Necr
Neol
Nerv
Neol
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Necromantie, die Schwarzkunst, nicht zu verwechselnmit schwarzer Kunst, worunter man bekanntlich etwasganz anders versteht, nämlich eine besondere Art desKupferstech cns.
Nectar, der Göttertrank.
Nefas, das Unrecht. Es kommt in der Lat. Redensart,per fas et nefas, vor, wofür man rechtmäßig undunrechtmäßig, mit Recht oder Unrecht, sagen sollte.
Negation, die Verneinung.
Negativ, verneinend, z. B. eine solche Antwort. In derGrößenlehrc und im wissenschaftlichen Zusammenhangeüberhaupt, kann man auch, bald fehlend, bald aufhe-bend dafür sagen; z. B. eine solche Größe. Die Nega-tive oder Negativa ist die verneinende Stimme, Mei-nung, Erklärung oder Antwort, der Verneinungssatz.
Negiren, verneinen, laugnen.
Neglige (spr. Negligeh), das Nachtkleid, Nachtgewandoder Nachtzeug. K 0 sega r te n hat auch Frühgewand.Wenn das Wort in weiterer Bedeutung genommenwird, so haben wir Hauskleid und Hauskleidung dafür.
Negligence (spr. Negliganß'), die Nachlässigkeit, Un-achtsamkeit.
Negligent (spr. negligang), nachlässig, unachtsam.
Negligiren (spr. ncgligiren), vernachlässigen, versäu-men , aus der Acht lassen.
Negoce (spr. Ncgohß), der Handel, das Handlungs-wescn. Ein ausgebreiteter Handel, wichtige Handels-geschäfte.
Negoeiant (spr. Negoßjang), ein Kaufmann, ein Han-delsmann, der in Großen handelt. Man kann auch da,wo dieses Deutsche Wort zu niedrig ist, Handelsherrdafür sagen.
Negociatenr (spr. Negoßiatöhr), ein Unterhändler.
Negociation (spr. Ncgoßiaßiong), die Unterhandlung.
Negociatrice (spr. Negoßiatrihß'), die Unterhändlcrinn.
Negociiren oder ne'goeiren, unterhandeln, Handeloder Geschäfte treiben; oft auch verschaffen oder aus-mitteln, z. B. eine Summe Geldes.
Negre (spr. Nager), ein Schwarzer.
Negromaiit. S. Necromant.
Nenie oder Nänie, 1. ein Todten- oder Leichengesang,Todtenlicd; allgemeiner 2.ein Trauerlicd oderTraucr-gesang; Z. in der Römischen Götterlchre, die Göttinnder Leichen oder die Lcichengöttinn.
Neograph, der Neuschrciber, d. i. einer, der von deralten sogenannten Rechtschreibung abweicht.
Neographie,, die Neuschreibung (wie Rechtschreibung),d. i. die Abweichung von dem Alten und Gewöhnlichenim Schreiben.
Neologe, ein Neuerer. Aber da das Grichische Wort,sowol dem Sprachgebrauche, als auch seiner Zusammen-setzung nach, nicht jeden Neuerer, sondern nur denjeni-gen bezeichnet, welcher Neuerungen in irgend einer al-ten Lehre versucht: so glaubte ich schon ehemahls Neu-
lehrer dafür vorschlagen zu müssen. Kant hat auch die-sem Worte, wie vielen andern, Bestimmungen beige-fügt, die der Sprachgebrauch ihm nicht gegeben hat:„ein eigenmächtig sich selbst dazu auswerfender Volks-tribnn, der den gelehrten Streit über einen Gegenstandvor den Richkerstuhl des Volks zieht." Noch willkührli-chcr und noch weniger im Sprachgebrauche gegründet istdie Erläuterung, welche sein Erklärer, Melliu, hin-zufügt: „Ncologen sind z. B. diejenigen, welche eine
ganz neue Regicrungsform, oder vielmehr eine Regie-rungslostgkeit (Anarchie) einführen." Ich wüßte nicht,daß mir das Wort in dieser ihm fremden Beocurung je-mahls vorgekommen wäre.
Neoiogie, die Neuerungssucht. Ein Ungenannter hatNeusüchtigkeit dafür gesagt: „Ein Lied wider die Neu-süchtigkcit." Wort-erstndung, welches Catel dafür hat,ist zu enge.
Neologiscli, ncuerungssüchtig, nculehrig. So heißenjetzt in dem Munde der Finsterlinge und Vcrfinsterer( Obscuranten) alle diejenigen, welche sich nicht ent-schließen können, blindlings anzunehmen und nachzube-ten, was, besonders in Glaubenssachen, unsere Vor-fahren für Wahrheit hielten.
Neologisiren, Neuerungen machen; wofür Heynassdas gute Zeitwort neuern gebraucht hat, welches nurnoch in den Zlisauunenseßungeu erneuern und ver.reuernüblich war. „Hr. ** neuern ein wenig zu sehr in derRechtschreibung."
Neophyt, ein Neubekehrter, Neugeweihter, Neugläu-biger. Das letzte hat Catel.
Nephretisch, in der Arzencilehre, die Nieren betreffend;also ein neplrretiselres Uebel, ein solcher Kranker, einsolcher Schmerz, ein solches Mittel u. s. w. ein Nicren-übel, Nierenkranker, Nierenschmerz oder Niercnwch^Nierenmittel.
Nepotismus. Man versteht darunter die Begünstigungund Bereicherung der Verwandten überhaupt, und derNeffen insonderheit. Wächter in den Sagen der Vor-zeit, hat Neffenschaft dafür gebraucht. Allein das be-deutet den Zustand oder das Verhältniß, daß jemandNeffe ist; nicht die Begünstigung und Bereicherung derNeffen oder Verwandten, welches durch Nepotismusausgedruckt werden soll. Affsprung glaubt bemerktzu haben, daß in Schwaben Vetterschaft dafür gesagtwerde, welches aber von Gerstner, einem Schwäbi-schen Sprachforscher, geläugnet wird. In jedem Fallewürde es eine unschickliche Verdeutschung sein. Ich schla-ge Neffen-oder Vetterngunst - oder Begünstigung.da-für vor. Heynatz ist (im Antibarb.) geneigt, Neffcrerdafür zu bilden.
Nereiden, Wassermädchcn, Wassergöttinnen, Waffer-nimfen, in der Fabellehre.
Nerv, kann für eingebürgert gelten. Spann-ader, wel-ches man dafür hat einführen wollen, ist kein paffender
f 3 . Ausdruck,