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2 (1808) F - Z
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Hosp

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Huma

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zwar verstehen die Deutschen,, wenn sie dieses Lat. Wortgebrauchen, einen solchen Wirth darunter, der nicht,wie der Gastwirlh, für Geld, sondern aus Freundschaftoder Gefälligkeit bewirthet. Allein das Deutsche WortWirth ist schon längst auch in dieser ehrenhaften: Be-deutung ganz gebräuchlich gewesen:

Unser Wirth liebt frohe Gaste. Voß.

Hospital, als Sachwort, ein Krankenhaus; und wennes nickt bloß für Kranke, sondern auch für Alte, Schwa-che und Gebrechliche ist, ein Verpflegungshaus. Spi-tal odcr Spittel, welches man aus jenem fremden Wor-te gebildet hat, ist zwar in die gemeine Volkssprache auf-genommen, aber von der edleren Schriftsprache, als nie-drig zurückgestoßen worden. Zpitalkann auch nieDeutschwerden, weil es undeutsch betont ist; der gemeine Mann,der mehr aufSprach-ähnlichkeit, als der vornehme undgelehrte Theil dcrDeutschcn halt, hatte daher Recht, esin Spittel zu verwandeln.

Hospital, als Beiwort, gastfreundlich, wirthlich. S.das folgende Hospitalität.

Hospitali tät, die Gastfrcundlichkeit und das Gastrecht.DieAusdrückegastfreundlich und Gasifreundlichkeit schie-nen unserer Sprache, die sie zu bilden erlaubte, nochzu fehlen; denn gastfreundschastlich sagt oft zu viel, undist überdas etwas lang und schwerfällig. Gastfreiheitund gastfrei sind unschickliche Zusammensetzungen; dennwenn hier auch, wie A d. sagt, frei so viel als freiwil-lig und unentgeldlich bedeuten soll : so ist doch nicht ab-zusehen, wie gastfrei eine Person bezeichnen kann, dieden Gast unentgeldlich aufnimmt. Opitz'ens Gast-barkeit ist gleichfalls unrichtig gebildet. Wirthbar, wel-ches Zach ariä, wenn ich nicht irre, zuerst versuchte:Unter dem laubichten Dach der alten wirthbaren

Linden,

und Wirthbarkeit, welches Kant gebraucht hat, be-finden sich in ebendemselben Falle. Denn wenn wirgleicheinige Wörter in unserer Sprache besitzen, in welchendie Silbe bar in thätiger Bedeutung genommen wird:so ist dis doch sowol ihrer Abstammung, als auch derallgemcincrn Aehnlichkeitsrcgel zuwider, vermöge welcherdiese Endsilbe nur in der Bedeutung des Leidens gebrauchtwerden darf. Die Stelle, worin Kant Wirthbarkeitf. Hospitalität gebraucht hat, ist folgende:Es ist hiervon: Rechte die Rede, und da bedeutet Hospitalität,(Wirthbarkeit) das Recht eines Fremdlings u.s. w." Inder Folge unterscheidet er Gastrecht und Besuchsrecht:Es ist kein Gastrecht, worauf dieser (der Fremdling)Anspruch machen kann (wozu ein besonderer wohlthäti-ger Vertrag erfodcrt würde, ihn auf eine gewisse Zeitzum Hausgenossen zu machen); sondern ein Besuchsrecht,welches allen Menschen zusteht, sich zur Gesellschaft an-zubieten , vermöge des Rechts des gemeinschaftlichen Be-sitzes der Oberfläche der Erde." Wo es nicht auf pünkt-liche Genauigkeit ankommt, kann man beide Begriffe

unter Gastrecht, einmahl in enger, das andere mahlin weiter Bedeutung genommen, füglich zusammenfas-sen. Andere haben für Hospitalität und hospitalWirthlichkeit und wirthlich gesagt:

Die Eule singet bald, der düstre Rabe krächztDurch deine wirthlichen Gewölbe.

Alxing er.

Ad. hat dieses Wort nur als gleichbedeutend mit wirth»schaftlich gekannt; es wird hierüber für hospital odergastfreundlich genommen. S. Oeconomisch, und da-selbst den Unterschied zwischen wirthlich und wirthschaft-lieh. Endlich haben einige Dichter auch das Wort gast-lich (welches in A d.'s Wörterbuche gleichfalls fehlt) b .>sucht, und zwar zunächst für gastmahl-artig, oder waszu einen: Gastmahle paßt, z. R. ein gastliches Mahl,mit gastlicher Feierlichkeit; dann aber'auch für hospi-tal: ,,er nahm ihn gastlich auf." Kvsegarten.Under verbot ungastlich den Fremdlingen allen den Zugang."Voß.

Hospitis en, in der Sprache der Hochschüler, Besuchs-weise einer Vorlesung beiwohnen. Man könnte das ver-altete gasten auch für diese Bedeutung erneuern.

Hospitium, i. die Herberge, 2. das Einlager oder dasRecht bei einem einzukehren; Z. in der Sprache derHochschüler, ein Gelag oder Trinkgelag.

Hostie, eigentlich das Schlachtopfer oder Tdpferthier;in der Kirchensprache, das Nachtmahlsbrot.

Hostil, feindlich.

Hostilität, die Feindseligkeit, wofür wir auch mit O p i-tz'e n kürzer Feindlichkeit sagen könnten.

Hotel, :. das Haus eines großen Herrn. Es hält hierdie Mitte zwischen Pallast und Haus, und könnte, we-nigstens in einigen Fällen durch Herrenhaus übersetztwerden, z. B. i» der Vorstadt 8 t. Germain zählt manmehr Herrenhäuser, als in andern Theilen der StadtParis. Sonst haben wir auch das Wort Hof dafür,welches ehemahls ganz allgemein dafür gebraucht zu seinscheint. Auch jetzt noch gibt es in manchen Städten ehe-mahlige Hotels, welche diese Benennung mit-dem Na-men ihrer alten Besitzer verbunden, führen; wie z. V.in Braunschwcig der Adcrstadtsche Hof, in Leipzig derAuerbachshof, u.s. w. 2. Ein großer Gasthof. DasHotel de ville ist das Stadt - oder Rathhaus.

Human, menschlich, mild, gütig, menschenthümlich.S. Humanität.

Humaniora, die schonen Wissenschaften, insofern dar-unter auck die alten Sprachen und die zum Verständ-niß der Alten erfoderlichen Hülsswissenschaften begrif-fen werden. Man gab den schönen Wissenschaften jenenehrenvollen Lateinischen Namen zu einer Zeit, wo manvon ihnen noch in Ernst sagen konnte, was in unsernZeiten leider! einer sehr bittern Spötterei ähnlich klin-gen würde: Emolliunt mores, nec sinunt esse fe-ros,