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2 (1808) F - Z
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Peru

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- Pers

Pers

verursacht. Sind wir in dem Fasse dieser höchsten! Noch,oder hat jemand einen bequemern Ausdruck dafür inVorschlag zu bringen? Kant hat, seitdem ich diesesfragte, verpersönlichen wirklich gebraucht: ,,Der Aus-druck, der beide (die Tugend und das Laster) verper-sönlichet." Hcpnatz glaubt, daß sich persönlichen, oh-ne die Vorsilbe v er, dafür sagen lasse; ich kann aberdie Aehnlichkcit, die dieses rechtfertigen könnte, nichtfinden. K lo p sto ck hat (in den Gram. Gesprächen)für personiürirte Gedankenwefcn Schattenpersoncngesagt.

Personnage (spr. Personnage); wird für Person nurspottweise, oder mit Verachtung gebraucht, z. B. dieserMann ist eine seltsame Personnage. Wir können We-sen, Art von Menschen, Menschengestalt, Ausgabevon Menschen u. dergl. dafür sagen.

PersonneU, persönlich.

Personneilement (spr. personncll'mang), persönlich, inPerson.

Perspectiv, ein Fernrohr, Sehrohr.

Perspective. Je nachdem wir einen Gegenstand aus die-sem oder jenem Gesichtspunkte und in dieser oder jenerFerne betrachten, erscheint er uns in einer mehr oderweniger veränderten Form, Gestalt und Größe. Derje-nige Theil der Lichtlehre (Optio), welcher die Gesetzeentwickelt, nach welchen diese Veränderungen erfolgen,wird die Perspective genannt. Burj a hat diese, denZeichnern unentbehrliche Wissenschaft die Scheinlehregenannt; allein da nicht jeder Schein, sondern pur der-jenige, welcher durch Entfernung entsteht, der Gegen-stand ^dieser Wissenschaft ist , so wäre eine Benennungfür sie zu wünschen, wodurch diese nähere Bestimmungzugleich mit angedeutet würde. Ich schlage Fernschein-lehre dafür vor. Der Zeichner hat gegen die Fernschcin-lehre, oder gegen die Gesetze der Fcrnscheinlehre gesün-digct. Die Regeln der Fernscheinlehre sind in dieser Zeich-nung genau beobachtet. Die Benennung Schaukunsi,welche Gryphins für die Perspective einführenwollte, ist dieser Wissenschaft minder angemessen; denndadurch würde nur eine Kunst zu schauen bezeichnet wer-den; die Perspective aber lehrt die Kunst, Gegenständeso darzustellen, wie sie in einer gegebenen Entfernungund aus einem gegebenen Winkel betrachtet, uns insAuge fallen. Da dieses nun selten die wahre Größe unddie wahre Form oder Gestalt der Dinge, sondern inden meisten Fällen nur diejenige ist, in welcher sie unsdurch einen Augenbctrug (saliaria optica) erscheinen:so kann die Wissenschaft, welche die Gesetze und Regelndieser Darstcllungsart lehrt, zwar wol eine Scheinleh-re, und zwar eine FeMscheinlehre, aber nicht eineSchaukunsi genannt werden. Nun wird aber dasWort Perspective nicht bloß als eine Benennung jenerWissenschaft, sondern oft auch zur Bezeichnung ihresGegenstandes, d. t, des durch Entfernung bewirkten

Scheins, gebraucht. Wir bedürfen daher noch einer an-dern Verdeutschung, um auch diese gegenständliche Be-deutung des Worts in unsere Sprache zu verpflanzen;und dazu schlage ich Fcrnschein vor. Bemerken Sie,könnte man sagen, den schönen Fernschein auf diesemBilde; und, der Fernschein erlaubte nicht die Gegen-stände des Hintergrundes in ein helleres Licht zu stellen.Dieser Ausdruck gewährt zugleich den Vortheil, daß sichein Beckegungswort (Adjectivum) für perspecti-visch, nämlich scrnscheinig, davon ableiten läßt. Diefernscheinige Darstellung; eine fcrnschcinige Zeichnung.Ehe ich diese Ausdrücke gefunden hatte, glaubte ich dieWörter anschaulich und Anschaulichkeit zum Musternehmen zu müssen, um für perspectivisch fernschau-lich, für Perspective Fernsthaulichkeit danach zu bil-den. Auch jetzt noch scheinen mir diese Wörter, mit Aus-nahme ihrer Härte, untadelhaft, ja sogar in gewisserHinsicht besser, als die fremden Wörter perspecti-viscli und Perspective zu sein. Ihre erste Silbe, fern,ist nämlich bezeichnender, als die des fremden Worts,per, weil der perspeelivifche Gegenstand nicht durch-geschaut, sondern fern oder von fern geschaut wird.Für perspectivische Zeichnung oder Darstellung habe ichschon ehemahls die Zusammensetzung Fernzeichnung und^erndarsiellung vorgeschlagen; Ausdrücke, welche mirauch jetzt noch unverwerflich zu sein scheinen.

Perspectivisch. S. Perspective.

Perspicuitat j die Deutlichkeit, Verständlichkeit.

Persuadiren, überreden, bereden.

Persuasioil, die Ueberredung. Persuasio dolosa, dielistige oder arglistige Ueberredung.

Persuasoria, Ueberredungsgründe oder Ueberredunijs-mittel.

Perterriren, erschrecken.

Pertinent, treffend, z. B. eine solche Antwort; eigent-lich eine zur Sache gehörige.

Pertinentien, der Zubehör oder die Zubehörde; alleswas zu einer Sache mit gehört, dum pertinentiis,mit Zubehör oder Zubehörde. Ein Pertinenzstück istein zugehöriges.

Pertiirbation, die Unruhe, Verwirrung.

Permrbiren, beunruhigen, in Unruhe oder Schreckensetzen. Perturbirt, beunruhiget > bestürzt, verstört.

PernssUS (spr. Perücke). A d. sagt: >,In dem Zeitalterder Schwäbischen Kaiser, wo man in Deutschland schollPerrüken trug, nannte man sie Haarhaube. Einigeübertriebene Puristen in der Sprache (Sprachreiniger,oder wenn verächtlich von ihnen gesprochen werden soll,Reindünkler, wie. Leibnitz sie nannte) haben denFranz. Namen auszumärzen gesucht, und dafür Haar-i mutze angeralhcn, womit sie aber weidlich (sollte hei-ßen: unbilliger Weise) verlacht worden (sind)." WerVorschlage zur Reinigung und Berichtigung der Spra-u a che