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Feti
Feud
Fiäc
Fide
Vor solchen Ungeheuern
Knick die verführte Welt, und lernet Teufeln feiern.
Hall er.
Die N. Deutschen besser mit dem vierten:
Ich fcire dankbar meinen Held.
R a m l e r.
Es liegt nämlich in der That einerlei Hauptbegriffzum Grunde: man mag eine Person oder eine Sachefeiern, nämlich der Begriff des Auszeichnens durch Ver-ehrung, Freude, Lob u. s. w. Warum sollte denn dergefeierte Gegenstand nicht das eine mahl so gut als dasandere mahl im vierten Falle stehen?
Fetisch- Diesen Namen fuhren die Gegenstände der Ab-götterei in Guinea. Einige derselben find einer ganzenLandschaft, andere nur einer Familie eigen. Gewöhn-lich sind es Bilder natürlicher Dinge, z. B. eines Baums,eines Vogels, eines Assens u. s. w., wie der kindischeAberglaube jener Völker zum Gegenstände ihrer Vereh-rung, man weiß nicht warum, gewählt .hat. — Kantversteht unter Fetifchglaube „die Ueberredung, daß das,was weder nach Natur, noch nach moralische» (sittlichen)Vernunfkgcfetzcn etwas wirken kann, doch allein schondas Gewünschte wirken werde, wenn man nur fcstiglichglaubt, es werde dergleichen wirken, und dann mit die-sem Glauben gewisse Förmlichkeiten verbindet;" ein weit-verbreiteter, durch alle Länder und bei allen Glaubens-genossen herrschender Wahn! Fetischdienst, nennt er,„wenn nicht Principien (Grundsätze) derSi.ttlichkeit, son-dern statuarische Gebote ( Satzungen), Glanbensregelnund Dbservanzen (herkömmliche Gebräuche), die Grund-lage und das Wesentliche des Gottesdienstes ausmachen."Unter Fetischmachen endlich versteht er den Mahn, daßman die Kunst besitze, durch ganz natürliche Mittel eineübernatürliche Wirkung hervorzubringen..
Feudal unt> Feud um» Reß vermuthet (Beitrage zurweit. Ausb. der Deutsch. Sprache III. 154.) nicht ohneWahrscheinlichkeit, daß diese neulateinischen Wörter, ausdem altdeutschen Fede, Fehde oderFaide entstanden sind.Ein Fehdegut hieß ein solches, welches für die übernom-mene Verpflichtung, dem Verleiher zur Fehde oder. inden Krieg zu folgen, abgetreten oder verliehen wurde.S. Allodialguf. Jetzt sagen wir Lehngut dafür ^ unddas Beiwort feudal könrien wir. durch Zusammensetzun-gen mit Lehn geben, z. B. Lehnsrechte für Feudalrech-te, Lehnsverfassung für Feudalsystem;. Feudalge-richt, feudale judicium r eimLehnsgvricht. Eeudalissuccessio * die Lehnsfolge. Feudi. .prLvatiö ,^dieLehnsentsehung. Feudum apertum , ein. 'eröffnetesLehn; - 'devolutum';.' ein heimgefullenes,;:.— . da-
rum , ein gegebenes oder verliehenes; — 'masculinum,
' kill' männliches; ^-toemiiiiuum, ritt tvMliches oderKu,nkellehtt; — gentile, ein Stamm lehn; — au-licum', din — castäldiae vdrr guastaldiae,
ein Ambachtslehn, womit der Landesherr diejenigen.
die seine Sachen verwalten, belohnt; — castrense*ein Burglehn; — censuale, einZinnslehn, das inbestimmten jährlichen Zinsen besteht; — collaterale,
, ein Seiteuverwandschaftslehn, d. i. ein solches, dasauf Seitenverwandte vererbt werden kann; — commu-ne, ein Gefammtlehn; — domesticum , ein Stamm-lehn; — francum, ein Frei - oder Ehrenlehn , mitwelchem kein Ritterdienst verbunden ist; — feudumignobile ober plebejum, ein unadeliges; >— nobi-le, ein adeliges Lehn; — rusticum, ein Bauern»lehn; — seculare , ein Fürsten - oder Fahnenlehn,das in weltlichen Gütern besteht; — urbanum , einBürgerlehn.
Fiacre, eine Miethkutsche, dergleichen in großen Städ-ten auf öffentlichen Plätzen zu jedermanns Dienste be-reit zu stehen pflegen, Der erste Miethkutscher in Pa-ris soll auf dem, seine Wohnung bezeichnenden Schildedas Bild des heil. Fiacre, Königs der Schotten im VII.Jahrhunderte, gehabt haben. Daher die Benennung.Fiat, zugestanden! verwilliget! gewahrt!
Fibel, das ABCbuch.
Fiber, die Faser. Wenn Ad. (unter Fiber) daraufdringt, daß ein Unterschied zwischen Fiber und Faserangenommen, und jenes nur von den zarten organischenFäden im thierischen Körper, dieses von unorganischenFäden gebraucht werden soll; so scheint das eben sowillkührlich zu sein, als dieser vermeinte Unterschied et-. was undeutlich angegeben ist. Denn wie sollen nun dieFäden der Pflanzen genannt werden, welche weder zuden Fibern in thierischen Körpern, noch zu den unorga-nischen Fasern gerechnet werden können. Fiber (Fibra)ist Lateinisch, Faser Deutsch; dis scheint mir der einzi-ge Unterschied zwischen beiden zu. sein. Wir haben auchdas'Mort Zaser, in der Verkleinerungsform Zaserchen,^ welches besonders von den kleinen Fasern oder Fadender Wurzeln'gebraucht wird. Hn Gründe mögen 'bei-de, Faser,und Zaser, ein und ebendasselbe Wort, nurnach verschiedener Aussprache sein. sFibrös, faserig oder fasekicht. A'd. Hat nur das erste:es können aber doch Falle eintreten, wo'wir auch deszweiten bedürfen. Faserig ist, was-Fasern hat, fast»
° ; richt, was aus Fastrtt besteht. '
Fibtibn, die Erdichtung.
Fideicommiss, anvertrautes Gut, welches für diejeni-gen, welchen es vermacht ist, aufbewahrt werden muß.Kinderling sagt: „Der gemeine Mann nennt Gelder,
' die auf gewissen HäuseLn haften , Klcbegelder." Da-nach könnte man allgemeiner Klebegut sagcu. Rüdi-ger hat es durch Erbstück verdeutschen wollen; alleinnicht jedes Erbstück ist ein Fideicommiss, sondern nurein solches, welches nicht verbraucht 'und nicht veräu-ßert werden darf. Haltaus hat-der Treuhänder f.Fideicommissarius Wenn dieses noch jeyt gebräuch-lich wäre, oder wieder gebräuchlich gemacht werden könn-te,