Indi
Indu
6Z
Indi
herzugeben , Empörung dafür sagen. „Ich konnte nichtohne Empörung sehen."
Indigniren, empören. Es empört mich, wenn ich sehe.Ich bin darüber empört.
Indigo, eine Farbe, auf Deutsch, Indiz.
Indirect, nicht geradezu. In den meisten Fällen kön-nen wir es durch Zusammensetzungen mit Seite umge-hen, z. B. ein Seitenvorwurf, ein Seitenhieb. In-directe Auflagen sind mittelbare, d. i. solche, welchenicht geradezu ausgelegt und gegeben, sondern mittelba-rer Weise> vermöge einer auf gewisse Waaren oderDinge gelegten Steuer, erhoben werden.
Iiidisciplin, dieZuchtlosigkeit, oder der Mangel an Zuchtund-Ordnung.
Indiscret; jcnachdcm der Zusammenhang ist, unbeson-nen; unbescheiden, unvorsichtig, unklug, unverschwic-gen öder schwatzhaft. Uurücksichtlich druckt das Allge-meine aus, welches bei diesen Ausdrucken zum Grun-de liegt. Dieses Wort wird von den Widersachern derSprachrcinigung gewöhnlich unter diejenigen gezählt,welche schlechterdings keiner Verdeutschung fähig sein söl-
"len. Man steht, daß dieseBehauptung ungegründet ist.
Indiscretion , die Unbesonnenheit, Unbescheidcnhcit,Unvorsichtigkeit, Unverschwiegenheit oder Schwatzhaf-tigkeit. Für den allgemeinen ba 6 et zum Grunde liegen-den Begriff weiß ich kein anderes Wort, als Unrhck-
. ficht, vorzuschlagen. i' .
Indispensabel, unerläßlich. In einigen Wörterbüchern
'•'* findet man unnachläßig dafür angesetzt; allein das wür«de eher was nicht nachlässig (uegligent) ist, heißen.Man müßte unnachlaßlich sagen.
Indisponirt, unaufgelegt, übellaunig, unpäßlich.
Indisposition, die Unaufgelegtheit, die Uebellaunigkeit,die Unpäßlichkeit.
Inlissolubel, unausflöslich.
Imdistinct, undeutlich, unbestimmt.
Indistincte, durch einander, verwirrt, in Bausch undBogen.
Individuell, besonder. „Man muß nicht bloß die all-gemeine, sondern auch die besondere (individuelle)Denk-art der Menschen erforscht haben, wenn man ihreHandlungen richtig beurtheilen will." Theophron.
. Oft kann man auch persönlich dafür setzen. „Es ist kei-ne persönliche Noth, sondern nur die allgemeine, dieNoch meines Vaterlandes, über die ich jammere." Zu-weilen paßt auch einzeln und bestimmt dafür; z. B.Ich rede nicht von einem einzelnen oder bestimmten Men-schen, sondern von den Menschen überhaupt.
Individuum. Nach der Aehnlichkeit von Doppelfiinte,Kleinmadchen, Großfürst u. s. w. wagte ich, die um-schreibenden Worte: einzelnes Wesen oder Ding zusam-menzuziehen und Einzelnwesen oder Einzelding zu sa-gen. Dieser Ausdruck ist von Hcpnatz' en und eini-gen andern Schriftstellern angenommen worden. Doch
ist jener geneigt, Einzelding besser, als Einzelwesen zufinden, weil, wie er sagt, dieses letzte für nianche In-dividuen zu erhaben klinge.
Indivisibel, untheilbar.
Indivisibili tät, die Uittheilbarkeiti
Indocil, ungelehrig, hartlernig.
IndociLität, die Ungelehrigkeit, die Hartlernigkeit.
Indolent , unempfindlich, träge.
Indolenz, die Unempfindlichkcit, Trägheit.
Iudossent. S. Endosscnt.
Indossireil. S. Endossiren.
Indosso, das; ist ebenso viel als das Endossement.S. dieses.
In dubio, in zweifelhaftem Falle.
Illdubitabel, unzweifelhaft, zuverläßig.
Induciren, verleiten, verführen, hintergehen.
Induction, 1. die Verleitung; 2. in wissenschaftlichemSinne, die Aufzählung des Einzelnen oder der einzelnenFalle. Man sagt nämlich: einen Beweis durch luduc-tion führen, wenn alles bekannte Einzelne einer gewis-sen Art oder alle dahin gehörige einzelne Fälle ange-führt und daraus das Allgemeine, welches sie mit ein-ander gemein haben, gefolgert wird. Man kann dieseBeweis-art auch den Schluß aufs Ganze aus seinenTheilen nennen; eine Schluß-art, welche nur dann fürbündig gelten kann, wenn alle Theile eines Ganzen be-kannt sind oder wenigstens alle, so viele ihrer bekanntsind, indem, was daraus gefolgert werden soll, ohneAusnahme, übereinstimmen.
Indulgent, nachsichtig.
Indulgenz, die Nachsicht, die Vergünstigung, derAblaß.
Indulgiren, nachsehen, erlassen.
Induit, in der Rechtssprache, die Gewährung einer Zah-lungsfrist; mit Einem Worte, die Gnadenfrist. Inallen andern Bedeutungen, worin dieses Wort, z. B.in der Römischen Kanzcleisprache vorkommt, scheint esdurch Erlaß oder Vergünstigung gegeben werden zukönnen.
Iliduodez, in Zwolftelform. S. Folio.
In duplo, doppelt, zweifach.
Industrie (spr. Aengdüstrih), eigentlich der Fleiß. Alleinder Sprachgebrauch hat noch die Ncbcnbegriffe des Künst-liche», Erfinderischen und den der Erwerbsamkeit da-mit verbunden. Um diese nähern Bestimmungen mit aus-zudrucken, haben einige Kunstflriß, andere Erwerbfieiß,und wiederum andere Nahriingsficis dafür zu sagenversucht. Alle diese Ausdrücke kommen zwar dem Be-griffe, den uns das fremde Wort darbietet, nahe, undkönnen daher auch überall, wo es nicht auf pünktlicheGenauigkeit ankommt, dafür gebraucht werden; abersie erschöpfen ihn doch nicht ganz. Dis scheint aberdurch das von mir vorgeschlagene Wort, Kunst^etrieb-samkejt, zu geschehen; denn in diesem werden Kunst,
Flech,