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Incl
Ineo
Ineo
Inclaviren, einklammern , einschließen.
Inclernenz, dic Ungnade.
Incliiiation, i. die Neigung oder der Hang', die Lie-be; 2. der geliebte Gegenstand, der oder die Gelieb-te. Wir sind so sehr gewohnt, das Deutsche WortNeigung in uneigentlicher Bedeutung zu gebrauchen,daß ich für Inclincuion, in eigentlichem Sinne ge-nommen, wie wenn von der Inclination einer Liniedie Rede ist, das Wort Geneige vorschlagen möchte.So habe ich dasselbe oben (S. Llisiometer) gebraucht.
Incliniren, Neigung oder Hang zu etwas haben; steh»eigen.
Includiren, einschließen.
Inclusive, eingeschlossen, einschließlich, mit Einschluß.Mein Haus kostet mir, mit Einschluß der Gerichlsge-bührcn, oder die Gerichtsgcbühren eingeschlossen u. s. w.Es ist sprachwidrig, wenn einige das Mittelwort ein-schließend, so wie ausschließend f. exclusiv gebrau-chen. Das ist eben so unrichtig, als wenn man sagenwollte, ich habe Ihnen schreibend st. schriftlich, ge-meldet.
Incognito, i. als Defchaffenhcitswvrt gebraucht: unterfremden Namen. Er reiset unter fremden Namen. 2.Als Sachwort (5, D. in der R. a. das Incognito be-obachten) gebraucht, die Namens- oder Standcsvcr-heimlichung, die llnerkanntheit.
Incolat (das), oder auch das Incolntrecht. S. Indi-genas.
Incommode, unbequem, lästig, beschwerlich.
Incommodi ren , beschwerlich fallen, lästig sein, bemü-hen, wofür man zu Luthers Zeit auch mühen, ohnedie Vorsilbe be, sagte. Dieses einfache mühen ist seitriniger Zeit auch von neuern Schriftstellern, besondersDichtern, wieder häufig gebraucht worden:
■— Die mußten die Kindleiu aufknacken.
Um nicht zu mühen des Gastes Kinnbacken.
Der neue Froschmäusler.
Incommoditiit, die Unbequemlichkeit, Beschwerlichkeit,Beschwerde, Ungelegenheit.
Incommodum, der Nachtheil, die Beschwerde. AuchBeschwer (die), welches A d, für völlig veraltet hält,kommt noch bei neuern guten Dichtern vor. BürgerB. hat es mehrmahls gebraucht:
Gewöhnt sind wir von Jugend aufAn Feld - und Waldbeschwer.
Zwischen Erd' und Himmel schwebt die ArmeSonder Ziel für ihres Flugs Beschwer.
In commun, oder in communi , gemeinschaftlich.
Incommunicabel, unmittheilbar, was sich nicht mitther-len läßt.
Incomparabel, 1. unvergleichbar, was nicht vergli-chen werden kann; 2. unvergleichlich, d, i. was allesandere übertrifft. Da dieses letzte seine eigentliche Be-
deutung verlohren bat, und nur noch uneigentlich f. vor-trefflich gebraucht wird: so bedurften wir eines andernWorts für, was nicht verglichen werden kann. Dazuhat man unvergleichbar gebildet.
Ineompatibel, unverträglich.
Incom petent, unb-fugt; z. B.ein solcher Richter. Auchunzuständig. S. Competent.
Incompetenz, die ttnbefugniß,, die Unzuständigkeit.Dis letzte hat H eynatz.
Incomplet, unvollständig, unvollzahlich. Das letztedürfte wol am besten passen, wenn von Büchern undvon ähnlichen Dingen, die aus einer gewissen Zahl vonStücken bestehen, die Rede ist.'> .
Incompreliensibel, unbegreiflich.
Inconsequent. Da das für consequent von mir gebil-dete folgerecht allgemein gcbilligct wurde: fo glaubteich, folgewidrig für inconsequent sagen zu dürfen, sowie sprachwidrig das Gegentheil von sprachrecht odersprachrichlig'bezeichnet. Auch diese Verdeutschung wur-de, nicht, bloß von Schriftstellern, sondern auch vonSprachforschern, z. B. von Rüdiger'n und Hcy-natz'en gcbilliget und angenommen. Dieser letzte sagtim Anübarbarus: daß es eben so willig aufgenommenworden sei, als folgerecht. Nur E s ch e n b u r g wand-te Folgendes dagegen ein: „Folgewidrig wäre, wasder Folge zuwiderlauft. Welcker Folge hier? Der In-conseqiiente handelt gewöhnlich fo, weil er gar keineFolge gezogen, seine bisherigen und sonst geäußerten,oder durch seine ehemahlige Handlungsweise verrathenenGrundsätze dismahl nicht befolgt, also mehr folgelos,als folgewidrig." Ich antworte: 1. Folgewidrig kannzwar heißen, was der Folge zuwiderlauft; aber es kannauch, oder nmß vielmehr (weil es das Gegentheil vonfolgerecht ist) so viel als was widrig oder unrichtigfolgt bedeuten. Denn so wie senkrecht, für was sichrecht oder gerade senkt, und folgerecht, für was rechtoder richtig folgt, genommen wird: so muß auch fol-gewidrig für was nicht recht oder was widrig folget,gelten. Aber gesetzt auch 2. daß Folge in folgewidrignicht von dem Zeitworte folgen, sondern von dem Sack-worte, die Folge, entlehnt wäre, und daß also folge-widrig so viel als was der Folge zuwiderlauft bedeu-tete: so würde es doch auch dann noch für inconse-quent gelten können. In diesem Falle nämlich kämees mit geschmackwidrig (was dem wahren oder richti-gen Geschmacke zuwider ist) und mit vernunftwidrig(was der gesunden oder richtigen Vernunft zuwider isi)überein, und es würde heißen: was der wahren oderrichtigen Folge zuwiderlauft. Es scheint also in jedemFalle, den Begriff, den wir mit inconsequent ver-binden, wieder zu geben.
Incon8equenz , Franz. Inconseqnence, die Folgcwi-drigkcit. S. Inconsequent.
Inconsideration , die Unbedachtsamkeit, Unbesonnenheit,
Incon-