Druckschrift 
2 (1808) F - Z
Entstehung
Seite
61
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Inconsistent; ich habe bestandlos dafür gesagt; auchmißhellig.

Ineonsistenz, die Bestandlosigkcit; auch die Mißhel-ligkcit.

Ineonsolabel, untröstlich oder trostlos, untröstbar.

Ineontestabel, unstreitig, unwidersprechiich, ausgemacht.

Ineontinent, unenthaltsam.

In continenti, auf der Stelle, augenblicklich, sofort.Auch angesichts:

Wer Erde liebt, liebt das, was endlich angesichtsWenn Gott gebeut, zerstäubt.

L o g a u.

Denn so viel zeigt sich angesichtsDu kannst nicht mahlen, sie nicht leiern.

Wie land.

Latinus sah hier angesichts,

Was ihm gewahrschaut worden war,

Erfüllt und auf ein Hährchen wahr.

Histor. Bilderbüchlcin.

Incontilienz, Franz. Incontinence , die Unenthalt-sinnkeit.

Ineonvenisnz, die Unbequemlichkeit, Unschicklichkeit,Ungebührlichkeit oder Ungehörigkcit.

Ineorporation, die Einverleibung.

Ineorporiren, einverleiben.

lncorreet, fehlerhaft, unrichtig, z. B. ein so gedruck-tes Buch, eine solche Schreib-art.

Ineorreetlreit, die Fehlerhaftigkeit, Unrichtigkeit.

Ineortigible ^fpr. inEorrigibt), was nicht gebessert odernicht gut gemacht werden kaun. Ein eigenes Wort da-für schien in unserer Sprache bisher zu fehlen; wenig-stens wurde uns von Ad. keins nachgewiesen. Unver-besserlich bedeutet, dem Sprachgebrauche nach. wasschon so gut oder vollkommen ist, daß es weiter nichtverbessert oder noch vollkommener gemacht werden kann.Verbesserungsunfahig aber, welches man für incorri-gible, der Bedeutung nach, sagen könnte, ist zu un-ausstehlich lang und schwerfällig. Ich bildete daher bes-serlich für corrigible, und an.besserlich für incorri-gible, welche von Eschenburg'en (indem Nach-trage) gebilligct, und von K a nt' c n angenommen wur-den. Hintennach fand ich, daß Sticler schon beidehat, nämlich besserlich für corrigibilis emendabilis,und unverbesserlich für incorrigibilis , inemendabilis,insanabilis.. Frisch bat das erste auch, aber in ei-ner andern, ganz veralteten Bedeutung, von der er fol-gendes Beispiel aus dem Agrirvla anführt:Einfrommer Mann ist niemand schädlich, sondern aller Weltbesserlich," d. i. nützlich, oder zur Besserung dienend.Da das Wort uns in dieser Bedeutung ganz fremd ge»worden ist, so dürfen wir es jetzt füglich für eorrigible,so wie uubcsserlich für incorrigible gebrauchen. Stutzschlug für das letzte unvcrbesserig vor. Allein ungeach-tet dieses, dem Klänge nach, die Aehnlichkcik mit un-

gelehrig für sich hat, so empört sich doch mein Sprach,gefühl dagegen, vermuthlich weil wir kein bejahendesBeilegungswort, vctbcsserig, wie gelehrig, haben, al-so auch kein verneinendes davon ableiten könne». Hcp-n atz hat unbesscrlieh in dem Ankibarbarus gebilliget.

Incorruptibel, unverderblich, unzerstörbar, unverwes-lich, und unbestechlich.

Ineorruptibilität, die Uuverderblichkcit, Unzerstörbar-kcit, Unyerwcslichkeit und die Unbestechlichkeit.

Ineredibel, unglaublich.

Incredulitiit, die Unglaubigkeit, der Unglaube,

Incresciren, einwachsen, Bürgerhak unrichtig, kvides scheint, cinvcrwachsen dafür gesagt:

Sie wähnt sichs von Gott geheißen,

Von dem mcinigen zu reißenIhr ihm einverwachs'nes Herz.

Dieses Wort vereiniget die Begriffe verwachsen und ein»wachsen, da dvch hier nur der letzte gedacht werden soll.

Incroyable (fpr. ängkroäjabl), unglaublich. Nach demneuesten Französischen Sprachgebrauche bedeutet ein In-croyable (ein Unglaublicher) eben das, was mau che«mahls Petit maitre, bann Elegant, und nach diesemMuscadin nannte. Weil aber die Incroyables sichdurch angenommene Plumpheit, ungeheuere Hüte, lau-ge Beinkleidern, s. w. auszuzeichnen bcstisscu sind: sohat Lichtenbcrg ihnen den, freilich etwas derbe»,aber augemesseucn Deutschen Namen, Zicrbengel, bei-gelegt.

Incrustation, die Dcrrindung oder das Berrindcn, dieBekleidung.

Inei'ustrren, verrinden, auslegen oder belegen, bekleiden.

Inculciten, einschärfen, und in schulmeisicrischem Sin-ne , einblauen. In der N. allgein. Deutsch. Biblisch,wurde angemerkt: daß man hin und wieder auch ein-keilen dafür sage. Dis nennt nun zwar Hcynatz einunaussprechlich widriges Wort; allein ich kann mir dochFälle denken, wo es in der scherzhaften, besonders dich-terischen Schreib-art keine unangchme Wirkung thunwürde.

Inculpat, der Beschuldigte.

Inculpata tutela, die Nothwehr.

Inculpant, der Beschuldigen

Inculpireii, beschuldigen, Schuld geben. Luther hatauch das einfache schuldigen, welches noch in ent-schuldigen und beschuldigen lebt :Den Mönch be-züchtigte der cvnsicllirte Spiegel der Zauberei." Ocr-tel. Zwar verwirft Ad. dieses bezüchtigcn, und willbezichtigen dafür gesagt wissen, weil es von zechen her-komme ; allein warum sollten wir nicht auch, neben je-nem, von Zucht ein Zeitwort, bezüchtigcn, ableitendürfen? Da wir eincnLügen strafen sagen, so scheintauch einen der Lügen bezüchtigcn nicht unrecht zusein.

Incumbenz,, die Obliegenheit, Pflicht.

H g Indira*