchlich; das andere aber hart.
. Gedank'endieb und Gedankenrauber sind ehen so be-zeichnend, und klingen besser.
Plagium, der Gedaykenraub, die Ausschreiberei. Er hateinen Gedankenraub begangen, sich der Ausschreibereischuldig gemacht. -Bücherdiebstahl, welches andere cha-.für angesetzt haben, bezeichnet die Entwendung ganzerBücher- nicht die des Inhalts derselben.
Plaidiren (spr. plabirett), einen Rechtshandel führen-rechten. Wir pflegen aber noch den Nebenbegriff münd-lich hinzuzudenken, weil, nach Französischer Rechtspfle-ge, die gerichtlichen Verhandlungen durch mündlicheVortrage, und nicht, wie bei uns, schriftlich geschehen.Wenn wir daher den Begriff vollständig ausdrucken wol-len, so müssen wir uns freilich, , in Ermangelung ei-nes eigenen Worts, entschließen, die umschreibende R.a. zu gebrauchen: eine Sache mündlich vor Gerichtverhandeln.
Plaine (spr. Pläne) eine Ebene, eine Flache. Wir habenauch das alte Blachfeld oder Flachfeld dafür; auchdas Gebreite, welches, nach A d. in Meißen und Thü-ringen ein breites Stück Feldes von unbestimmter Grö-ße bedeutet, (wofür man im N. D. Breite sagt,) unddem Gelange entgegengesetzt wird, welches nur vierRuthen Breite hat; von G ö t h e'n aber für Plainegebraucht wird:
Der fromme Grimmbart und jenerKamen durch schwärzliche, fette Gebreite.
Warum dieses Wort, wie Ab. es angibt, weiblichenGeschlechts sein sdll, kann ich nicht finden. Die Aehn-lichkeitsregel will - daß wir ihm das Scichgcschlccht bei-legen, weil wir das Gelange, das Geziere, das Ge-rede u. s. w. sagen. Blachfeld hat Luth er 2 Sam. 4-7. Blach für flach kommt bei den Miüncsingern vor;auch ist das Sachwort Blech daraus entstanden. V 0 ßhat diesen veralteten Ausdruck erneuert:
Eben und weit gedehnt war nah an den Mauern
ein Blachfeld.
Plaisant, wofür man auch plaisirlich hört, lustig, an-muthig, Ich finde es plaisant, d. i. ich finde es lu-stig, soll heißen, seltsam oder lächerlich.
Plaisanterie (spr. Plasangrerih), der Scherz oder Spaß.Plaisanriren, scherzen, spaßen.
Plaisir (spr. Plastr), die Lust, das Vergnügen, die Er-gehlichkeit.
Planet, ein Wandelstern.. Irrstem, welches andere da-
für haben gebrauchen wollen, kann einen falschen Ve-rgriff erregen, und verdient daher verworfen zu werden.Plani glob, Lat. Planiglobium , eine Plattkugel, be-stimmter, eine Kugclkatte, eine Erd- oder Hinunels-kugelkarte, d. i. die Erd - oder Himmelskugel, jede in.zwei Hälften^, auf einer Fläche abgebildet.
Planimetrie, die Flachenmeßkunst, h. i. die Kunst Flä-. chen auszumessen.
Planiren, 1. ebnen. Wä ch t e r .(in den Sagen der Vor-zeit) hat auch planen, entweder für Plane machen,oder für plan machen gesagt: „Was? plant und ebnetihr denn in eurem Hirp?" 2. Bei den Buchbindern,
. leimen oder mit Leimwasser tränken.
Planis phä e, Planispliärium. ©. Planiglob.Plantage (spr. Plantage), die Pflanzung oder Anpflan-zung.
Planteur (spr. Plangröhr), ein Pflanzer, Anpflanzet;
oft wird auch das allgemeinere Ansiedler dafür gebraucht.Piantiren. Dieses Zwitterwort wird, wie das Französi-sche planter , pflanzen, in uncigentlichem Sinne fürstehen lasten, verlassen oderim Stiche lassen gebraucht.Man kann unser hinpflanzen in eben diesem Sinne ge-brauchen ; und z. B. von einem Frauenzimmer, die ih-' rcm Liebhaber den Rücken zukehrt, sagen: sie pflanztihn dahin.
Plastie , die Bildckunst, d. i. die Kunst, aus Thon, Gips,Wachs u. s. w. Gestalten zu bilden.
Plastisch, bildend, schöpferisch; z. B. die bildenden. Künste.
Plat-fbnd. S. Plafond.
Platina, Halbfllbcr;. ein erst feit der Mitte deS vorigenJahrhunderts bekannt gewordenes Amerikanisches Me-tall- welches die Farbe des Silbers, die Schwere desGoldes hat. Man könnte daher es auch Silbergold oderGoldsilber nennen.
Platmenage (spr. Platmenage), Franz. Plat ; de me-nage, ein Tisch-aufsatz, worin allerhand Tafelbedürf-nisse, z. B. Zucker, Pfeffev, Oel, Essig u. s. w. zumGebrauch während der Mahlzeit enthalten sind. Mankönnte, wenn man wollte, das allgemeine Wort, Tisch-bedarf, dafür gebrauchen.
Platonische Liebe, eine übersinnliche, bloß geistige Liebe.Platte forme, eine ebene Fläche auf dem Gipfel einesGebäudes oder Berges; der platte Gipfel, die Platte.„Alvinzi besetzte die Bcrgplatte." Po sse lt.Plattitnde (spr. Plattitühd'), die Plattheit; etwas ge-meines und niedriges im mündlichen oder schriftlichenVortrage. „Da haben Sie eine große Plattheit ge-sagt." „Er war unschuldig an den Plattheiten, die sei-ne fertige Zunge für Witz oder Artigkeit plapperte."Kling er.
Auf deiner Lipp' erhöht die Plattheit sich zu
Scherze. Falk.
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