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2 (1808) F - Z
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Inse

Insi

Jkl

zeichnet; und 3 . weil das mit der herabwürdigendenVor-silbe un zusammengesetzte Wort Ungeziefer, wofür manin einigen Gegenden auch Unziefer Hort, und welchesdie schädlichen Thiere dieser Art von den übrigen abson-dert, außer allen Zweifel setzt, daß das einfache Gezie-ser und Ziefer ehemahls ein Insect überhaupt, ohne denNebenbegriff des Schädlichen, bedeutet habe, indem je-nes gegen dieses, sich wie Unthier, Unwesen, Unwet-ter u. s. w. gegen Thier, Wesen und Wetter, verhält. Ich trage also darauf an: daß man Ziefer für eineinzelnes Insect, in naturgcschichtlichcm Sinne, d. i.ohne den Ncbcnbegriff des Schädlichen, und das Sam-mclwort Gezieser für mehre Arten solcher Insecten zu-sammengenommen, wieder gebräuchlich zu machen suchenmöge. Das Wort Ungeziefer hingegen sei ferner, wie- bisher, nur die Benennung schädlicher Insecten.

Insensibilite (spr. Aengsangsibiliteh), die Unempsindlich-keit, Fühllosigkeit oder Gefühllosigkeit.

Insensible (spr. ängsangsibl), unempfindlich, fühllos odergefühllos.

Inseparabel, unzertrennlich.

Inserat, eine Anzeige oder Bekanntmachung, welche inöffentliche Blätter eingerückt wird. Man könnte Ein-rücksel (nach Einschiebsel gebildet) dafür sagen, wenndieses Wort nicht so übelklingend wäre. Anzeige undBekanntmachung werden in den meisten Fällen hinrei-chend sein. Sonst auch das Eingerückte und etwas ein-gerücktes. Inseratgcbühren, sind Einrückegebühren.

Inseratur, es werde eingerückt, eingeschaltet.

Inseriren, einrücken, einschalten, einverleiben.

Insidiös, hinterlistig.

lnsignien, überhaupt Zeichen oder Merkmahle, insbe-sondere aber Zeichen des Standes, der Würde, der Macht,also Standcszeicheu, Würdezeichen, Machtzeichen.Oft ist das Wort Wappen dafür hinreichend. FürReichsinsignien ist der Ausdruck Rcichsklcinodien ge-bräuchlich.

Insinuant, einschmeichelnd. Der Dichter Ticdg e hatschmeichlich für schmeichelnd versucht:

Mir grünet ein Läubchen,

Das grünt unvergleichlich;

Da lispelt so schmeichlichDie Luft in dem-Laube.

Wenn dieses Eingang findet, so wird man auch ein-schmcichlich für insinuant sagen können. Im N. D.hat man zuthuern, todoern, dafür, woraus man imH.D. das rauhere zuthuerisch gebildet hat. Ad. kenntnur zuthatig (weiches mir nie vorgekommen ist) undzuchulich. Allein das N. D. zuthnern hat den Vorzug,daß es, wie alle die Niederdeutschen Beiwörter inern, auf Gewohnheit und Fertigkeit deutet. Für einebesondere Klaffe von einschmeichelnden Personen, wel-che durch wirkliche oder angenommene Mitgefühle in dieEmpfindungen Anderer einzugehen wissen, hat Göthe

Insi Insp

die Benennung Anempfinder und Anempsinderinn gebil-det.Sie war, was ich mit Einem Worte eine 'An-empsinderinn nennen möchte. .Sie wußte einem Freun-de, um dessen Achtung ihr zu thun war, nlit besonde-rer Aufmerksamkeit zu schmeicheln, in seine Ideen (Be-griffe) so lange als möglich einzugehen; so bald sieaber ganz über ihrem Horizonte (Gesichtskreise) waren,mit Eptase (Entzücken) eine solche neue Erscheinung, auf-zunehmen." Wilhelm Meisters Lehrjahre.

Insinuation; 1. die Eingabe einer Schrift bei einerLandcsstelle, einem Gerichtshöfe u. s.w. 2. Die Ein-händigung, z. B. insinuatio citationis, die Einhän-digung der Vorladung. 3 . Die geheime oder listigeMittheilung einer Nachricht, Einflößung einer Meinung,Vorspiegelung n. s. w., wofür man in WiclandsDeutschem Merkure, auch anderwärts, die Einlispe-- lung zu sagen angefangen hat:Nach aristokrati-scher Einlispclung." Sonst gebrauchen wir auch dieWörter einblasen und einstüstem in diesem Sinne.

Insinniren, 1. eingeben oder übergeben, zustellen; undwenn der Nebenbcgriff der Heimlichkeit damit verbun-den wird, einlispeln, einblasen und einstüstern. 2. Sichinsinniren, sich einschmeicheln, beliebt machen.

Insipide , 1. ungeschmack, schaal; 2. albern, unver-ständig.

Insisti ren , auf etwas bestehen.

Insoeiabel, ungesellig, unverträglich.

Insolation, das Hinstellen an die Sonne, mit EinemWorte, das Sonnen.

Insolent, ungebührlich, übermüthig, grob, unver-schämt. Auch das N. D. patzig paßt oft dafür.

Insolenz, die Ungebührlichkeit, Grobheit, Unverschämt-heit.

In solidem (sich verschreiben oder verbürgen), auf dasGanze, sür's Ganze, einer für den andern.

Insoliren, an die Sonne stellen, mit Einem Worte,sonnen.

Insolvent, der nicht bezahlen kann. Zahlungsunfähig,welches man dafür angesetzt findet, ist ein zu unbehülf-lichcs Wort. Für: er ist insolvent, sagen wir: erhört auf oder er hat aufgehört zu zahlen.

In speeie, insonderheit.

Inspecter, Lat. Inspector, der Aufseher.

Inspection, in Allgemeinen, die Aufsicht; wenn aberder Superintendent (im Brandenburgischcn, der Inspe-cter) von seiner Inspection redet, so meint er den sei-ner Aufsicht angewiesenen Sprengel. Der Inspecteurbei dem Preußischen Heere versteht unter dem WorteInspection seinen Aufsichtskreis. Inspectio ocula-ris ist eine Besichtigung.

Inspiciren, 1. besichtigen, 2. die Aufsicht worüberführen.

Inspiration, die Eingebung, Begeisterung.

Inspiriren, eingeben, begeistern.

Instal-