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Nuau
Null
Nume
weilen gebraucht werden zu können, weil Nuance östjn eben diesem Sinne genommen wird. Auch Heynatzist dieser Meinung: „llcbcrgang für Nuance ist oft garnicht übel." Anlibarb. Hall er hat Abtritt in diesemSinne gebraucht, welches aber ein arges Mißvcrstand-niß veranlassen könnte, und daher nicht nachgeahmt wer-den muß:
Wenn zwischen Haß und Gunst bei ihm ein Ab-tritt ist.
Heynatz empstclt(imAntibarb.) verschattcn für m,an-dre,,. Auch das einfache schatten kann in diesem Sin-ne gebraucht werden. Die Farben dieser Blume sindschön geschaltet ober verschaltet. Zuweilen mag auchFarbenmischung dafür passen, welches ssatel dafürangesetzt hat. Voß hat statt des Zwitterworts Schat-tirung, das echtdeutsche Schatten für Nuance,, ge-braucht:
Dort wird Purvurgespinnst, das den Lyrischen
Kessel gekostet,
Eingewebt, und daneben die sanft-abgleitende»
Schatten.
Nuanciren (svr. nüangßiren), abstufen. A d. hat diesemWorte, ohne alle Ursache, wie es scheint, das Zeichender Verwerfung aufgedrückt. Er sagt: „ein nur von ei-nigen Schriftstellern gewagtes Wort, welches, so wiedas Substantiv, die Abstufung, doch wenig Beifallgefunden hat." Aber es ist schon von sehr vielen undsehr gutenSchriststellern gebraucht worden, und so vielich weiß, hat außer Hr. Ad. niemand etwas dawidergehabt. Wenn dieser einsichtsvolle Sprachlehrer hin-zufügt, „daß Abänderung wol eben das sage, was ma»durch Abstufung ausdrucken wolle," so scheint er mirauch darin sehr zu irren. Wer fühlt nicht, daß Abän-derung ein viel zu allgemeines Wort ist, um den be-stimmten Begriff, den wir mit Nuance verbinden, be-zeichnen zu können? — Sonst können wir „„andrenauch durch schatten und verschattcn übersetzen. Catelhat sowol diese, als auch abstufen aufgenommen.
Nubil, nlannbar, heiralhsfahlg.
Nabilität, die Mannbarkeit, die Hcirathsfahigkcit.
Nudis verbis, mit dürren Worten.
Nuditnt, die Nacktheit. In der Mahlerei versteht ma»unter Nuditaten nackte Menschengestalten.
Null. Dieses, aus dem Lateinischen, nullus, entstan-dene Wort kommt theils als Beschaffenheilswort, abernur in der R. a., null und nichtig sein, theils alsSachwort, die Null oder Nulle, vor. Jn dieser letz-ten Form ist das Wort für eingebürgert zu halten, theilsweil wir feiner nicht entbehren können, theils weil esunserer Sprach-ähulichkeit nicht zuwider ist, theils end-lich auch weil die Volkssprache es schon aufgenommenhat. Sonst könnte man freilich auch wol Hohlzisser,d. j. eine hohle Ziffer, welche ein Nichts bezeichnet, da-für bilden. In der ersten Form ist es völlig übcrstüßig;
Null
weil cttvas für nichtig erklären, oder verstärkt, etwasfür völlig, für durchaus nichtig erklären,,schon ebendas sagt, was man durch jene Redensart ausdruckenwill. Hier verdient es also ausgemerzt, nicht verdeutschtzu werden.
NuIHtiit, die Nichtigkeit, Ungültigkeit. Haltaus hatNichtbarkeit dafür, welches aber dem allgemeinsten Ge-brauche der Ableitungssilbe bar nicht gemäß ist.
NullltNsk!ckge, eine Klage auf Ungültigkeit, wiewenn z. B. jemand einen Rechtshandel anfängt, um ei-ne Verfchreibuiig, einen letzten Willen u. dcrgl. von derDbrigkeit für ungültig erklären zu lassen.
Numeralia, in der Sprachlehre, Zahlwörter.
Numeration, in der Rechenkunst, die Zahlung oder dasZahlen, die erste Verrichtung, zu welcher die Rechen-kunst anführt, und welche in der Fertigkeit geschriebeneZahlen auszusprcchcn und ausgesprochene Zahlen zu schrei-ben, besteht. Da dieser letzte Begriff durch das Zahlennicht mit bezeichnet wird, so möchte ich die Ziescrungoder Zisserung und das Ziffern vorschlagen.
Numeriren, i. mit Zahlen bezeichnen, beziffern, oderbcnummern. Denn da das Sachwort Nummer füreingebürgert zu halten ist ( S. Numero ), so hindertuns nichts, von diesem auch ein Zeitwort benuminernabzuleiten.
Numeriseil, was durch Zahlen ausgedruckt werden kann.Wir können dieses fremde Wort durch Zusammensetzui:-gcn mit Zahl umgehen, z. B. die Zahlbesiimmung,das Zahlverhaltniß.
Numero, unter der oder der Zahl nach. Wir könnenaber auch daS schon eingebürgerte Nummer dafür ge-brauchen, weil dieses sowol unserer AchnlichkcitSregclgemäß, als auch schon in der Volkssprache üblich ist.Also Nummer sieben, Nummer zwanzig.
Numerus, >. in der Sprachlehre, die Zahl. DicWör-ter, deren wir uns bedienen, werden entweder in derEinzahl (Lat. singularis nnmerus), oder in der Mehr-zahl (Lak. pluralis numerus) gebraucht. 2. Jn derRedekunst, das Silbcmnaß der ungebuiidenen Rede, d.i. eine wohlgcwähltc, den Gegenständen des Vortragesangemessene Abwechselung langer und kurzer Silben,woraus ein dem Ohre angenehmer, und den auszudru-ckenden Vorstellungen gemäßer Klang entsteht. Mankann ihn den abgemessenen Rcdeklang, oder auch mitEinem Worte, daS Klangmaß (wie Zeitmaß undSil--bcnmaß) nciuien. Redesang, welches Kinderlingdafür vorgeschlagen hat, scheint nicht zu passen; dennwas geredet werden soll, muß nicht gesungen werden.Auch wird unter Numerus eine Eigenschaft des Ge-schriebenen oder Geredeten, nicht eine Handlung desLe-sendcn oder Aussprechcnden gemeint, und kaun dahernicht füglich Sang dafür gesagt weiden.
Numerus rotundus, die runde Zahl, oder die Rund-jahl.
Numis-.