Phae
Phal
Phil
Fett
den, versilbern, verzinnen, nicht in Gold, Silber, Zinnverwandeln, sondern nur damit überziehen bedeutet: sokann auch versteinert nur mit Stein überziehen oder be-legen, nicht zu Stein machen, bezeichnen. Versteinernhingegen heißt steinern machen, also in Stein verwan-deln. Der Sprachgebrauch hat es aber weder mit die-sen beiden Wörtern, noch mit ähnlichen, so genau ge-nommen. Man sagt verholzen f. in Holz verwandeln,und er hat seine Waaren versilbert, d. i. zu Silber oderGeld gemacht. „Sie bleibt, wie in der Flucht, ver-stcint." Wie! and.
Petto, die Brust. In petto behalten, heißt, verschwei-gen oder bei sich behalten. Die Päpste pflegten die Na-men derer, welche sie zu Kardinalen machten, oft eineunbestimmte Zeitlang geheim zu halten, welches manin petto behalten nannte.
Petulant,'in milderer Bedeutung, muthwillig, in ver-stärkter, hohnneckisch, welches in N. D. zusammenge-zogen hohnnecksch lautet. Wir haben im N. D. auchdas schöne Wort wahlig, welches aber muthwillig ingutem Sinne, nämlich ausgelassen oder üppig aus ei-nem Uebermaß von Gesundheit und Stärke bedeutet:
Und zu allem ein Nest rotbbackiger, wähliger Kinder.
Boß.
Die Englischen Wörter Wealth und wealthy stam-men von diesem wahlig her.
Petulanz,, der Muthwille. Das Deutsche Wort mildertaber den Begriff; daher C ramer, als ein Beurtheilcrseines Ncseggab ihn der Petulanz beschuldiget hatte,dagegen erinnerte, daß er, statt dieses Worts,- besserMuthwille gebraucht haben würde. Hohnneckcrer undHang zur Hohnneckerei scheinen den Begriff Petulanz*jenachdem die Neigung, die Stimmung dazu, oder dieAeußerung derselben gemeint wird, in dieser stärkerenBedeutung völlig zu erschöpfen.
Peu ä peu (spr. pöh a pöh), mach und nach, zuweilenauch allmahlig. Der Unterschied zwischen beiden ist, nachEberhards richtiger Auseinandersetzung der: daß nachund nach auf eine unterbrochene, allmahlig aber aufeine stätige oder ununterbrochene Zcitfolge deutet. Wasnach unss nach geschieht, das geschieht (wie z. B. dieHerausgabe einer Zeitschrift) nicht auf einmahl,sondernin getrennten Zeitpunkten; was allmahlig geschieht, ge-schieht zwar in ununterbrochener Zeitfolge, aberunmerk-lich oder in langsamen Fortschritten, wie z. B. dasFortrücken des Stundenzeigers oder eines schwerbelade-nen Wagens. Von beiden ist allgemach unterschieden,mit welchem der Begriff: ohne Anstrengung oder mitGemächlichkeit, verbunden wird.
Peiipliren (spr. pöpliren), bevölkern.
Phaeton, ein Schirmwagen, d. i. ein Wagen, heraufden Seiten offen ist, und nur oben einen Schirm oderein Sonnendach hat.
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Phalanx, der Kern des Grichischen Fußvolkes. Man könn-te Heerkern dafür bilden.
Phänomen, Grichisch Phänomenen, das Sinnliche, inGegensatz des dabei zum Grunde liegenden Unsinnlichenoder eigentlichen Wesens (der a<n« ober Substanz); dieErscheinung. Kant hat auch den Ausdruck Sinnen-- wesen dafür gebraucht. Eigentlich sollten die WörterPhänomen und Erscheinung nur von Gegenständen desGesichts gebraucht werden; allein in der neuern Philo-sophie gelten sie-so viel als sinnlicher Gegenstand, oh-, ne Rücksicht auf den Sinn, von dem die Wahrnehmunggeschieht.
Phantasie, phantasiren, Phantasma , Phantast,phantastisch, Phantom. S. oben in F.
Pharmacie oder Pharmacevtic, die Kunst Arzeneienzuzubereiten; die Arzencibereitung^ oder Arzeneiberei-tungskunst, und als Theil der Arzcncikunst, die Heil-mittellehre.
Pharus , ein Leuchtethurm. Der Name ist von der InselPharos bei Alepandrien in Egypten entlehnt, welcheihres Leuchtethurms wegen berühmt war.
Philaleth, der Wahrheitsfreund.
Philalethie, die Wahrheitsliebe.
Philanthrop, der Menschenfreund.
Philanthropie, die Menschenliebe, Menschenfreund-lichkeit.
Philanthropin, sollte, nach Basedow's Meinung, nichtbloß eine menschenfreundliche, sondern vornehmlich aucheine solche Erziehungsanstalt bedeuten, „in welcher dieKinder auf eine der menschlichen Natur gemäßere Wei-se behandelt, und besser, als bisher, für die Bestim-mung des Menschen ausgebildet würden." Man sieht,daß diese Bedeutung dem Worte Philanthropin, auchwenn man, wie Semlcr rieth, es in Philanthro-pium verwandelt- hätte, nur durch einen willkührlichcnMachtspruch angezwungen werden konnte. Da es jetzt,so viel ich weiß, keine sogenannte Philantrovine mehrgibt, so bedürfen wir auch keiner Deutschen Benennungdafür. Wir können jetzt mit Erziehungs- oder Vil-dungsanstalt und mit Erziehungshaus überall ausrei-chen. Man könnte sonst Menschenschulc, in Gegensatzder lateinischen und der gelehrten Schulen, dafür vor-schlagen.
Philanthropisch, menfchenliebend, menschenfreundlich.Philautie ober Philavtie, die Eigenliebe und die Selbst-liebe. Diese beiden Deutschen Wörter bezeichnen abernicht einen und ebendenselben Begriff. Selbstliebe(amourdesoi meine) ist die erlaubte, von den Pflich-ten gegen andere gehörig beschränkte Neigung zur Glück-seligkeit ; Eigenliebe hingegen druckt entweder die unbe-schränkte, durch Gerechtigkeit und Menschenliebe nichtgemäßigte Selbstliebe (F^oismns), oder die übertrie-bene Meinung von sich und seinen eingebildeten Vollkom-U Z menhei-