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Infa
Indu
Fleiß, und, vermöge des Slammworts Trieb, welchesei» Vorwartsstreben andeutet, auch gewissermaßen Er-sinvsamkeit, zugleich ausgedruckt.
Industrieschule. Die Deutschen Ausdrücke Arbeitsschuleund Werkschule, welche einige dafür versucht haben,möchten zu sehr an Arbeitshaus und Werkhaus erin-nern, und dadurch Ncbenbcgriffe erwecken, welche fürdas Aufkommen dieser wohlthätigen Anstalten schadlichwerden könnten. Wen» auch einige der neuern Bil-dnngsanstalrcn dieser Art mehr einem Arbcits - oderZuchthaufe, als einer Schule gleichen sollten, so mußdoch der allgemeine Name für alle davon nicht hergenom-men werden. —■ Besser hat man sie an einigen Opten,z. B. in Berlin, Erwerbschulcn genannt. Diese Be-nennung verdient allgemein angenommen zu werden,wenn gleich das Wort Industrie darin nicht vollstän-dig übertragen wird : denn i. ist es nicht nöthig, daßder einer©cf)ule alles ausdrucke, was darin ge-lehrt und geübt werden soll; 2. bietet der Begriff desErwerhens oder der Uebung im Erwerbe», einen derHauptzwecke einer solchen Anstalt dar; und zunächst die-ser .Name die Absicht einer solchen Anstalt den unterstenVolksklasscn, für die sie zunächst gehört, von einer Sei-te bekannt, welche diese am leichtesten fassen können,und von welcher das Vorhaben ihnen am leichtesten alsein nützliches einleuchten kann.
Industrios, betriebsam, und wo es auf Vollständigkeitdes Begriffs ankommt, kunstbctriebsam, wie kunster-fahren.
Iueffable, unaussprechlich, unausdruckbar.
Inegal, ungleich.
luegalitüt, die Ungleichheit.
In elegant, unzierlich, gefchmackwidrig oder geschmacklos:
Ineleganz, die Unzierlichkeit, Geschmacklosigkeit oderGeschmackwidrigkeit.
Inestimabel, unschätzbar.
Inevitabel, unvermeidlch.
Inexcusabel, was nicht entschuldiget werden kann, un-verantwortlich. S. Excusabel.
Inexorabel, unerbittlich.
In expensas condemniren, sagen die Rcchtsgelehrtcn,für: einen zu den Kosten verurtheilen.
Inexperienx, die ttnersahrenheit.
Inexpiabel, unaussöhnlich, oder unaussühnlich. Mankönnte unsühnbar dafür sagen.
Inexplieabel, unerklärlich.
Inexprimabel, unaussprechlich, unbeschreiblich.
Inexpugnabel, unüberwindlich, z.B. eine solche Festung.
In extenso , ganz, vollständig, seiner ganzen Ausdeh-nung nach.
Inextinguibel, unauslöschlich, untilgbar; z. B. einesolche Schuld.
Intaillible (spr. ängfalljibl). ttntrieglich, dem A d. dieBedeutung dieses Französischen Wortes beilegt, sagt
'Infa ~ Infi
offenbar etwas anders; es bezeichnet nämlich einen, wel-cher nicht triegen oder bekriegen kann; keincswcges aberauch einen, welcher nicht betrogen werden oder sich nichtirren kann. Das eigentliche Wort, welches wir dafürhaben, ist unsohlbar.-
Infaillibilite (spr. Aengfalljibiliteh), die Unfehlbarkeit.Infam, 1. ehrlos; er ist ehrlos gemacht und.fortgejagtworden; 2. schändlich, wie wenn unan ausruft: dasist infam! ",
Infamie, die Ehrlosigkeit, Schändlichkeit.
Im'amiren, verläum.den, verschreien, berüchtigen« „Dar-um , daß er eine Jungfrau in Israel berüchtigst hat."Luther.
Infam, in'Spanicn und Portugal,^ein Königssohn, ,ei»königlicher Prinz. . «-o
Infanterie;, das Fußvolk. . .. ; , •. ::
Infanterist, ein Soldat zu Fuß, ein Fußgänger. vInfanticidium, der Kindermord.infantinn, in Spanien und Portugal, eine Königstoch-ter, eine königlichp.Prinzessinn.
Inlatigabel, unermüdlich. Unermüdet, welches oftda-für gebraucht.wird, heißt nicht, was njcht zu ermüdenist, sondern vielmehr was nicht ermüdet iff,.und gmßt.'aNnicht für das Franz, insatigable, fanöern för insatigärt.Infect, angesteckt oder verpestet, 5. B dergleichen Lust.Infectiou, die Ansteckung, das Anstecken.
Insel oder Inful, die Bischofsmütze , oder der Bischofshut.Inferior, der Untergeordnete , der Untergebene. . -Inferiren, 1. hineintragen, 2. die Folge ziehen oder. schließen. . - - , -
Infestiren, feindlich anfallen, befehden, berennen.Iniestirung, der ftinöliche Angriff oder.Anfall ; die B.e-fchdnng, djc Berennung., 7 .
Instbulation, das Einringeln; ein schpn den Alten .be-kanntes, und in neuern Zeiten gegen das Laster derSelbstschwachung.(in verzweifelten Fallen ). empfohlnesMittel die Keuschheit zu erhalten. S. RevistonswerkThl. VI.
Infibuliren, einringeln. 1 r,
Inliciren, anstecken. Wir sagen auch ergreifen:/ ,Mrwurde von der Seuche ergriffen." Sturz .gebraucht,wie die Engländer ihr cath, das Wort fangen für in-ficirt werden:, „Und doch hören wir ihre (der Originalgenies) Orakelsprüche gern, und fangen endlich ihreKrankheit." Da wir schon Feuer fangen zu sagen gc-wvhnt sind, und keinen andern Ausdruck in unsererSprache haben, der denselben Begriff eben so kurz.undgut bezeichnete: so verdient diese neue figürliche Bedeu-tung des Worts fangen angenommen zu werden.Inüdel, ungetreu oder untreu.
Iniidelität, die Untreue, die Treulosigkeit. Klopstockhat auch die Trcubrüchigkeit gesagt: „Daß er die Aus-führung seiner Trcubrüchigkeit bis nach seinem (dessen)Tode verschöbe,"
Infini-