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Kraftlehrc, Dynamica; 4. dic Avasserkraftlehre, Uy- Mediat, mittelbar.
drodvnamica, hydraulica. Reatis de Vienna Mediateui' (spr, Mediator), der Mittler, Vermittler,
hat Handkünste für mechanische gesagt: „Die Deut- Schiedsrichter.
schon Handkünste zcigpn Verstand, die ausländischen Fleiß, Mediation, die Vermittelung.
Geduld, Geiz und Stolz." Kind c r l i n g hat Gerüst- Memcament, ein Heilmittel oder Arzeneimittel; einekuust dafür vorgeschlagen, so wie Gerüstkünstler für Arzenei.
Mechanicus. Catel hat Haudkünsie für mechanische Medicin, I. die Arzenei oder das Arzeneimittel; 2.dieausgenommen. 1 Arzeneiwissenschast oder Arzeneikunde; freilich für mair-
Mechanisch. Ich weiß nicht, daß schon sonst jemand ei- chen nur Arzeneikunsi, und selbst das kaum.
ne Verdeutschung dieses Works in Vorschlag gebrachthakte; ich selbst habe triebwerkmaßig dafür versucht: .„Unsere, zur Ordnung gewöhnten Kräfte wirken trieb-werkmaßig." Theophron.
Mechanismus. Oft können wir Bau und innere Ein-richtung dafür fetzen; z. B. Er erklärte mir die innereEinrichtung des Triebwerks. Man kann dieses aus demBau des menschlichen Körpers erklären. Zuweilen auchGetriebe; 5. B. das Getriebe dieses Uhrwerks ist ebenso neu, als künstlich. Diesen Ausdruck hat der Verfas-ser der Sagen der Vorzeit schon dafür gebraucht: „Oh-ne die Feder abzuspannen, welche das Getriebe mensch-licher Slrebsamkeit wirkend erhält." Endlich scheint ineinigen Fällen auch Triebkraft dafür zu passen: z. B.Er glaubte, es ließe sich alles, was in der Seele vor-geht, auf körperliche Triebkräfte (auf einen körperlichenMechanismus) zurückführen.
Mechant (spr. mefchang), böse, bösartig, boshaft, häß-lich. 1
Mecontent (spr. mekongtang), mißvergnügt, unzufrie-den.
Medaille (spr. Mcdallje), die Schaumünze, Gedacht-nißmünze.
Medailleur (spr. Medalljöhr). Man könnte Schaumün-zer dafür sagen. Sonst haben wir auch die allgemeinc-
- re Benennung Stempelschneider, worunter der Medail-leur mit begriffen ist.
Medaillon (spr. Medatljong). Man begreift unter diesemAusdrucke alles, was runde, besonders eirunde Formhat; also z. B. ein Gemählde en Medaillon, ein rund-förmiges Bild oder ein Rundbild oder Rundgcmahl-de. Die runden Schilder, welche die Frauenzimmervor einiger Zeit, unter dem Namen Medaillon, häu-fig am Gürtel trugen, hätte man Rundschilder nennenkönnen. Oft meint man nur die runde Einfassung oderden Rahmen, womit etwas eingeschlossen wird; undda könnte man Rundleiste oder Rundrahmen dafürsagen.
Mediän, die größere Form des Papiers und der Bücher,großsörmig; also großfvrmiges Papier, ein großförmi-gcs Buch, oder ein Buch in großer Form.
Mediante, in der Tonkunst, die Terz oder der dritteTon in der Tonart eines Stückes, der Mittelton zwi-schen dem Grundton und seiner Ouinte. E s ch c n b u r g.
• Auch Catel hat Mittelton dafür angesetzt.
Medieinal-önllctftcn, sind Heil-anstalten.
Medicinireii, Arzenei gebrauchen , mit Einem Morte,arzeneien. Dis hat zwar Luther für andren ge-braucht : Hilf dir selber: ehe^du andere arzenciest.Sir. 18.20. Allein dafür sagte man ehemahls besterarzen. S. Curiven.
Medicinisch , i. zur Arzenei gehörig, arzeneilich, z. B.der arzenciliche Nutzen dieser Pflanze; 2. zum Arzt ge-hörig. In dieser Bedeutung genommen, ist es von ci-ncm Mitarbeiter an der Allgemein. Bibliothek durcharzlich verdeutscht worden: „ärzlichc Schriften, dasärzliche Publicum." Dieses arzlich ist nicht von Arztabgeleitet, denn sonst müßte es ärztlich lauten; son-dern von dem veralteten Zeitworte arzen. S. Curiren.Daß es erlaubt sei, Ableitungen durch die Endsilbe lichauch von Zeitwörtern zu machen (welches der Bedeu-tung wegen, die diese Silbe ursprünglich hakte — gleich■—> bezweifelt werden könnte), beweisen die allgemeingebräuchlichen, aus ebendieselbe Weise entstandenen Bei-wörter: vernehmlich, erfreulich, unaufhörlich, uncu f-schieblich u. s. w.
Medicus, der Arzt; also Leibrnedicns, der Leib-arzt,Hofrnedicus, der Hof-arzt, Feldmedicus, der Feld-arzt.
Medio, in der Mitte. In der Mitte des Jänners f.Medio Ianuarii.
Medisance (spr. Medisangs ), die Afterrede, Verun-glimpfung, Verlaumdung, Lästerung. Kant unter-scheidet Verlaumdung und Afterrede dadurch, daß jeneimmer eine bestimmte Absicht haben soll, diese nicht.Man könnte also, diesem zufolge, afterreden ohne zuverlaumden, wenn man bloß böses von jemand sagte,ohne eine bestimmte Absicht dabei zu haben, ihm zu scha-den. Ich weiß nicht, ob dieser Unterschied indemSprach-gebrauche gegründet ist. Ad. meint zwar, daß afterre-den, als ein veraltetes Wort, jetzt fast gar nicht mehr" vorkomme; allein darin irrt er sich. Dichter und launi-ge Schriftsteller machen noch immer oft Gebrauch da-von. Klopstockhat auch Afterrednerfür Calumniant(siehe dieses) davon abgeleitet.
Medisant, verlaumderisch, schmahsüchtig.
Medisiren, afterreden, verunglimpfen, verlaumden, lä-stern. S. Medisance.
Meditatis, oder meditabundus, nachdenkend, in tiefenGedanken.
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