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und ausser uns geben, und' z. B. von einer Welt inuns (einer subjecti ven) reden, welche der Welt außeruns (der objectiven) entgegensteht. Die letzte hatMit Hof die Außenwelt genannt:
Nur liegt der arme Geist, durch innres Weh
verdrossen,
Von aller Außenwelt vollkommen abgeschlossen.Das Gegentheil dieser Außenwelt hätte er die Jnnen-odcr Binnenwelt nennen können. Auch Lichtenbcrghat den Ausdruck Außenwelt gebraucht: „Wir habenvon de'> wahren Beschaffenheit der Außenwelt gar kei-nen Begriff." Den Ausdruck: objective Realität, IjatKant durch Ausführbarkeit verdeutscht: „Die Aus-führbarkeit (objective Realität) dieser Idee der Fö~deralität laßt sich darstellen." Diese Verdeutschung paßtaber nur in einen Zusammenhang, wie dieser ist. In
; andern Fällen kann man die gegenständliche Wesenheitdafür sagen. Die subjective Realität, welche jenerentgegensteht, müßte durch Denkbarkeit übersetzt wer-den. Ein Objectivglas, wovon in der Lichtlehre' dieRede ist, kann man mit Catel'n, durch Gegenstands-glas übersetzen, dem das Augenglas (Verre oeuiaire)entgegensteht.
Objieireu, einwenden, einwerfen.'
Obiter, obenhin, flüchtig, im Vorbeigehen.
Oblate, i. Mundlack, 2. dieselbe zum Kirchengebrau-che, das gesegnete' Brot, auch das Brot schlechtweg,und in der Sprache der katholischen Kirche, das Hoch-würdige.
Oblation, Lat. Oblatio, in der Rechtslehre, die Erbie-tung. „Daher auch die bloßen Erbietungen (oblatio-nes) und Forderungen oder Unterhandlungen (tracta-tus) , eher keinen Vertrag ausmachen, als bis sie zu-sammenstimmen. Rüdiger. Oblatio juramenti odera.d jurandum, das Anerbieten zum Eide, die Eides-erbietung.
Obligat, Jtal. obligato, im gemeinen Leben und in derRechtssprache, pflichüg. Inder Tonkunst „nennt manin gewissen mehrstimmigen Tonstücken diejenigen Stim-men obligat, welche mit der Hauptstimme so verbun-den sind, daß sie einen Theil des Gesanges oder derMelodie (der Weise) führen, und nicht bloß, wie diezur Ausfüllung dienenden Mittelsiimmen, die zur vol-len Harmonie gehörigen Töne spielen. Die Mittelstim-men, welche nur der Harmonie halber da sind, könnenweggelassen werden, ohne daß das Stück dadurch ver-stiimmelt oder verdorben wird; sie können einigermaßendurch den Generalbaß ersetzt werden. Aber wenn maneine obligate Stimme wegließe, würde man das Stückeben so verstümmeln, als wenn man hier und da eini-ge Tacte aus der Hauptstimme überginge." Sulz er.Dieser Erklärung zufolge, könnte man die obligateStimme eine Hülfsstimme nennen. Sie ist den beglei-tenden Stimmen entgegengesetzt, — Eschenburgübcr-
jVfif obligat durch hauptstimmig; allein da die obli-gate Stimme von der Hauptstimme verschieden, mitdieser nur verbunden ist, so dürfte diese Verdeutschungwol nicht paffend sein.
Obligation, 1. überhaupt die Verpflichtung oder Ver-bindlichkeit; und 2. insbesondere, eine Verschreibungoder Schuldverschreibung, der Schuldbrief; ehemahlsauch die Handfeste, welches in weiterem Sinne auchjede Urkunde bedeutete. S.Ooenment. Inder Schweizscheint Gültbrief, von Gülte, der Zins, nicht bloß fürZinsbrief, sondern auch für Obligation überhauptnoch jetzt üblich zu sein. Neulich las man in den Hamb.Zeitungen in einem Briefe aus Bern: „Die Güterderjenigen, welche die Kontribution noch schuldig sind,können bis zu ihrer gänzlichen Auszahlung nicht ver-kauft, wol aber gältbrieflich verschrieben werden." Undan einer andern Stelle: „Die ehemahligen landvogtli-chen Dominialgüler sollen gerichtlich geschätzt, und als-dann zu Gunsten der Hinleiher gültbrieflick) verschriebenwerden."
Obligatorisch, verbindlich, verpflichtend.
Obiigeance (spr. Dbliganß'), die Gefälligkeit, das ver-bindliche Wesen.
Obligeant (spr. obligang), gefällig, verbindlich.
Obligiren (spr. vbligiren), 1. verbinden, verpflichten;also einemobligirt fein, ihm verbunden oder verpflich-tet sein. 2. Nöthigen, zwingen.
Obligo. Dieses Wort kommt bei den Kaufleuten in derR. a. in Obligo sein, vor, welche soviel als verbind-lich bleiben bedeutet. Wenn z. B. ein Schuldner sei-nen Gläubiger mit seiner Foderung an einen drittenverweiset, so bleibet er selbst so lange verbindlich, bisdie Anweisung angenommen und ausgezahlt worden ist.
Oblique (spr. obliek), schief, schräg, überzwerg.
Oblitteris eu, auslöschen, austilgen, ausstreichen,
Oblong, länglich.
Obloquiren, widersprechen, entgegenreden.
Obole, eine kleine Athenische Scheidemünze, deren sechsStück eine Attische Drachme ausmachten. Wir sagenHeller dafür. '
Obreption, die Erschleichung.
Obreptitie, erschlichener Weise.
Obruiren, überhäufen, überschütten, überladen.
Obscen oder obseön, schmutzig, schlüpfrig, unzüchtig,Obscöna, Unanständigkeiten; Schmutz, in sittlichemSinne genommen.
Obscenitiit oder Obscömtät, der Schmutz, die Schlüpf-rigkeit oder Unehrbarkeit.
Obscur, 1. dunkel oder düster. A d. will zwar dis letzteWort in die gemeinen Sprech-arten verbannt wissen;allein unsere besten Schriftsteller haben es gebraucht.2. unberühmt. In obscuro leben, heißt, ein unbe-merktes oder unberühmtes Leben führen.
Obsra-
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