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2 (1808) F - Z
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Infa

Indu

Fleiß, und, vermöge des Slammworts Trieb, welchesei» Vorwartsstreben andeutet, auch gewissermaßen Er-sinvsamkeit, zugleich ausgedruckt.

Industrieschule. Die Deutschen Ausdrücke Arbeitsschuleund Werkschule, welche einige dafür versucht haben,möchten zu sehr an Arbeitshaus und Werkhaus erin-nern, und dadurch Ncbenbcgriffe erwecken, welche fürdas Aufkommen dieser wohlthätigen Anstalten schadlichwerden könnten. Wen» auch einige der neuern Bil-dnngsanstalrcn dieser Art mehr einem Arbcits - oderZuchthaufe, als einer Schule gleichen sollten, so mußdoch der allgemeine Name für alle davon nicht hergenom-men werden. Besser hat man sie an einigen Opten,z. B. in Berlin, Erwerbschulcn genannt. Diese Be-nennung verdient allgemein angenommen zu werden,wenn gleich das Wort Industrie darin nicht vollstän-dig übertragen wird : denn i. ist es nicht nöthig, daßder einer©cf)ule alles ausdrucke, was darin ge-lehrt und geübt werden soll; 2. bietet der Begriff desErwerhens oder der Uebung im Erwerbe», einen derHauptzwecke einer solchen Anstalt dar; und zunächst die-ser .Name die Absicht einer solchen Anstalt den unterstenVolksklasscn, für die sie zunächst gehört, von einer Sei-te bekannt, welche diese am leichtesten fassen können,und von welcher das Vorhaben ihnen am leichtesten alsein nützliches einleuchten kann.

Industrios, betriebsam, und wo es auf Vollständigkeitdes Begriffs ankommt, kunstbctriebsam, wie kunster-fahren.

Iueffable, unaussprechlich, unausdruckbar.

Inegal, ungleich.

luegalitüt, die Ungleichheit.

In elegant, unzierlich, gefchmackwidrig oder geschmacklos:

Ineleganz, die Unzierlichkeit, Geschmacklosigkeit oderGeschmackwidrigkeit.

Inestimabel, unschätzbar.

Inevitabel, unvermeidlch.

Inexcusabel, was nicht entschuldiget werden kann, un-verantwortlich. S. Excusabel.

Inexorabel, unerbittlich.

In expensas condemniren, sagen die Rcchtsgelehrtcn,für: einen zu den Kosten verurtheilen.

Inexperienx, die ttnersahrenheit.

Inexpiabel, unaussöhnlich, oder unaussühnlich. Mankönnte unsühnbar dafür sagen.

Inexplieabel, unerklärlich.

Inexprimabel, unaussprechlich, unbeschreiblich.

Inexpugnabel, unüberwindlich, z.B. eine solche Festung.

In extenso , ganz, vollständig, seiner ganzen Ausdeh-nung nach.

Inextinguibel, unauslöschlich, untilgbar; z. B. einesolche Schuld.

Intaillible (spr. ängfalljibl). ttntrieglich, dem A d. dieBedeutung dieses Französischen Wortes beilegt, sagt

'Infa ~ Infi

offenbar etwas anders; es bezeichnet nämlich einen, wel-cher nicht triegen oder bekriegen kann; keincswcges aberauch einen, welcher nicht betrogen werden oder sich nichtirren kann. Das eigentliche Wort, welches wir dafürhaben, ist unsohlbar.-

Infaillibilite (spr. Aengfalljibiliteh), die Unfehlbarkeit.Infam, 1. ehrlos; er ist ehrlos gemacht und.fortgejagtworden; 2. schändlich, wie wenn unan ausruft: dasist infam! ",

Infamie, die Ehrlosigkeit, Schändlichkeit.

Im'amiren, verläum.den, verschreien, berüchtigen«Dar-um , daß er eine Jungfrau in Israel berüchtigst hat."Luther.

Infam, in'Spanicn und Portugal,^ein Königssohn, ,ei»königlicher Prinz. . «-o

Infanterie;, das Fußvolk. . .. ; ,. ::

Infanterist, ein Soldat zu Fuß, ein Fußgänger. vInfanticidium, der Kindermord.infantinn, in Spanien und Portugal, eine Königstoch-ter, eine königlichp.Prinzessinn.

Inlatigabel, unermüdlich. Unermüdet, welches oftda-für gebraucht.wird, heißt nicht, was njcht zu ermüdenist, sondern vielmehr was nicht ermüdet iff,.und gmßt.'aNnicht für das Franz, insatigable, fanöern för insatigärt.Infect, angesteckt oder verpestet, 5. B dergleichen Lust.Infectiou, die Ansteckung, das Anstecken.

Insel oder Inful, die Bischofsmütze , oder der Bischofshut.Inferior, der Untergeordnete , der Untergebene. . -Inferiren, 1. hineintragen, 2. die Folge ziehen oder. schließen. . - - , -

Infestiren, feindlich anfallen, befehden, berennen.Iniestirung, der ftinöliche Angriff oder.Anfall ; die B.e-fchdnng, djc Berennung., 7 .

Instbulation, das Einringeln; ein schpn den Alten .be-kanntes, und in neuern Zeiten gegen das Laster derSelbstschwachung.(in verzweifelten Fallen ). empfohlnesMittel die Keuschheit zu erhalten. S. RevistonswerkThl. VI.

Infibuliren, einringeln. 1 r,

Inliciren, anstecken. Wir sagen auch ergreifen:/ ,Mrwurde von der Seuche ergriffen." Sturz .gebraucht,wie die Engländer ihr cath, das Wort fangen für in-ficirt werden:,Und doch hören wir ihre (der Originalgenies) Orakelsprüche gern, und fangen endlich ihreKrankheit." Da wir schon Feuer fangen zu sagen gc-wvhnt sind, und keinen andern Ausdruck in unsererSprache haben, der denselben Begriff eben so kurz.undgut bezeichnete: so verdient diese neue figürliche Bedeu-tung des Worts fangen angenommen zu werden.Inüdel, ungetreu oder untreu.

Iniidelität, die Untreue, die Treulosigkeit. Klopstockhat auch die Trcubrüchigkeit gesagt:Daß er die Aus-führung seiner Trcubrüchigkeit bis nach seinem (dessen)Tode verschöbe,"

Infini-