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Lave
Lece
Lect
Lavendel, die Spicke.
Lavette,. Dieses Work ist aus dem Franz. l’AfFut ent-standen ; daher auch A d. es lieberLassette schreiben will.AUein die hier von uns angenommene Schreibung istder Aussprache gemäßer. Da das Gestell ober der Kar-ren gemeint wird, woraus die Kanone ruhet und gefah-ren wird: so scheinen dicDeutschcn Benennungen Stück-gestell und Stückkarren vollkommen bezeichnend zu sein.Das erste hat A d. Die Lavette der Mörser insonder-hrit wird von einigen der Block, von andern der Mör-serdlock genannt.
Lavine, ein Schnecgcstürze; der Schneesturz bezeichnetdie Handlung des Stürzens.
Laviren. Ich hatte ehemahls schiefsegeln dafür angesetzt,weil sowol die Richtung eines lavirenden Schiffes schiefist, als auch das Schiff selbst dabei schief oder auf dieSeite gelegt wird; allein da ein Schiff, auch ohne zulaviren, schief segeln kann, so müssen wir uns nach ei-nem bestimmter» Ausdruck umsehen. Im Theophrvnhabe ich dic R. a. tu Zickzack segeln dafür gebraucht:„Wobei man oft auf die langweiligste Weise in Zickzacksegeln muß." Sonst haben wir auch das bekannte kreu-zen, welches ursprünglich eben das bedeutete, nur daßes nachher die bestimmtere Bedeutung erhalten hat: aufeiner Höhe hin - und Hersegeln und verweilen, in derAbsicht feindlichen Schiffen aufzulauern. Aber sobaldman dieses Wort in die R. a. ins Kreuz segeln, auflö-set, so fallt jene bestimmtere Bedeutung weg, und mankann weiter nichts dabei denken, als was lvir bei demWorte laviren zu denken gewohnt sind. Wenn diesesfremde Wort nncigentlich genommen wird, so heißt esso viel alS: bedächtig zaudern, behutstun zu Werkegehen, seine Thätigkeit eine Zeitlang zurückhalten,u. dcrgl.
Lax, weit, unbestimmt, schlaff.
Laxativ, oder Laxanz, ein Abführungs - oder Auflö-snngsmittel.
Laxiicn, abführen, dcnDurchlaufhaben. Wenn Hep-n q ,) (an Antibarb.) das Wort laxiren von purgirenund ab führen untciichcidet, so wird dabei der Haupt-unterschied übersehen, der, daß nur das letzte Wort einDeutsches, die ersten beiden fremde sind. Wir könnenaber auch für laxireu auflösen, für purgireu reini-gen sagen, und so beide von abführen hinlänglich un-terscheiden.
Laxität, die Schlaffheit,
Luiur, himmelblau. <£. Azur.
Leeeage, das g wie das Franz, g ausgesprochen, wv-l»r man «uti? Leccasie, und, nach Holländischer Aus-sprache, Leccagie hört, der durch Auerinnen an einerflüffigen Waare verursachte Abgang. Wir können daSAuslecken dafür sagen. Ad. hat zwar das einfache le-eren in diejer Bedeutung, aber das eben s» gebräuchli-
Lege
che auslecken, welches doch bezeichnender ist, hak erausgelassen.
Leetion, ein zum Lernen aufgegebenes Stück; also einLernstück, oder das Aufgegebene. Im N. D. bedeu-tet Zahl (Tahl) ein aufgegebenes bestimmtes Stück Ar-beit, doch nur bei zahlbaren Dingen, z.B. beim Garn-spinnen , wo die Fäden gezählt werden. Diesem zufol-ge könnte man auch für Lection (insofern eine Zahlauswendig zu lernender Dinge, z. B. Wörter, Verseu. s. w. darunter verstanden wird) Lernzahl sagen. Ichmuß meine Lernzahl aufsagen. Er hat seine Lernzahlgut gewußt. In Bezug aus den Lehrer bedeutet LectionUnterricht oder eine Lehrstunde. Uneigenllich wird esauch für Verweis gebraucht.
Leetor, Franz. Lecteur, i. der Vorleser; 2. einer derauf einer'Hochschule Vorlesungen hält, ohne doch Pro-fcffer oder Hvctlchrer zu sein. Dafür könnte man Un-terlehrer, oder Nebenlehrcr sagen.
Lecture (fpr. Leck rühr')/ 1. das Lesen und die Lesung,z. B. er liebt das Lesen; wahrend der Lesung; 2. dieBclesenhcit; er hat eine ausgebreitete Belcsenheit, erhat viel gelesen; 3 . das, was gelesen wird, also Bü-cher oder Schriften; wofür man auch, wiewol nur mitdem Ncbenbegriffe der Geringschätzung, Lcsereien sagt.Seine Bücher, seine Lesereien sind schlecht gewählt. Esist eine anziehende Schrift. Bei einem Ungenanntenfand ich auch Gelese dafür: „Dis Buch kann für vieleein nützliches Gelese sein." Ad. kennt dieses Wort nurin verächtlicher Bedeutung.
Legal , gesetzlich, gesetzmäßig.
Legaiisation, die Rcchtskräftigung.
Legalisiren, dem Gesetze gemäß, d. i. rechtskräftig ma-chen; auch beurkunden oder mir rechtskräftigen Bele-gen verschön.
Legalität, die Gesetzlichkeit.
Legaliter, gesetzmäßig.
Legat, Lat. Legatum, ein Dermächtmß, welches vondem Hauptcrben einem andern, nach der Vorschrift desVerstorbenen , abgegeben werden'muß; also eigentlichein Neben - oder Seitenvermächtniß. Legatum con-ditionatum, ein bedingtes — purum, ein unbeding-tes Ncbenvermächtniß.
Legat, Lal. Legatus , ein päpstlicher Gesandter.
Legatarius , einer, dem ein Legat (S. dieses) vermachtist, also ein Neben- oder Settcn-erbe.
Legende, 1. bei Münzen, die Umschrift; L.inderRö-mischkatholischen Kirche, eine Heiligengeschichte, undnach Protestantischen Begriffen, ein Hciligenmahrchen.Die Beneniluiig Legende (Lat. Legeivda, etwas Vor-zulesendes) deutet auf den Umstand, daß dergleichen Ge-schichten oder Mährchen an geiviffen Tagen östcmiich vor-gelesen werden muffen. 3 . Ein Mährchen überhaupt.
Leger (fpr. legahr), leicht, leichtfertig, leichlstnnig. Jilt3 k. D. gebraucht man das erste (wie die Franzosen ihr
leger