Pala
Pali
Pali
Pana
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durch Hofritter übersetzen zu müssen. Im Französischenwird es nur noch für Abenteurer gebraucht. S. dasDictionaire de l’Academie francoise.
Palais, Pallasi, Schloß. Der Nebenbegriff des befe-stiglcn, welcher ursprünglich mit dem letzten verbundenwurde, hat sich aus dem Sprachgebrauche größtcntheilSverloren.
Palain^nin (spr. Palankäng), ein Tragesessel.
Palatine , eine schmale Hals - und Brustbedeckung derFrauenzimmer, gewöhnlich von Pelzwerk; daher CatelPelzkragen dafür angesetzt hat. Der Name wurde vonder sogenannten Primasse Palatine, der Tochter desPfalzgrafen Eduard, am Französischen Hofe, entlehnt.
Palatinus, ein Pfalzgraf.
Palette, das Farbenbrett, dessen sich die Mahler bei ih-ren Arbeiten bedienen. Mahlerschcibe, welches K in-ter ling dafür angesetzt hak, ist theils nicht so deutlich,theils nicht so üblich als jenes. A d. hat weder jenen,noch diesen Deutschen Ausdruck oder irgend einen anderndabei angeführt, sondern auch hier, wie oft, sich be-gnügt, das Franz. Wort, als eiu Dcutfches, inReiheund Glied zu stellen, bloß mit der Anzeige: aus demFranz. Palette. Warum aus? Es ist ja das Franzö-sische Wort selbst.
Palimbaehins, in der Vcrskunst, ein sogenannter Fuß,der aus zwei langen und einer kurzen Silbe besteht. I,Löwe hat Schwerfall dafür verfucht.
Palingenesie, die Wiedergeburt, die Wiedcr-erzcugung,die Wiederherstellung.
.Palinodie, der Widerruf. Eschen bürg wandte zwargegen diese, nicht neue Verdeutschung ein: „daß sie zuallgemein fei, da das Grichische Wort nur von Gedich-ten gebraucht, zuweilen auch für Parodie gesetzt wer-de, in sofern man unter dieser nur Umänderung desJn-halts, ohne Veränderung des Charakters oder der Ma-nier, verstehe. Allein ich glaubte dagegen erinnern zumüssen, daß das Wort Palinodie den engern Begriffseiner Abstammung schon zu Cicero's Zeiten nichtmehr gehabt, sondern in der allgcmeincrn Bedeutungdes Wiederrufs genommen worden sei. — Palinodiasubturpicula milii videbatur —; und daß Palino-die für Parodie genommen, wol nur Mißgriff, nieanerkannter Sprachgebrauch gewesen sei.
Palinodiren, wiederrufen, zurücknehmen.
Palisadiren ober rcrpalisadiren, 1. in eigentlicher Be-deutung , mit Schanzpfahlen versehen, verwahren, be-festigen; 2. uneigentlich, verwahren. Auch das Deut-sche Wort verpfahlen kann oft, und zwar in beidenFällen, dafür gebraucht werden. Er verpsählte sich ge-gen meine Einwürfe durch eine Menge von Spitzsindig-keitcn, hinter welchen er sich zu verbergen suchte.
Palissade, wofür man im Deutschen gewöhnlich Palli-sade hören läßt, 1. ein Schanzpfahl. Ich habe auchden 'Ausdruck Spihpfahl dafür gebraucht, wobei ich
auf die zugespitzte Form solcher Pfähle sah. Aber we-der dieses, noch Fcstungspfahl oder Befestigungspfahl,welche Heynatz oft brauchbar stndet, verdienen derBenennung Schanzpfahl vorgezogen zu werden. 2. Einaus dergleichen Schanzpfählen bestehendes Pfahlwcrk.
Palladium, in der Fabcllchre, bekanntlich ein Bild derPallas, an welchem das Schicksal der Stadt Troja hing.Diese konnte nämlich nicht eher erobert werden, bisUlysses jenes Bild aus ihr entwendet hatte; also einSchnpbild. Uneigentlich wird jedes Schnphciligthum,und noch allgemeiner, eine Schuhmauer darunter ver-standen.
Palliativ; Besanftigungs - und Linderungsmittel, wel-che ich ehemahls dafür ansetzte, drucken den Begriff,den wir mit Palliativ verbinden, nicht völlig aus. Eswird ein Hinhaltungsmittel gemeint, wodurch das Uebelnicht gehoben, sondern nur in seinen Wirkungen aufge-halten oder gedämpft wird. Vielleicht ließe sich Frist-mittel dafür sagen.
Pallium ; eigentlich jeder Mantel ohne Unterschied; mawversteht aber nur den bischöstichen oder erzbischöstichenMantel darunter; also der Bischofsmantel.
Palpable (spr. palpabl); in den meisten Fällen könne»wir handgreiflich dafür sagen , z. B. eine handgreiflicheUnwahrheit, ein handgreiflicher Beweis. In ander»Fallen, wo dieses nicht paffen würde, kann man esdurch greifbar oder tastbar übersetzen, wie -wenn von.einer solchen Finsterniß, von solchen Dünsten, u. f. f.die Rede ist. S. Alpinger:
Gesteht, vor euren BlickenIst leider! noch greifbare Finsterniß.
Georg W i c c l, Luthers Zeitgenoß, hat auch grciflich.statt handgreiflich gesagt: „Welcher Jrrthumb kaun greif-licher sein." S. Tellers Abhandl. im II. B. der Bei-trage zur Deutschen Sprachkunde. — Zuweilen istauch fühlbar hinreichend dafür.
Palpitation, 1. das Klopfen, z. B. in dem Ausdrucke-Herzklopfen. 2. Das Zucken.
Palpitiren, schlagen, klopfen, zucken.
Pamphlet (spr. Pamflett), ein fliegendes Blatt, wofürman auch mit Einem Worte ein Flugblatt oder eineFlugschrift sagen kann. Man verbindet aber damit denNebenbegriff, wo nicht der Verächtlichkeit, doch derUnbcdeutsamkcit ; und kann daher auch Schriftchen oderFlugschriftchcn dafür sagen. ;
Panacee. Die Panacea der Fabcllchre war die Heilgöt-kinn, der man die Macht, alle Krankheiten zu heilen ,zutraute. Nach ihr wurde ein angeblich allgemein wir-kendes Arzneimittel Panacee genannt. Wir pflegen imDeutschen ein Wundermittel oder eine Wunder-arzneidafür zu sagen, weil nichts geringeres als Wundcrkraftdazugehören würde, wenn ein Mittel wider alle Krank-heiten helfen sollte. Mit dem Glauben an Wunder über-haupt — dem Erzeugnisse der Unwissenheit — ist untee
aufge-