Patr
Pecu
Peda
Peli
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schönen Wissenschaften gebilliget und von einigen Schrift-stellern angenommen worden ist.
Patrolliren, die Runde gehn oder reiten. Für patrol-liren lassen, kann man auch Strcifwachen ausschickensagen.
Patron, i.Herr, Gönner, Beschützer; v.inderSchis-fahrt, Schiffsherr; nach Roth's gemeinnützigem Le-xikon auch der Steuermann. 3. In der Römischen Kir-,chc, ein Schutzheiliger. 4. Im Kirchenrechte derjenige,dem es zukommt, eine Pfarre zu vergeben. In dieserBedeutung könnte man Kirchenherr, so wie Herrenpfar-re für Patronatpfarre, und Pfarrbesetzungsrecht fürPa-tronatrecht, sagen. Für letztes sind aber auch schondie Ausdrücke Kirchenlehen oder Pfarrlehen und Kir-chensatz gebräuchlich. S. Ad. Patronus caussae, einAnwalt, rechtlicher Beistand.
Pause. Wenn man dieses Wort nicht für eingebürgerthalten will, so kann man Stillstand oderZwischcnstilledafür sagen. Eschenburg schlügt Ruhepunkt undEinhalt dafür vor.
Pausiren, einhalten, eine Zwischcnstillc beobachten.
Pauvre (spr. Power), arm. In der Umgangssprache ei-niger Gegenden wird es auch für krank und elend ge-hört. Ich war gestern sehr pauvre, sagt man, wennman zu erkennen geben will, daß man sich sehr übelbefunden habe.
Pauvre - lionteux (spr. Power hongtöh), ein verschäm-ter oder ehrliebender Armer, ein Armer von Ehrgefühl.Im £>. D. hat man auch geschämig für lionteux, wel-ches ich aber zur Aufnahme in die allgemeine Schrift-sprache keinesweges empfehlen möchte.
Pauvretä (spr. Powerteh), die Armuth und die Armse-ligkeit.
Pavillon (spr. Pawilljong), 1. ein Zelthaus oder Zelt-dach , wenn nämlich eine bloße zeltmaßig geformte Vcr-dachung damit gemeint wird. 2. Ein Lusthaus, Lust-hauschen, Gartenhauschen, oder Sommerhauschen.Es werden aber auch 3. bei großen Pallastcn diejenigenkleinern Anhängsel oder Flügel, welche eine zeltmaßigeVerdachung haben, Pavillons genannt, und da schei-nen die Benennungen: Nebengebäude, Seitengebäudeund Seitenflügel, welche Kind erli ng dafür angesetzthat, zu allgemein und unbestimmt zu sein. Zeltdach,welches Jacobsohn (im Technol. Wörterbuche) da-für angibt, bezeichnet nur die Verdachung eines solchenAngebaudcs, nicht das Gebäude selbst. Eher würdeZelt-flügel mir dem Begriffe angemessen scheinen.
Pecciren, sich vergehen, fehlen, sündigen.
Pectorale, I. ein Brustmittel, eine Brust - arzenei; 2.in der Röm. Kirche, ein Brustbild des Priesters.
Peculat, Lat. Peculatus, Diebstahl an öffentlichen Gel-dern oder Gemeingute begangen; Kassendiebstahl.
Peculium, ein besonderes Eigenthum, woran diejenigen,welche andere Dinge mit uns zugleich besitzen, keinen
Theil haben. Ich habe Sondergut dafür gefunden.Eigengut habe ich zwar oben für^.llodium vorgeschla-gen, allein es kann auch füglich für Peculium ge-braucht werden.
Pedal, der Jnbegriffdcr unter dem Manual der Orgel an-gebrachten Trittbrettchcn für den tiefstem Baß, mit denFüßen zu treten. Ad. hat Fußclavier dafür; alleinOlavier ist selbst undeutfch, und beleidiget unsere Sprach-ahnlichkeit durch die betonte Ableitungssilbe. R eß hatFußspiel dafür vorgeschlagen, so wie Handspiel fürManual. S. Beitrage zur weitern Ausb. der Deut-schen Sprache V. 62. Die Trittbrettchcn oder Tritt-hölzer dürfte vielleicht, bezeichnender sein.
Pedant; wir hatten bisher nur den Ausdruck Schulfuchsdafür, der, wenn er von Schule hergeleitet wird, nichtüberall paßt, sondern nur dann erst einer allgemcinernBedeutung fähig ist, wenn man ihn mit Richep (S.dessen Idiotikon) von schulen, lauern oder lauschen, ab-stammen läßt. Ich selbst habe irgendwo Steifling da-für zu sagen versucht, weil Steifheit die allgemeinsteEigenschaft aller Pedanten ist: „Nur daß du, bei demBemühen, den Zwang und die Unbicgsamkeit des un-belebten Steiflings zu vermeiden, nicht in den entge-gengesetzten Fehler eines windigen Wesens und dcrFran-zösclnden Unverschämtheit fallest." Theophrvn.
Pedanterei, Schulfüchserei, Schulsteifheit. Oft istSteifheit schlechtweg hinlänglich dafür, so wie steif fürpedantisch. Ad. scheint dieses Steifheit nicht zu ken-nen ; wenigstens hat er nur Steistgkelt aufgenommen.Gleichwol ist jenes nicht nur auch gebräuchlich, sondernauch besser als dieses. Denn da wir nicht steiflg, son-dern steif sagen, so muß auch das davon abgeleiteteSachwort, nicht die Steisigkeit, sondern die Steifheitlauten. Dieses haben auch unsere besten Schriftstellerjenem vorgezogen: „Es war keine Spur von Steifheit,noch von leerem Eeremoniell (Gebrauchszwange) zu be-merken." Göthe. ;
Pedantisch, schulfüchsisch, steif. Trapp hat schulsteifdafür gesagt: „Diese schulsteifen Vertheidiger des u.s.w."
Pedell, eine Art von Gerichtsdienern auf hohen Schulen.Auch bei den Kammern und andern Landesstellen hatman Diener, welche jenen Namen führen.
Peine (spr. Pane), Mühe, Verlegenheit, Bekümmcr-niß, Noth. En peine sein, heißt, in Verlegenheitsein, in Sorge stehen.
Pejeriren, falsch schwören, einen Meineid begehen.
Pejoriren, verschlimmern, und zwar in beiden Bedeu-tungen, für schlechter werden und schlechter machen.In Schmids Geschichte der Deutschen wird abwür-digen für die thätige Bedeutung gebraucht: „Das Al-ter, welches andere Dinge abwürdiget."
P6le-mele (spr. päle mahl'), bund durch einander.
Pelican, die Kropfgans.
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