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2 (1808) F - Z
Entstehung
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Gara

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flrnfce, gar nicht unwahrscheinliche Meinung vor, dieVon Ad. angeführt zu werden wol verdient hakte:Manfindet im Kerone (für laufen) hlausnu, und im @0=lhifchcu binnpan. Dieses h, so das l begleitet' hat,ist bei den Alten ohne Aspiration ausgesprochen, undin c verändert morden; aus hludwig mürbe Ciodo-vaeus, aus htuder, Clotharius; so ist im neuen La-kein aus blopan eollapare und caluppare geworden.Im heutigen Teutschen sagt man noch im Niedersächsi-schen lopcn; und die Franzosen haben anstatt des b dieSilbe ga, für hlop, gniop gesetzt." Eine andereVermuthung, von der ich nicht zu sagen weiß, ob ichsie irgendwo gefunden habe, oder selbst zuerst daraufverfallen bin, ist: daß Galopp ursprünglich Gaulopgeheißen habe, und aus gau, schnell, und lopen,laufen, zusammengesetzt, von den Franzosen aber, diedas Deutsche gart für ihre Aussprache zu breit fan-den, in galop verwandelt worden sei. Aber wennnun auch, diesen Vermuthungen zufolge, Galopp wirk-lich ursprünglich Deutsch ist: so verletzt es doch theilsdie allgemeinste Regel unserer Sprache durch seine un-. deutsche Betonung, theils dic H. D. Sprach-ähnlichkcitinsbesondere, indem das N. D. Lop im H. D. Laufheißen muß. Es muß daher, wo nicht verdeutscht, dochwenigstens verhochdeutscht werden; und hiczu habe ichSchneillanf vorgeschlagen. Für kurzer und langer Ga-lopp, kann man kurzer und laitger oder gestreckterSchnclllauf sagen.

Garant, der Bürge, der Gewahrmann (wie Ad. disWort geschrieben und ausgesprochen wissen will, wofüraber der Sprachgebrauch die richtigere Zusammensetzung,Gewährsmann, eingeführt hat); bekannte Wörter, wel-', eben ich noch Gewährleister beigeselle, weil dieses dieBequemlichkeit gewährt, daß man auch ein weiblichesWork, die Gewährleistennn,davon ableiten kann. Stutzmachte die Bemerkung:daß diese Deutschen Wörterzum Gebrauch im gemeinen Leben und bei bürgerlichenVerhandlungen, aber nicht für die der Fürsten brauch-bar wären, weil diese, wenn sie eine Garantie über-nehmen, sich zwar verpflichten, ihre Macht mit der desandern zu vereinigen, um einen Dritten zur Haltungseiner Zusage zu zwingen, aber nicht, wie Bürgen undGewährsmänner bürgerlichen Standes, gezwungen wer-den könnten, entweder den Wortbrüchigen zur Erfül-lung seines Versprechens anzuhalten, oder selbst zu lei-sten, was dieser entweder nicht leisten könne, oder nichtleiste» wolle." Allein wenn dieser Grund für gültig an-erkannt werden sollte, so müßten mehre gute DeutscheWörter aus dem Wortcrbuche für Fürsten ausgeschlos-sen werden, z. B. Vertrag, versprechen, Gesefl u. s.w.,weil es voit jeher Fürsten gab, die durch den Inhaltdieser Wörter sich nicht länger gebunden glaubten, alssie es selbst für gut fanden. Haben wir nicht sogar voreiniger Zeit in allen Zeitungen gelesen, daß ein freund-

schaftlicher Hof dem andern mit dürren Worten öffent-lich zu erkennen gab: Weil aber Ew. kaiserliche Maje-stät das Völkerrecht rticht anzuerkennen scheinen n. s. w.Und dennoch fährt man, ,clbst an den Höfen solcherFürsten fort, dergleichen Wörter so zu gebrauchen, alswenn sie die in dem bürgerlichen Spr^l,gebrauche ih-nen beigelegte Bedeutung und Kraft auch für sie nochnicht verloren hatten. Wir dürfen und wollen daherauch von Fürsten sagen: daß sie Bürgschaft oder Ge-währ (Garantie) übernommen haben, und Gewähr-lctster (Garnnts) geworden sind; und es dabei ihnenselbst überlassen, über die mit diesen Wörtern zu ver-bindenden Begriffe unter sich übereinzukommen. I»Grunde ist Garantie (nculateinisck, waranda, gua->randa) .ant» Gewahr ein und ebendasselbe Wort.

v. Stade hat Schutzmann für Garant; und K in-de r l i n g hat Gutsprechcr dafür angesetzt, welches aberwol in Gutsager verwandelt werden müßte, weil dasZeitwort gutsagen, nicht gutsprcchcn, lautet.

Garantie, die Gewahr, Gewährleistung, Bürgschaft.

Garantiren, bürgen, sich verbürgen, gut sein, gut.sa-gen, für etwas stehen, hasten, Bürgschaft oder Ge-währ leisten ; auch gewähren. Ueber die zwischen die-sen Ausdrücken Statt findenden feinen Unterschiede sieh.Eberhards Synonymik unter Bürgen. Posselkhat die R. a. Gewähr leisten zusammengezogen und einZeitwort daraus gebildet, gewährleisten:worin denHolländern von Seiten der Fränkischen Republik dieewige Abschaffung der Statthalterschaft gewährleistetward." Allein dieses neue Zeitwort scheint nicht statt-haft zu sein, weil die R. a., aus der es gebildet ist,nicht etwas Gewähr leisten, sondern über etwas Ge-währ leisten, lautet.

Ganzem (spr. Garßong). Man hört oft im Deutschen dieFranz. R. a. en garcon leben, wofür man ledig odernnverheirathct bleiben, als eine ledige Person oder alsJunggeselle leben, sagen kann.

Garde, die Wache. Indeß, da das Franz. Wort ur-sprünglich Deutsch ist (aus Warte, durch gewöhnlich«Verwandlung des w in,g^ wie guerre von W-Hr),nicht undcutsch klingt, und schon in der Volkssprachegebräuchlich ist: so mag man es immerhin für einge-bürgert halten. Aber für Garde du corps, welches garzu uudcutfch ist, müssen wir Leibwache sagen.

Garderobe; je nachdem ein Schrank, oder eine Kam-mer zur Aufbewahrung der Kleider gemeint wird, .Klei-derschrank oder Kleiderkammer. Man meint aber auchoft damit das, was der Kleiderschrank oder die Klei-derkammer enthält, nämlich den gcsammten Kleidervor-rath, wie wenn man z. B. sagt; er trug seine ganzeGarderobe auf dem Leibe, oder, seine Garderobe:war äußerst dürftig. An Höfen wird unter Garderobe'theils das Bedientenzimmer, theils die darin befind«liche Dienerschaft vder Hausdiencrschaft verstanden,a Gar*