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2 (1808) F - Z
Entstehung
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Memo

Mena

Mena

Mei e

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sind Denkwürdigkeiten. In der altdeutschen Sprache,so wie in der Deutschlateinischen des Mittel-alters, hat-te man das Wort Munder, Munderus, dafür; zuwelchem Düfrcsne die Erklärung gesetzt hat: libermemorialis, 6all. Memoire, a Lax. Mund, me-moria. Reß, welcher dieses (in den Beitragen zurwettern Ausbildung der Deutschen Sprache. V. 54.)anführt, fügt hinzu:Mir ist nun zwar dieser Sinnsvon Mund) eben nicht bekannt, wol aber, daß Mundeinen freien Mann, einen unbescholtenen Bürger bedeu-tete, der öffentlich auftreten und sprechen darf. Mun-der wäre also, genau genommen, der schriftliche Vor-trag eines Mannes, der zu reden befugt ist, und inweiterem Sinne, jeder schriftliche Aufsatz in bürgerli-chen Angelegenheiten; folglich ein cchtdeutscher Ausdruckfür das Pro memoria, Memoriale und Memoire,die so schwer zu übersetzen, als zu entbehren sind, unddie der Ungelchrte, er mag wollen oder nicht, verstehenund gebrauchen soll. So unglaublich es ist, daß Mun-der Beifall finden werde, so merkwürdig ist es, daßLateiner und Franzosen ein mißverstandenes Wort über-setzen, uns entwenden, unsere Rückübersetzung ihrerUebersetzung erschweren, und beinahe unverständlich ma-chen dursten." Das allgemeine Wort Eingabe wird inden meisten Fällen dafür gebraucht werden können. S.Promemoria.

Memorabel, denkwürdig.

Memorie, das Gedächtniß.

Memoriren, auswendig lernen.

Menage (spr- Menag'), 1. die Haushaltung oder Wirth-schaft ; 2. die Ersparung, das Ersparniß; Z. die R. a.Menage mit jemand machen, heißt soviel, als, miteinem auf gemeinschaftliche Rechnung leben, mit ihmhaushalten, in Tischgemeinschaft mit ihm stehen odergemeinschaftliche Wirthschaft mit ihm haben. 4. FürMenage, in der Bedeutung, zinnerner, auf einanderund in einem Riemen getragener Napfe, worin mandas Essen aus dem Speisehause holen laßt, sagt manein zinnerner Einsah.

Menagemem (spr. Menag'mang), die Mäßigung, dieSchonung.

Menagerie (spr. Menagerie), 1. ein Thierhaus, d. i.ein Gebäude, worin fremde Thiere unterhalten werden;2. der Hühnerhof, allgemeiner, der Vichhof. Thier-haus hat Catcl aufgenommen.

Menagirlich (spr. menagierlich). Dis Zwitterwort ge-braucht man, einen Menschen zu bezeichnen, der seineKleidungsstücke und Sachen schont, oder haushälterischdamit umgeht. Weder schonend, noch sparsam antwor-tet diesem Ausdrucke. Das erste könnte mißverstandenwerden, weil es mehr in sittlicher Bedeutung üblich ist;und das andere paßt deswegen nicht, weil die Eigen-schaft , die durch menagirlieh bezeichnet wird, auch beiVerschwendern Statt finden kann. Aber schonsam scheint

das rechte Wort dafür zu fein, weil es eine Fertigkeitim Schonen anzeigt. Gedike hat es gebraucht. Mankann auch das Sachwort, die Schonsamkeit, davonableiten.

Menagiren, i.mit einer Sache haushalten, sie zu Ra-the halten, sie schonen, sparen; 2. mäßigen, z. B.seinen Zorn, oder sich.

Mendicant, ein Bettelmönch, Bettclbruder.

Menstruum , die monatliche Reinigung der Frauens-personen, feiner, das Monatliche.

Mensur, das Maß, die Abmessung, Abtheilung; inder Tonkunst, das Zeitmaß, der abgemessene Tongang.

Mensuriren, abmessen.

Mental, was in Gedanken geschieht oder Statt findet,z. B. Reservatio mentalis, der Vorbehalt in Ge-danken , auch der Sinnrückhalt. S. Reservatio.

Mentioniren, erwähnen, gedenken. Die mentionirteSache, die erwähnte, die gedachte.

Mentor, der Führer, Hofmeister; ursprünglich der Na-me, unter welchem Minerva inFenelon's Telemach,als der Führer des jungen Telcmachs erscheint.

Menuet. Da dieses Französische Wort von mener, füh-ren , abgeleitet ist, weil bei dem dadurch bezeichnetenTanze die Tänzerinn von dem Tänzer anfangs, in derMitte und am Ende geführt wird: so habe ich Fuhr-tanz dafür vorgeschlagen.In der Tonkunst bedeutetMenuet (Minuetto) ein kleines Tonstück im Dreivier-teltakt, aus zwei Theilen bestehend, deren jeder achtTakte hat, und wiederholt wird. Der Ausdruck einfachund angenehm." Eschcnburg.

Mephitisch. Die wichtigste Eigenschaft der mephiti-schen Luft ist die, daß sie erstickt. Ich habe daher ge-glaubt, die Ausdrücke Stickluft, Stickdünste undStickdampfe, nach der Achnlichkeit mit Stickfluß undStickhusten dafür vorschlagen zu dürfen.

Mercantilisch und mercatorisch, kaufmännisch, z. B.ein solches Geschäft, eine solche Berechnung.

Mereenaire, als Beiwort lohnsüchtig; auch feil, un-geachtet dieses letzte eigentlich, dem Venal antwortet;als Sachwort Miethling und Söldner. Weil aber die-ses letzte auch den Besitzer einer Solde oder eines Kos-sätcnhofcs, d. i. eines kleineren Bauerwesens, bezeich-net: so hat Trapp (im Hist. Almanach 1790.) UeberSöldling dafür sagen wollen. Die Endung ling ver-mehrt in diesem Worte noch den Ncbenbegnff des Ver-ächtlichen. Wir sagen auch Lohndiener dafür, und wenndas Verächtliche, welches der Begriff davon mit sichführt, gemildert werden soll, Lohn-arbeiter. Von Ta-gelöhner, einer, der für Tagelohn arbeitet, könnte manauch Löhner, einer, der für Lohn arbeitet, bilden. Dassüchtig in lohnsüchtig gibt freilich einen etwas anderenund stärkern Begriff, als das Franz, mereenaire; undes wäre daher wol ein anderes Wort dafür zu wün-schen. Schade daß lohndienerisch, söldlingisch und löh-

nerisch