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2 (1808) F - Z
Entstehung
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Ophi

Grau

Oppo

und nicht von Roß, dos Pferd, hergeleitet wird. An-dere rvvllen es Reißgelb, von reißen, zeichnen, mah-len, genannt wijsen, weil es von den Mahlern alsFarbe gebraucht wird.

Ophit, ein grüner Stein mit schwarzen Adern, auf Deutsch,der Schlangenstein.

Ophtalmie, die Augen-eutzündung.

Opiat, i. ein Schlaf- oder Einschläfcrungsmittcl, 2.Zahnlatwerge.

Opiuiatre (fpr. vpiniater), hartnäckig, eigensinnig, steif-siunig, steiflopfig.

Opiuiatrete (fvr. Oviniaterteh), die Hartnäckigkeit, derSteifsinn, die Steifröpfigkeit, auch die Köpstgkeitschlechtweg.

Opiniatriren (sich), sich steifen, sich auf etwas sicher,hartnäckig auf etwas bestehen, den Kopf auf etwassehen.

Opiiiicm, die Meinung.

Opium; Mohnsaft, welches andere, auch Ad., dafürangesetzt haben, ist nicht bestimmt genug. Man mußteMohnsaftsbar;, oder Mohnharz dafür sagen, weil dasOpium ein aus dem getrockneten Safte des morgcn-ländifchcn Mohns cutsiandcnes Gummi oder Harz sein soll.

Öppignorution, die Verpfändung.

Üppignoriren, verpfänden.

Opponens ober Opponent, in der Sprache der Hoch-schulen, der Bestreiter oder Gegner bei einem gelehrtenWortwechsel oder Schulkampfe (Disputation).

Opponiren, Einwendungen oder Einwürfe machen, denBestreiter abgeben. Sich opponiren, heißt, sich wi-dersetzen, auflehnen.

Oppose, das Gegentheil, das Entgegengesetzte oder derGegensatz.

Opposition, heißt iit Allgemeinen, theils die Entgegen-setzung, theils die Widersetzung, theils der Gegensatz,und der Widerstand. Es bedeutet aber auch im staatswis-senschaftlichcn Sinne insonderheit die Gegenpartei, oderalle diejenigen zusammengenommen, welche der herrschen-den Partei, oder der Regierung entgegenarbeiten; undhier könnte man daö Wort wol füglich durch Obstand(nicht Abstand, wie oben S. 40 unter Hasardiren durcheinen Druckfehler gelesen wird) verdeutschen. Er hatsich, könnte man sagen, zum Obstande geschlagen. Ersitztaufdcr Obstandsbank. Der Obstand wandte alle Kräftean u. s. w. Die Oppositionsseite also die Obstandsseite.Frisch, scheint das Wort Obstand gar nicht gekanntzuhaben; er hat nur Obstatt, welches er mit wenigerWahrscheinlichkeit von dem Lat. obstat , er widersetztsich, herleitet. Ad. hat beide; allein seine Beispielevon Obstand sind bloß vvn L essin g'e n entlehnt. Obdieser (indem ihm vielleicht Obstatt vorschwebte) Ob-stand zuerst gebildet habe, oder ob es vor ihm schonvorhanden war, kann ich jetzt noch «richt entscheiden.

Oppo

Dem sei indessen wie ihm wolle, so ist Obstaud ein gu-tes, sprach-ähnlich gebildetes Wort, und werth, für dasfrcm-bc Opposition in Umlauf zu kommen. So könn-te man denn auch füglich das unendlich lange undeut-sche Wort: Antiministerialpartei, durch Ministcr-obstand, oder besser, durch Obstandssettc verdeutschen,

Oppositionspartei, die Obstandssiite oder der Ob-stand. S. Opposition. Obstandspartei hat dic un-dcutsche Betonung des Worts Partei wider sich.

Oppositum, das Gegentheil, das Entgegengesetzte, derGegensatz. Inder Denklehrc(Cogic) unterscheid:-.mandic contrarie opposita von den contradictorie op-positis. Jene können mit einander bestehen (z.B. zweiAntriebe nach entgegengesetzter Richtung), diese nicht(z. B. ein in Bewegung gesetzter Körper, welcher nichtin Bewegung ist). Wir sönnen im Deutschen jene durchEntgegensißungeu oder entgegengesetzte Dinge, diesedurch Widersprüche oder widersprechende Dinge be-zeichnen.

Oppression, die Beklemmung und die Unterdrückung,

Opprimiren, unterdrücken.

Optativ, in der Sprachlehre, die Wunschweise. Sieist dem Indicativ und Conjunctiv entgegengesetzt. S.diese.

Optio , die Lichtlehre. Andere haben Sehekunst dafürangesetzt: allein da die Optio nicht die Kunst zu sehen,

\ sondern die Lehre von den Wirkungen des Lichkä aufunsere Augen, ist: so scheint die Benennung Lichtlehreden Vorzug zu verdienen. Die Untertheile dieser Wij-senschaft hat Burja in den Beiträgen zur DeutschenSorachkunde von der Berlinischen Aead. der Wissen-schaften folgendermaßen benannt: 1. die Lichtmessung,photometria, optica proprie sic dicta; 2. dieSpiegellehre, catoptrica; 3. die Durchstchtslehre,dioptrica; und 4. die Scheinlehre, perspectiva.

Optimismus, in den Vernunstwissenschasteu, die Leib-nitzische Lehre von der besten Welt. Optimist, ein Ver-theidiger dieser Lehre. ' .

Optisch. Dieses Bei- und Nebenwort kann durch Zu-sammensetzungen mit Seh (von sehen) und Augen um-gangen werden, indem wir z. B. Sehglaser oder Au-gengläser für optisebe Gläser, und Augenbettug oderAugentäuschung für optischen Betrug sagen können.

Opulent, sehr vermögend oder reich, und wenn derhöchste Grad ausgedruckt werden soll, überreich.

Opnlenz, der große Reichthum.

Opus, ein Werk.

Orakel, sowol der angebliche Ausspruch einer Gottheit,als auch derOrt, wo der Aberglaube dergleichen erwar-tet; also 1. der Götterspruch, und 2. der Ossenbah-rungsort.

Orange (spr. Orauggc), 1. als Frucht, eine Pomeran-ze; 2. als Farbe, pomeranzcngelb.

Oran-