Noct
Nome
Nome
Non-p
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u. s. w. Auch haben altere Schriftsteller, z. B. Opitz,das Wort Adelscihaft für Noblesse, ehemahls schongebraucht. S. Adelung unter Adelschaft.
Noctambulus, ein Nachtwanderer oder Nachtwandler.
Nolens volens. Die R. a. mit oder wider Willen, wel-che nachläßige Schriftsteller dafür zu gebrauchen pflegen,ist nicht sprachrichtig, weil die Verhältnißwörter mitund wider nicht mit einem und ebendemselben Falle (ca-sus) verbunden werden können, indem jenes den drit-ten , "dieses den vierten Fall erfodert. Man muß alsogutwillig oder gezwungen, wollend oder nichtwollend,oder auch, man mag wollen oder nicht, gern oder un-gern, wohl oder übelwollend, dafür sagen.
Noli me tangere, rühre mich nicht an! Bekanntlichhat man diesen Ausruf zur Benennung einer Sinnpflan-ze gemacht, die, wenn man sie berührt, die Blätterzusammenzieht. Dergleichen Pflanzen sind das Fühl-kraut (Nimosa pudica); und btc Venusfliegenfallc(Dionaea rtniscipula), deren Blätter, sobald eine Mü-cke oder Fliege sich darauf setzt, augenblicklich zusammen-klappen und sie festhalten.
Nomaden, Hirtenvölker, die keinen beständigen Aufent-halt haben, ssondern mit ihren Herden jedesmahl dahinziehen und sich aufhalten, wo sie die beste Meide siu-den; also Heimathlose.
Nomadisch, herumziehend, heimathlos, z. B. ein sol-ches Leben.
Nomen , heißt überhaupt die Benennung oder der Name,und in der Sprachlehre insonderheit, ein Nennwort.S ch o t t e l hat diesen Deutschen Ausdruck schon. Manbegreift darunter alle diejenigen Wörter, welche theilsselbstständigc oder als selbftständig gedachte Dinge, theilsBcilegungsbegriffe bezeichnen. Jene nennt man Nominasubstantiva, diese Nomina adjectiva. S. Lub-stantiv und Adjectiv.
Nomen appellativum , in der Sprachlehre, ein Gat-tungs « oder Klaffenname. Dieser ist den Nominibuspropriis, d. i. den Eigennamen, welche nur EinemDinge oder Wesen allein zukommen, entgegengesetzt. Ge-meinschaftliche Wörter, wie Eberhard t sie nennt,bezeichnet den Begriff minder bestimmt.
Nomenelator, der Namenkundigc, Namenwisser oderNamenkenner.
Nomendatur, das Namenverzeichniß.
Nomen collectivum, in der Sprachlehre. StattSamm-lungswort, welches man dafür hat einführen wollen, kannman kürzer und wohlklingender Sammelwort sagen, nachSammelplatz und Sammelkaflen gebildet. Es werdenWörter gemeint, die alle einzelne Dinge Einer Art oder Ei-ner Klasse zugleich bezeichnen, z.B. der Mensch, das Pferd.
Nomen gentile , in der Sprachlehre, der Volksname,wie Gliche, Römer.
Nomen materiale , in der Sprachlehre, ein Stoffsname,wie Holz, Stein, Eisen.
2. Land.
Nomen proprium, ein eigener Name, wofür man auchzusammengezogen Eigenname sagen kann. Ich fand ir-gendwo persönliches Wort dafür; allein dieser Ausdruckist nicht paffend, weil nicht bloß Personen, sondern auchunpersönliche Dinge, z. B. Städte, Flüsse, Länder u.s. w. ihre eigenen Namen, nomina propria, haben.
Nomen substantivum. S. Lubstantivum.
Nomina activa, Federungen; — passiva, Schulden.
Nomitiation (Denomination), die Ernennung.
Nominiren (denominiren), ernenne».
Nonchalance (fpr. Nongschalauß'), die Nachläßigkeit,Saumseligkeit.
Nonchalant (spr. Nonschalang), nachlaßig, saumselig.
Nonconformisteu , sonst auch Dissenters genannt,abweichende Glaubenszüaftler aller Art in England. Mankönnte sie die Abweichenden nennen. Der Name kamzu Karls I. Zeiten für diejenigen auf, welche sich vonder herrschenden bischöflichen Kirche, durch Verwerfungalles dessen , was diese noch mit dem Pabstlhume gemeinhat, absonderten.
None, der neunte Ton in der Entfernung deö Grundtons,die auch als Sekunde oder zmeirer Ton von der Okta-ve angesehen werden kann. Eschenburg.
Non -ens, ein Unding.
Nonpareille (fpr. Nongparellj'), in der Buchdruckerei,eine der kleinsten Schriften, welche an Feinheit nur vonder sogenannten Perlschrift übertroffen wird; eigentlichdie unvergleichliche; aber non-pareil bezeichnet auchdas, was in seiner Art das kleinste ist.
Non - plus- ultra. Man hat diese dreiLat. Wörter, wieVergiß-mein-nicht, Spring-ins-Feldu.s. w. zusam-mengezogen, und ein Sachwort daraus gemacht. Esist das Non-plus -ultra der Kunst, sagt man. Inder höher» Schreib-art kann es durch: das Höchste,das Aeußerste, das Unübertrefliche, das Unübersteig-bare, der Gipsel, die Krone, das letzte oder äußer-ste Ziel; z. B. diese Stadt war das letzte Ziel seinerEroberungssucht, u. s. w. gegeben werden. Für die leich-tere, besonders scherzende Schreib-art schlug ich daSWeiter-gehts-nicht vor. Pros. Löw e nannte es, daSNicht-darüber-hinaus : „Man sieht daraus, daß dieseWörter schon längst in verschiedenen Verbindungen denBegriff des Nicht-darüber-hinaus, oder des Unüber-steigbaren, verloren haben." Dafür würde ich aber dochlieber das Nichtsdarüber sagen. Diesen Ausdruck sin-de ich auch in einem mit T unterzeichneten Rundgesan-ge, das Lob der Mumme überschrieben, im VossischenMusen-almache von 1795, gebraucht:
Nein, Bischofs, dir gebührt der Kranz;
Du bist das Nichtsdarüber!
Ein Ungenannter endlich in W i e l a n d s Merkur hat dasNichtweiter dafür gesagt: „Seine Schiffssprache, dieer für das Nichtweiter der Vollkommenheit hält." Manwähle!
Q
Nonsens