Pane
Pane
Pant
Pana
aufgeklarten Menschen auch der Glaube an Wunder-ärzteund Wunder-arzeneien verschwunden. Kinderling hatAllheil, nach dem Englischen Alheal, dafür vorgeschla-gen. „Abfuhren und Aderlässen, könnte man sagen, die-ses Allhcil schlechter Aerzte.^ Allgemeines Genesungs-mittel oder Wundermittel sind aber deutlicher.
Panach’ (spr. Panasche) der Helmbusch.
Panade, in der Kochkunst, Brotsuppe. Suppe kann füreingebürgert gelten.
Panaricium, ein Fingcrgeschwür, oder Nagelgeschwür,weil es sich unter dem Nagel, zuweilen aber auch aneiner andern Stelle, ansetzt; im gemeinen Leben, derWurm am oder im Finger; in N. D. der Taal, auchwolderAak, von dem veralteten Zeitworte äken, schwä-ren und schmerzen, welches sich noch im Englischen, toake, erhalten hat. In einigen Gegenden 9 f. D. sagtman auch der Aal. Dieses Aal ist vermuthlich das Alt-flämische Adel, eine Schwiele und, dem Theutonista(Cöln 1477) zufolge, ein Geschwür. Rcß hält dasN. D. Taal für verwandt mit dem Grichischcn rccXaox,TxXctg, ein geplagter, gequälter Mensch. S. Beiträ-ge zur weitem Ausbildung der Deutschen Sprache.V. 61.
Panchant (spr. Pangschang), der Hang, die Neigung.
Pancratium, 1. der Allkampf, wobei die fünf Kampf-arten der Alten — das Laufen, Springen, Fechten,Ringen und Werfen ■— zugleich geübt wurden ; 2. einWeltkampf aus allen Kräften, wobei kein Mittel, denSieg zu erringen, unversucht bleibt. Wir pflegen einKampf oder Wettkampf auf Leben und Tod dafür zusagen.
Pandämoniutn, der allgemeine Geister - oder Halbgöt-tertcmpel.
Pandecten , der Inbegriff des Römischen Rechts, eineSammlung von Aussprüchen Römischer Nechtsgclehrtcn,welchen Justinianus Gesetzeskraft gab.
Paneel oder Paneelwerk/ ein Deutsches Wort mit un-deutscher Betonung/ wofür Adclung Tafelwerk em-pfiehlt. Allein diesem sowol als auch dem gleichbedeu-tenden Getäfel, fehlt die dem Worte Paneel zukom-mende genauere Bestimmung, vermöge welcher nicht je-des Getäfel, sondern nur ein solches darunter verstan-den wird, welches den Fußboden berührt, und von daan höchstens bis an die Fenster reicht. Also lieber Fuß-getäfel, und damit dieses nicht etwa mit Fußboden ver-wechselt werde, das Fußgetäfel der Wände.
Panegyricus , eine Lobrede, oder Ehrcnrede. Den letz-ten Ausdruck schlug ich besonders für solche Falle vor,wo man die Absicht zu loben, nicht geradezu anerken-nen mag. Stutz hat dasselbe, ohne Erinnerung, an-genommen ; auch Ca te l.
Panegyrisch, lobpreisend.
Penegyrist, ein Lobredncr.
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Panegyristisch, lobrednerisch, z. B. ein solcher Ge-schichtsschreiber.
Paniren, in der Kochkunst, mit einer Rinde von geriebenemBrote versehen. Man könnte bebroten dafür sagen.
Panisbrnf, ein Brotbrief, bestimmter, ein Bersorgungs-schreibcn, womit die Deutschen Kaiser einem Kloster oderStiffte eine weltliche Person zu lebenslänglicher Ver-sorgung zuschicken dürfen. Die Erthcilung einer solchenAnweisung gehört zu den Vorrechten des DeutschenKaisers.
Panischer Schrecken , ein blinder Lernt, ein blinderSchrecken; vielleicht auch Flugschrecken (wie Flugschrift,Flugsand u. s. f.), weil er schnell ein ganzes Heer, ei-nen ganzen Drt, ein ganzes Land durchstiegt.
Päntalon (spr. Pangtalong ), 1. ein Beinkleid, welchesbis an die Füße reicht, also auch die Stelle der Strüm-pfe vertritt •—• Strumpfhosen; 2. ein Gaukler, Pos-senreißer, Hanswurst; 3. in der Tonkunst, „ein kla-vier-artiges großes Instrument, mit Klöppeln, wie einHackebrett gespielt, und von dem Erfinder P a n t a l e 0 nHebenstreir benannt." Eschenburg.
Pautalonnade, ein Possenspiel.
Pantera, ein Vogelnetz mit Spiegeln; also ein Spie-gelnefi.
Pantheon, ein Tempel in Rom, ursprünglich allen Göt-tern, in Folge aber von den Päpsten allen Heiligengeweihet. Man könnte, wenigstens in scherzender Rede,Allgottstempel dafür sagen, so wie man Allmanns-freund , für Freund aller Menschen, zu sagen pflegt. Demneuern Sprachgebrauche zufolge, denkt man bei Pan-theon, z. B. bei dem in Paris, weder an Götter, nochan Heilige, sondern an große Männer, deren Andenkendarin geehrt werden soll. In diesem Sinne genommen,könnte es durch Tempel der Unsterblichen, oder auch durchEhrentempel verdeutscht werden.
Pantheismus, die Meinung, daß das Ganze oder dasWelt-all die Gottheit selbst sei. Man könnte vielleichtder Weltgottglaube, d. i. der Glaube an einen Welt-gott, der die Welk ist, dafür sagen.
Panrheist, einer der Gott und Welt für eins hält; einWeltgottgläubiger.
Paiitograph,, der Storchschnabel, ein Werkzeug zumNachzeichnen und Verkleinern der Risse.
Pantomerer, in-der Größenlehre. Dis Wort bedeuteteigentlich einen Allmeffer; man versteht aber einen Win-kelmesser darunter, womit man alle Arten von Win-keln messen kann.
Pantomime, die Geberdensprache oder das Geberdenspiel.
Panromimic, dieKuust der Geberdensprache oder desGe-berdenspiels; die Geberdenkunde.
Pantomimisck, kann durch Zusammensetzungen mit Ge-berde umgangen werden. So können wir z. B. Gebet-den-ausdruck, Geberdenspiel für pantomimischer Aus-druck, pantomimisches Spiel, sagen.
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