Loca
Loge
mir hingegen ist eS nur mit dein Andeukcr des männ-lichen Geschlechtes (der) vorgekommen.
Locator, der Benruerpcr oder Miethherr, der Ver-pachtet.
Lociren, i. an einen Ort setzen oder stellen; dahertranslociren, versetzen; 2. austhun, vermiethen,
verpachten.
Loco, anstatt. L. S., d. i. loco sigilli, an SiegelsStart.
Locuyletiren, bereichern.
Locas communis, ein Gemem-ort, Gemeinplatz, Ge-meinsatz oder Genieinspruch, 0. i. ein alltäglicher Satz,
‘ und dessen gewohnl-che, schon von o^wn wiederyolteErörterung. In dieser Bedeutung pftegi jener Lat. Aus-druck setzt durchgängig genommen zu werden. In derältern Redekunst verstand man darunter allgemeine Sa-tze, auf welche der Redner durch seine,, besondern Ge-genstand Lelcilet wird, und bei welchen er, jedoch zweck-mäßig,- zu verweilen angewiesen wurde. Ad. hak überdie hier dafür angegebenen ersten bewen Deutschen Aus-drücke das Verwerftingsurtheil ausgesprochen. Er sagtdavon: ,,Gemeiii-ort, eine buchstäbliq-e, und daher sehrungeschickte Uebersetzung des Lateinischen locus com-munis. Roch verwerflicher ist das von Andern dafürgewagte Gememplat;." Aber r>c denn ^edc wörtlicheUebersetzung ohne Unterschied deLwcgeii, weil stc wört-lich ist, für verwerflich zu erklärend Das kann ich nichtfinden. Man ftpe hierüber die vorgehende AbhandlungSeite 72. u. folg., wo ich die Regeln, nach welche»dergleichen wörtliche Ueberjetzungen entweder zulässigoder unzulässig sind, naa- Gründen entwickelt habe. Danun A v. uberdaS keine bessere Uebersetzung anzugebenweiß, so würde schon die Nolhwcndigkcir diese wörtli-chen Verdeutschungen, die für Deutsche doch immer vcr-siaudlicher, also auch besser, als jene Lat. Wörter stnd,
. vollkoiumen rechtfertigen. Hiezu kommt aber auch noch ,daß unsere besten Schriftsteller schon so oft Gebrauch da-von gemacht haben, daß ste für allgemein übliche Aus-drücke gelten können. „ES ist ein ergiebiges Gemem-platzchen." Wie land.
Logarithmus, der Anwerfet. Bursa. Täte! hat die-se Verdeutschung angenommen.
Loge (spe. Loge). Dieses Französ. Wort ist aus dem al-ten Deutschen Laube entstanden, woraus in dem mitt-leren Zeit-alter die nculateinischcn Ausdrücke lobium,lobia und laupia, so wie aus diesen wiederum dasJtal. Loggia und das Franz. Logo gebildet wurden.Laube bedeutete, nach Ad., eu> oben bcoeckrcs, an denSeilen offenstehendes Gebäude, oder einen solchen Theil
I eines Gebäudes, einen Schuppen, Verschlag, eine Ga-lerie, Halle ». s. w.; daher auch Luther Richt. 3.ein von den Seiten offenes Zimmer, also eine Loge,Laube und Sommerlaube nennt, welches Michaelisdurch Sommercabinett verheuliget hat. Daher auch im
Loge Logi
Hennebcrgischen (S. Reinwalds HcnnebergischesIdioticon ) eine Empvrkirchc oder eine Galerie in derKirche, eine Porlabc oder Emporlaube genannt wird,und im Hessischen Labe den Boden unterm Dache be-deutet. R e i n w a l d zeigt (am angef. Orte) daß beidiesem Worte nicht, wie Ad. will, der HauptbcgriffBedeckung, sondern Erhöhung sei; und er leitet des-wegen sowol dieses Laube, als auch das Italische le-vare und Französische lever, so wie auch das DeutscheLob (Erhebung durch Worte, exaltatio) aus EinerQuelle her. Dem sei nun aber wie ihm wolle, so scheintLaube jetzt nicht mehr für Loge zu passen, weil wirzu sehr gewohnt sind, an ein von Bäumen und Hecken-werkgebildetes Gartenzimmcrchen dabei zu denken. Eherwürden, scheint es, Stuhl und Gestühltc, welche fürLogen in den Kirchen üblich sind, sich dazu eignen,in allgemeinerer Bedeutung eingeführt zu werden. Al-lensalls könnte man die Logen in den Schauspielhau-scrn durch Schaugestühlte unterscheiden. — Die Frei-maurer verstehen unter Loge svwvl den Saal oder dieHalle, worin ste ihre Versammlungen halten, als auchdie sich versammelnden Mitglieder, und die Handlungdes Versammelns. Die Verdeutschung des Worts indieser dreifachen Bedeutung bleibt ihnen selbst überlassen.
Logeable (spr. lvgabl), bewohnbar, bequem.
Logemeut (spr.Log'mang), 1. die Wohnung, die Be-hausung; 2. in der Kriegcsbaukunst, das Festmacheneines von den Belagerern eroberten Posten.
Logic. Die gebräuchliche Deutsche Benennung ist Ver-nunftlehre. Dagegen glaubte ich in der Preisschrift er-innern zu müssen: daß, da die Bestimmung dieser Wis-senschaft sei, den rechten Gebrauch der Vernunft zurErforschung der Wahrheit, und nicht die Vernunftselbst , zu lehren, sie wo! eher eine Vernunftkunst, a!Seine Vernunftlehre genannt zu werden verdiene. Ichfügte in dem Nachtrage und anderwärts hinzu: dostschon St i e lcr die Logic Vcrnnnftkunst, Leibnitzaber in den Unvorgrciflichcn Gedanken rc. sie eineDenkkunst genannt habe, wobei er einerlei Grund mitmir vor Augen gehabt zu haben scheine. Dagegen erin-nerte Löwe in den Beitragen zur wettern Ausbildungder Deutschen Sprache St. V. Seile 145: „DieseBenennung sei zu enge, indem der Name Logic bei-des, svwvl eine Vernunftwiffenschaft, als auch eineVernunftkunst in sich fasse. Jene habe es mit den Re-geln und Vorschriften selbst, diese mit der zweckmäßig-sten und schicklichsten Anwendung derselben zu thun;beide zusammengenommen machten die Vernunftlehreaus." Ju einer Anmerkung fügte er noch folgende Er-läuterung hinzu: „Fast jede so zu nennende Lchre zer-fällt in zwei Haupr-ablheilungen, in den wisscnschast-lichcu (theoretischen) und in den ausübenden (poe-tischen) Theil. Jenen könnte man auch den reurenoder abgezogenen Theil nennen. So g:bcs in der Grö-
ßciilkh-