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Nota
Nota
Noto
Nonsens oder Nonsense , Unftnn.
Nonsensicalisch, unsinnig und ohnsi'nnig. Das erstesagt mehr, als das letzte. Ohnsinnig nämlich bezeich-net Worte, die gar keinen Sinn geben; unsinnig hin-gegen solche, die etwas widersprechendes, also etwasunvernünftiges oder tolles, ausdrucken. Ich habe aufdiesen Unterschied in den Beitragen zur weitcrn Aus-bildung der Deutschen Sprache aufmerksam gemacht.
Noologist, „derjenige, welcher behauptet, daß die rei-nen Vernunft-erkenntnisse unabhängig, von der Erfah-rung sind, und ihre Quelle in der Vernunft habendKant. So wie man den, der die Sprache von frem-der Zuthat reiniget, einenSprachreinigernennt, so könn-te man auch denjenigen, welcher die Vernunft-erkennt»nisse von den Erfahrungskcnntnissen sondert, einen Ver-nunftreinigcr nennen.
Norm, die Rxgel, Richtschnur. In der Sprache derBuchdrucker wird darunter der abgekürzte Titel verstan-den, den man unter die letzte Zeile der ersten Scire je-des Bogens zu setzen pflegt. Der DeutfcheKunst-ans-druck dafür ist, der Wurm, der vermuthlich durch Ver-drehung des fremden Norm entstand.
Normalschule, eine Musterschule. Stutz, welcher die-sen von mir vorgeschlagenen Ausdruck billiget, fügt hin-zu : „So können die Normalschulen aus einem doppel-ten Grunde heißen, r) weil sie nach bessern Vorschriftenund Grundsätz.cn gemustert worden sind, und 2) weilsie, sofern diese Verbesserungen das sind, was sie seinsollen, nun Muster für andere Schulrn sein können."
Normativ , was zur Regel dient. Wir können dafür Zn-sammensetzungen mit Regel bilden, und z. B. für an-nus normativus Regeljahr sagen.
Nota. S. Note.
Notabel, merkwürdig.
Notabein (die). Heynatz hat die Angesehenen und dieGeachteten dafür angesetzt; allein beide Ausdrücke sindzu allgemein. Die Notables waren in Frankreich inBezug auf die allgemeinen Stande (les Etats gene-raux) das, was bei uns der engere Ausschuß in Be-zug auf die Landstande ist. Laßt uns also sagen: DerKönig von Frankreich ließ den engern Ausschuß (derStande) oder den ständischen Ausschuß, sich versam-meln.
Notabene, wohl zu merken, oder, wohl gemerkt!Man gebraucht aber auch diesen Lat. Ausdruck als einSachwort für das abgekürzte Schriftzcichen NB. indemuran z. B. sagt: etwas mit einem Notabene bezeich-nen; wofür man in scherzender Schreib-art mit einemMerks, und im ernsteren Tone, mit einem Merkzei-chen, sagen könnte. Man versteht endlich wol gar eineDhrfeige oder eine Schmarre, die jemand durch einenHieb erhält, darunter, indem man sagt: er gab ihmein Notabene hinter die Ohren, oder, er schrieb ihmein Notabene auf die Backe. Hier ist es im ersten Fal-
le, ein Denkzettel, im andern abcrmahlS, ein Merk-zeichen.
Notarius. So heißt bekanntlich eine Art von obri'gkeit--cher Person, welche dazu angesetzt und beeidiget ist, durchihre Unterschrift und Besiegclnng Urkunden aller Art,z. B. schriftliche Verträge, Ehesiiftungen u. s. w. zu be-glaubigen oder ihnen die rechtskräftige Form zu geben.Man könnte, wenn es erlaubt wäre Titel zu verdeut-schen , Beglaubiget oder Beurkundet dafür sagen.
Note, Lat. Nota, 1. überhaupt, ein Zeichen oder einMerkmahl; daher die R. a., ad notam nehmen, d.t. merken. 2. Eine schriftliche Anzeige oder Erklärung.In diesem Sinne sagt man z. B. der Gesandte übergabeine Note. Z. Eine Anmerkung zur Erklärung oderErläuterung einer Stelle. Ein Werk mit Noten verse-hen, heißt also, es mit Anmerkungen begleiten. 4.Eine Rechnung; so stellt z. B. der Kaufmann über dirWaaren, die man bei ihm nimmt, eine Note aus. 5.Eine Verfchreibung, z. 25 . in Banknote. 6. In derTonkunst, ein Tonzeichen. (Oft wird auch der Ton selbstdarunter verstanden. Eschenburg.) Allein in diesemSinne genommen, kann man das Wort Note selbst füreingebürgert halten, weil es in dieser Bedeutung schonin die Volkssprache übergegangen ist. Unsere Sprach-ähulichkeit wird dabei durch nichts beleidiget; und ichwürde daher auch nichts dawider haben, wenn man dasWort in allen seinen Bedeutungen für eingebürgert er-klären wollte.
Notifikation, die Ankündigung, Meldung, Bekannt-machung , Anzeige.
Notiticiren, kund thun, ankündigen, berichten, mel-den, eröffnen.
Notion, ehemahls ein Begriff überhaupt; aber nach demSprachgebrauche der neuern Schule, der Verstandes-begriff, d. i. „der reine Begriff, sofern.er lediglich imVerstände seinen Ursprung hat." Kant. Ein solcherVerstandcsbegriff ist z. B. der Begriff der Ursache.
Notiren, merken, anmerken, aufzeichnen. Im O.D.sagt man auch aufmerken dafür:
Äiel anders in der Schrift dcrJüden aufgemerkct.
Dpitz,
Dis verdient aber nicht in die Schriftsprache aufgenom-men zu werden, weil wir das Wort aufmerken für auf-merksam sein nöthig haben.
Notiz, die Kenntniß oder Bemerkung. „Ich bitte Be-merkung davon zu nehmen." Man nimmt keine Notizdavon, heißt auch, man bekümmert sich nicht darum,man würdiget es nicht seiner Bemerkung. Herderhat auch Kunde von etwas nehmen dafür gesagt.
Notorietät, die Kündbarsten, wofür man ehemahls auchdie Kündlichkeit und Kündigkeit sagte. Die Stadt-oder Landkündigkeit.
Notorisch, kündbar, allbekannt, ehemahls auch kün-dig:
Kündig