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2 (1808) F - Z
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ununterbrochen zusammenbleiben will, daß ihre Sitzungununterbrochen fortdauern soll.

Permeabilität; in der Naturlehre, dieDurchdringlichkcit.Permission, die Erlaubniß, Vergünstigung.Permittircn, erlauben, gestatten.

Permutation, die Umtauschung, der Umtausch.Perrnutiren, umtauschen.

Pernegiren, gänzlich laugnen.

Pernicios, verderblich.

Pernoctiren, übernachten.

Peroriren, eine Schulrede halten.

Perpendiculair, senkrecht. Im gemeinen Leben wirdauch lothrecht dafür gebraucht, allein dem Meßkünsiler' sind beide kcincsweges einerlei. Was lothrecht ist, istzwar gegen die Erdfläche senkrecht, aber das Senkrech-te ist nicht immer lothrecht; z. B. ein in die Wand ge-schlagener Nagel ist gegen diese senkrecht, aber deswe-gen nicht lothrecht. Senkrecht ist eine Linie oder Fla-che, die mit einer andern Linie oder Flache rechte Win-kel macht.

Perpendikel, I. die Scnklinie, oder senkrechte Linie;2. die Unruhe, an der Uhr. In Allgemeinen (S. Pen-del) , das Schwing- oder Schwunggewicht.Perpetuell oder perpetuirlich, immerwährend, unun-terbrochen.

Perpetuum mobile, eine bisher umsonst gesuchte Be-wegkraft, welche die angefangene Bewegung, ohne äu-ßere Mithülfe einer andern Kraft, ohne Ende ununter-brochen fortsetzen würde. Man könnte ein solches Trieb-werk, wenn es dergleichen gäbe, den ewigen Selbstbe-wcger nennen. In perpetuum , fur immer.

Perplex, betreten, bestürzt, verblüfft. Letztes habenBode und Wi elan d aus der N. D. Sprech-art indie Schriftsprache verpflanzt. Es ist aus verbclücht(verbeleuchtet, durch zu vieles Licht geblendet) entstan-den, und antwortet daher eigentlich dem Franz, ebloui.S. dieses.

Per procurationem, durch einen Bevollmächtigten,oder Stellvertreter.

Per 8aIdo, in der Kaufmannssprache, für Ueberschußoder Ueberrest, der nach abgeschlossener Rechnung demeinen oder dem andern Theile noch gute kömmt undihm im baaren Gelde ausgezahlt, oder auf der neuenRechnung gut geschrieben werden muß. Wenn z.B. daSSoll (daS Empfangene oder die Schuld) dessen, demdie Rechnung ausgefertiget wird, i«oo Rthlr., hinge-gen, sein Haben (seine Foderung) 1050 Rlhlr. beträgt;so wird unter jenes (damit es diesem glcichwcrde) nochgesetzt: pr. §aldo> 50 Rthlr.; d. h. er soll noch50 Rthlr. als Ueberschuß dessen erhalten, was er selbstvon dem Rechnungsaussteller zu fodern hat.

Per 86, 1. im gemeinen Leben, für sich und von selbst,z. B. i» den R. st. das versieht sich von selbst, das ist

eine Sache für sich. 2. In der philosophischen Schul«spräche, an sich; z. B. der Raum ist an sich nichts.

Persecution^ die Verfolgung.

Persequiren, verfolgen, auch belangen.

Per8ico, ein mit Pfirsichsaft abgezogener Brantewein;also Psirsichbrantewein.

Persifllage X spr. Pcrsifflage). Oft werden die allgemei-ner» Wörter Spott und Verspottung dafür hinreichendsein, ungeachtet diese den Nebcnbegriff^ daß der Spottunter verstelltem Lobe erscheint, nicht mit ausdrucken.Wenn man diesen Ncbenbegriff mit Kant (welcher diePersifllage darein setzt, daßdas Gegentheil des Bei-fallswürdigcn mir scheinbaren Lobsprüchen erhoben wird)für wesentlich hält: so muß man Spottlob dafür sagen.Ich glaube indeß, daß es dieses neuen. Ausdrucks nichtbedarf, weil die bekannten Wörter Hohnneckerei undAufzieherei den Begriff hinlänglich zu bezeichnen schei-nen. S. Persiflliren.

Persiflliren. Unser auspfeifen sagt zwar buchstäblich, abernicht dem Gebrauche nach, dasselbe. Jenes deutet aufeine feine, dieses auf eine gröbere, wenigstens derbereVerspottung. Aufziehen und hohnneckeil scheinen pas-sender zu sein.

Per3i8tiren, auf etwas bestehen. "

Person,, ist zwar aus dem Sät. Perfeo'iiä gebildet, aberschon längst so allgemein, selbst in der Volkssprache, ge-bräuchlich, daß wir es, trotz seiner undeutschen Beto-nung, wol für eingebürgert halten Müssen. Personainfamis, eine ehrlose; miserabilis, eine Mitleids-würdige, bedrängte; suspecta, eine verdächtige spublica, eine öffentliche Person, ein Staatsbeamter.

Personale, das, die Personenzahl) aus welcher'eineFamilie, ein Hofstaat u. s. w. besteht. Man sagt z. B.das Personale dieses Hofstaats belauft sich auf hin-dert, d. i. man zahlt im allem hundert Personen bcrdemselben. '

Personalien, in der Kirchenfprache^ ein Theil der Lei-chenrede, die besondern Lebensumstande des Verstirbe-nen. Sonst auch Persönlichkeiten. ^

Personalität, die Persönlichkeit. Unter derrnoraliräbenPersönalitiit der sittlichen Persönlichkeit ver-steht Kantdie Freiheit eines vernünftigen Wesens'un-ker dem Sittcngesetze;" und unter der psyeholdgi-scben der Seelen« oder Geistespersönlichkeit,dasVermöge», sich in den verschiedenen Zustanden bewußtzu sein, daß man immer derselbe sei."

Personaliter, persönlich, in eigener Person.

Personification, die Personendichtung.

Personificiren. Die Aehnlichkeitsregel würde zwar ge-statten, für dieses fremde Wort verpersönlichen, oderauch verpersoncn, zu sagen: allein nur die höchste Nothkönnte den Uebelklang entschuldigen, den die Verbin-dung der beiden gleichausgehenden Silben oer und per

verur-