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2 (1808) F - Z
Entstehung
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100
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Mate

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sind. Hier könnte man Folgetrümpfe dafür sagen. Undweil dieses die vornehmsten oder bedeutendsten Karrensind, so wird das Wort auch uneigentlich von solchenMenschen gebraucht, die in ihrem Kreise durch Reich-thum, Macht oder Ansehen vor andern hervorstechen. Indiesem Sinne genommen hat Rüdiger es durch großeAusstander zu verdeutschen versucht.Worüber dieKunstlichter, besonders die großen Ausstandcr (Mata-dors) sorgfältig wachen müssen." Allein dieser neueAusdruck würde wol schwerlich verstanden werden, wenndas fremde Wort nicht daneben stünde.. Dis scheint dereinsichtsvolle Verfasser selbst gefühlt zu haben, weil eran einem andern Orte die großen Trümpfe dafür sagt.Dis ist verständlicher. Man könnte vielleicht noch paß-licher und deutlicher (wenigstens in der scherzhaftenSchreib-arl) es durch Dausmann geben, weil (wenig-stens in der Volkssprache) Daus so viel als As, oderdie erste und wichligste--Karte in jeder Farbe bedeutet.Die Dausmänner unsers Orts. Der reiche Veit, einDausmann des Dorfs.

Macer, die Mutter; von einer Kirche oder Pfarre ge-braucht, die Mmterkirche, die Mutterpfarre, in Ge-gensatze der Tochterpfarre oder Tochterkirche (Tilia!).

Materialien, der Stoff, der Zeug. Baumaterialien,Bauzeug, Baustoff, Baubedarf.Ein Gebäude, zuwelchem ich dir den ersten uvthdürftigen Baustoff an dieHand geben will." Theophron. Herder sagt:Ausgroben Baugerath (Materie) ist deine denkende Naturnicht zusammengezimmert." Allein Baugerath sind Bau-Instrumente. Schreib-materialien, der Schreib-bedarf.

Materialismus, die Lehre von dem Nichkdafein einfa-cher Wesen. Wenn man wollte, könnte man die Stoff-lehre dafür sagen. Materialist, r . einer, der diese Leh-re behauptet; 2. ein Gewürzkramer (im Brandcnbur-gischcn).

Materialität; da, wo wissenschaftliche Genauigkeit erfo-derk wird, die Körperlichkeit. Für die genauere Be-zeichnung weiß ich keinen andern Ausdruck, als Stoff-haltigkeit (nach Goldhaltigkcit gebildet) dafür vorzu-schlagen.

Materie, der Stoff, der Zeug, der Gegenstand, derEiter.Die große Kunst ist nur, vom Stoff es abzu-scheiden." W ioland. Materimrnvrbi, maieria pec-cans, der Krankheitsstoff.

Materiell* Der Mangel eines gleichbedeutenden Deut-schen Worts und die Aehnlichkeusregcl, würden uns be-rechtigen stofflich dafür zu bilden; aber ich selbst möch-te der erste nicht sein, der dieses Wort zu gebrauchenwagte. Stoffhaltig (nach goldhaltig, silberhaltig, reich-haltig und vollhalttg gebildet) klingt, wenigstens mei-nem Ohre, schon weniger fremd. Da, wo es nicht aufGenauigkeit ankommt, können wir körperlich dafür sagen.

Mathema, ein Sah aus der Größenlehre.

Mathematic, die Größenlehre.

Mathematiker, der Größenforschcr. Mertian. Sonstauch der Grvßcnlehrcr und der Meßkünstler.

Mathematisch. Bis dahin, daß man sich entschließenwird, die veralteten, uns zu so manchem Behuf unent-behrlichen Beiwörter lehrig und künstig (S. Aesthe-tisch) wiederherzustellen, um dann auch größenlehrigfür mathematisch sagen zu können, müssen wir unsbegnügen, für mathematische Instrumente Werk-zeuge der Größenlehre, und für mathematisch gewißunumstößlich gewiß zu sagen.

Matratze, ein Haarbett. Ki »d erling.

Matrice (spr. Makrihß'), in der Schriftgießerei, dieGieß-mutter oder Gnßmultcr. Kind erling. Man könnteauch die Schriftmuttcr dafür sagen.

Matrikel, kaun zuweilen durch Namenverzeichniß, zu-weilen durch Rolle gegeben werden; z. B. die Reichs-rvlle s. Reichsmatrikel, d. i. das Verzeichniß der Rcichs--stande, und der von ihnen zu leistenden Beiträge. Aufden Hochschulen versteht man darunter den Aufnahme-schein.

Matrimonialien, Ehesachen.

Matrona, eine Ehrenfrau.

Matrose, ein Bootsknecht, oder Schiffsknecht; dieSeeleute.

Mausoleum, ein Ehrenmahls ein Prachtgrab. '

Maussade (spr. mvssade), abgeschmackt, schaal, matt.

Maxiina, in der Tonkunst, die größte oder längste Note,von acht Schlägen oder ganzen Takten, in alten Kir-chenstücken und Fugen. E sch e n b u r g.

Maxime, nach gewöhnlichem Sprachgebrauche, ist disFranzösische Wort gleichbedeutend mit Regel und Grund-satz; Kant aber hat ihm folgende, genauere Bcstim»

mung gegeben:eine Regel, welche die Willkühr sichselbst für den Gebrauch ihrer Freiheit macht." DieserErklärung zufolge, ist also Maxime eine selbstgewahb-te Regel oder ein (nach Willkühr) angenommenerGrundsatz. Diese Bestimmung des Begriffs beruhet aberselbst auf Willkühr.

Maximum, der höchste Preis, zu welchem das Gesetz

- eine Waare zu verkaufen erlaubt; im Allgemeinen, dashöchste, d. i. eine Vielheit, über welche kcipe größe-re, entweder möglich ist, oder durch die Gesetze gestat-tet wird. Uebcrhaupt das Höchste und Größte.

Mechancetd (spr. Meschangß'teh), die Bosheit, Bos-haftigkcit; auch die Argheit:Man wird von der Arg-heit ihres Herzens das zurücknehmen, was auf die Rech-nung des Leichistnns gehört." Vetter Samuels ko-mische Erzählungen.

Mechanic, die Bewegungslehre. Den verschiedenen Thei-len dieser Wissenschaft hat Burja in den Beitragender Berlinischen Academie zur Sprachkunde folgendeBenennungen angewiesen: r. die Standlehre, Stati-ca; 2. die Wafferstandlehre, H^drostatica; 3 . die

Kraft-