Pate
Patr
Patr
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tiget wird , gewisse Vortheile, Vorzüge oder Vorrechtezugesichert werden. Man kann daher bald Bestallung,bald Freibrief, bald Bevorrechtigungsschreiben dafürsagen, jcnachdem die Sache iß, die durch ein solchesSchreiben verliehen wird. In Bezug auf Englische Waa-ren bedeutet patent soviel als privilegirt, aufDeutsch,bevorrechtiget, z. B. Patentstrümpfe, Patentknöpfe,u. s. w. d. i. Strümpfe, Knöpfe u. s. w. die wahrendeiner gewissen Reihe von Jahren kein anderer nachma-chen und verkaufen darf.
Pater, Vater, ein Ehrenname der Mönche; in der Mehr-zahl Patres, Vater, oder Kirchenvater.
Pntsrnität, die Vaterschaft, der Vaterstand oder dieVaterwürde. .
Paternoster, i. das Vaterunser oder Unservater; 2. derRosenkranz der Römischkatholischcn, ein aus aufgerei-heten Kugeln oder Korallen bestehender Kranz, der dieZahl der täglich herzusagenden Gebete bezeichnet.
Pathetisch, nachdrücklich, feierlich, würdevoll. S.Pathos.
Pathognomic, die Krankheitszeichenlehre, oder die Leh-re von den Zeichen der Krankheiten und der richtigen Be-urtheilung derselben.
Patholog, der KrankHeitslcHrer oder Krankheitskenner«
Pathologie, die KrankHeitsleHre, oder die Lehre vonden Krankheiten und deren richtiger Beurtheilung.
Pathologisch, 1. in der Arzeneikunst, zur KrankHeits-lehre gehörig; 2. in der Philosophie, durch sinnlicheAntriebe, thierisch sinnlich. „Die thierische Willkührwird pathologisch (durch sinnliche Antriebe) bestimmt."Kant.
Pathos. Dieses Grichische Wort bedeutet zwar in Allge-meinen Leidenschaft; allein in der Sprache der schönenKünste wird es für den Ausdruck großer und erhabenerLeidenschaften genommen. Man kann daher, wenig-stens oft, leidenschaftliche Erhabenheit dafür sagen. Imgemeinen Leben wird es oft für Feierlichkeit, feierlicheWurde oder Erhabenheit überhaupt genommen.
Patience (spr. Paßiaugß'), die Geduld. Patience parforce, erzwungene Geduld.
Patient, der Kranke.
Patientiren, sich, sich gedulden.
Patins fspr. Patängs), Pantosselschuhe oder lleberzieh-schuhc, kürzer und besser, Uebcrschuhe, so wie wir lle-berrock, nicht Ueberziehrock sagen.
Patriarch, 1. ein Erzvater; 2. ein «Oberbischof in derMorgenlandischen Kirche.
Patriarchalisch, erzväterlich, z.B. eine solche Lebensart.
Patriarchalfircbe, eine Hauptkirche, dergleichen zu Romfünfe jenen Namen führen.
Patrice (spr. Patrieß') in der Schriftgießerei, der Stem-pel , durch dessen Abdruck die Schriftmutter (Matrice)entsteht. Man könnte dafür, in Gegensatz mit dieser,
Schriftvater sagen, wenn nicht Stempel schon gebräuch-lich wäre.
Patrieiat, der Bürger-adel oder Stadt-adel.
Patricius, ein Edelbürger. Kinder! ing.. Sonst auchein Stadt-adeliger, einStadtpmker. In O.D. Reichs-städten ist die Benennung Geschlechter üblich.Patrimonialgüter, Erbgüter.
Patrimonium, das Erbe oder Erbgut, Erbtheil.
Patriot, ein Vaterlandsfreund. Rüdiger hat Va-terländer und Vaterländerinn (für Patriotinn) versucht,und Affsprung merkt zu dieser Verdeutschung an,daß sie in Holland schon gebräuchlich sei. Die Einfüh-rung derselben wird in der Jen. Allgem. Literaturzei-tung gewünscht. Meine Stimme kann ich dazu nichtgeben. Denn so wie Jrländer, Engländer, Schott-länder u. s. w. nicht einen Freund Irlands, Englandsund Schottlands, sondern nur einen solchen bezeichnen,der in Irland, England u. s. w. gebohren ist: so wür-de auch Vaterländer, nicht einen Freund des Vaterlan-des bedeuten, sondern nur einen, der im Vaterlandegebohren ist. Daß aber jeder nirgend anders als in sei-nem Vaterlande gebohren wird, versteht sich so sehr vonselbst, daß es lächerlich sein würde, es zu sagen. Hey-natz glaubt (im Antibarb.), der erste gewesen zu sein,der Vaterlandsfreund und vaterländisch für Patriot undpatriotisch vorgeschlagen habe. Dem neuern Sprach-gebrauchc nach wird Patriot für Democrat gebraucht,und muß also, wenn es in diesem Sinne genommen wird,durch Volkssreund oder Dolksmann übersetzt werden.
Patriotisch, vaterländisch, staatsbürgerlich (in Gegen-satz mit weltbürgerlich, cosmopolitisch), oft auchbürgerlich schlechtweg; z.B. seine bürgerliche Gesinnung.„Das wäre kein staatsbürgerlicher und kein menschen-freundlicher Rath." Theophron. Vaterländisch, fürpatriotisch, ist schon in dem Kaiserlich. Ratifications-decrete, den Reichsfriedcn betreffend, vom 9ten Jul.179L. angenommen worden. Auch Affsprung Hat'es in seinen Briefen über die Schweiz.
Patriotismus, die Vaterlandsliebe. R ü d i g e r Hat Va-tcrländerei dafür versucht. Allein dergleichen Wörterin ei (wie Kinderei, Spielerei, Rederei) pflegen miteinem tadelnden Nebcnbegriffe verbunden zu fein. Da«tcrländerei würde also nur für falschen Patriotismuspassen. Oft kann man Bürgersinn dafür sagen.
Patrisiren, dem Vater nach - arten, oder nachschlagen,ähnlich werden.
Patrocinium, der Schuß, der rechtliche Beistand oderRechtsbeistand.
Patrolle, auch Pandarolle, verzerrt aus dem Franz.Banderole, die Schnüre und Ouäste an den Trompe-ten, also die Trompetenschnur.
Patrolle, Franz. Patrouille, die Runde. Ich habe auchStreifwache dafür versucht, welches in der Bibl. der
schönen