Fein
Fert
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Feti
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Februar, welcher vielleicht der Schluß ihres Jahres war,das Trinkhorn wacker herumgehen ließen; so daß Hor-nung so viel als Poculirung bedeuten mochte. Fri-sch ens Hcrlcitung voncklor, Kokh, hat wenigstens diejetzige Eigenheit unseres Himmelsstriches für sich, daßim Februar gewöhnlich ein Abschnitt des Winters Statt■ zu finden und Thauwetter einzutreten pflegt, da es dannan Kothe gewöhnlich nicht fehlt. Ob dis schon iit : al-ten Zeiten der Fall war oder nicht, muß ich dahinge-stellt sein lassen.
.Feinte (spr. Fangte), die Verstellung, List; in der Fecht-kunst, wo man es im Deutschen Finte auszusvrechcnpflegt, ein Trugsioß. Hcynatz. Boß hat nichtigeStreiche dafür gesagt: .
Jctzo verwirrt ihn der Herrscher, mit nichtigenStreichen ihm drohend.
Felicitation, die Glückwünschung, der Glückwunsch.Feliciter, glücklich.
Felicitiren, glückwünschm. ^
Felonie, ein Verbrechen gegen die Lehnspflichten/efneLehnstreulasrgkeit, ein Lehnsfrevel. Heynatz hatLehnsunkreue dafür angesetzt, welches aber seiner Be-tonnung wegen hart klingt.
Femininum, weiblich. Generis ferriimni, weiblichesGeschlecht. '
Ferien, Freitage, wie Freistunden. Sonst auch Feier-tage. Ferien selbst aber kann, da es nicht uüdeutschklingt und schon allgemein üblich ist , für eingebürgerkgelten. Feriae caniculares , Hundstagsferien.
Ferm,' fest, mannhaft.
Fermate, auch Ferma und Fermata, in der Tonkunst,.die Anhaltung oder der Stillstand des Gesanges oderSpiels auf einem Tone , wo .die.Begleitung ruht, unddie Hauptstimmc den Ton bloß anhält und dehnt, ydcrdurch Verzierungen,darauf Eingeleitet wird. Eschen«bürg. ^
Ferme, i. die Pacht oder Pachtung,. z. B. in.Tabacks-kerme; 2 .. ein Pächthof, eine Meierei. '
Ferment, das, Gahrmittel, der Gachrteig oder Sauer-teig. Cate.l hat statt Gahrmittel lieber Gärungs-mittel ansetzen wollen. Jeness.'ist aber eben so fprach-richtig, und zugleich um eine Hilde kürzer. In einigenFällen würde <8ahrstoff am hestcn passen, z.B. wenn-nWieland sagt:' „Aber sosske,.kejn .verborgenesFer-ment von Zweifel und gegenseitigem Mißtrauen Zurück-geblieben sein?" Fermentnni irr<)rbi, der Krankheits-swff. ^ ICy.,.
Fermentation, die Gehrung, das Gahren.Fermentiren, gahren. .
Fermete,, die Festigkeit, Standhaftigkeit.
Fertil, fruchtbar,. ergiebig. . - , , ^
Fertilisiren, fruchtbar machen, befruchten. - .GF -Fertilitiit, die Fruchtbarkeit, Ergiebigkeit,
Fervenr, der Eifer, besonders der Andachts-eifer, oderdie glühende- Andacht, die Inbrunst.
Festin {fyi'. Fcstäng), ein Fest, ein Gastmahl, dichte-risch ,> ein-Hochmahl-.
Festivität, eine-Feierlichkeit, Festlichkeit.
Festoitchspr. Fcstong), ein Gewinde von Blumen, Laub-
- werk und Früchten. Es scheiüt, daß Guirlande undFeston darin unterschieden sind, daß jenes ein Gcwin-
- de von-Blumen,. dieses hingegen von Blättern und Früch-ten bedrutet. Wäre dieses, so könnte man für Gnür-lande-Bknmengewinde, für Feston hingegen Frucht-gewinde und Fruchtschnur sagen, und beide dadurchauch im Deutschen unterscheiden. In den Wörterbüchern‘— so viele ich ihrer auch-darüber nachgeschlagen ha-be—findet man diesen Unterschied nicht bemerkt. C a-lel z. B. hat Blumengewinde-für Fes-ton angesetzt; wo-für Becker (in den Erholungen)-Gehänge gesagt hat:„Das Wintergrün über dem' Eingänge war in zierlicheGehänge-verflöchten."
Fete (spr. Fähr'), ein Fest , Freudenfest, Gastmahl,Freudenmähl, Hochmahl.
Fetiren (einen)', in der Bedeutung- einem Ehre oder Ver-ehrung erweisen-, können wir durch: einen feiern, über-setzen. „Der allgefeierte 9t. 9t." Schon Luther hatdiesen Ausdruck gebraucht : -,;Jch will ihn nicht viel dar-um feiern." Ad. führte zwar diese Bedeutung desWorts feiern schon in der -ersten Ausgabe seines Wör-terbuchs gleichfalls an, aber mit der ihm so geläufigen-Herabwürdigung : „eine den -gemeinen Mund - artenOber«-und Niederdeutschlandes bekannte, den Hoch-deutschen aber fremde Bedeutung;" ungeachtet er selbstStellen-'von Hakler, Namler und Dcnis hinzu-
- fügte, welche beweisen , daß das- Wort auch in unsererSchriftsprache, ja sogar in der höhern Schreib-ark, gar
• nicht ungebräuchlich sei.' Was sollten denn nun dieWorte: in.den gemeinen Mund-ärten, hier für einen
• Sinn haben?''Etwa den, daß die. Obersächsischen Vor-nehmen in ihrer (undcutschen) Mund-art, lieber dasFranz. Wort fetiren, als das -Deutsche feiern Zcbrän-chen? In der neuen Ausgabe hat er zwar.-den Zusatz:eine den Hochdeutschen fremde Bedeutung^-iveggestri-chen; aber doch das Hauptverwerfungsurlhcil: eine dengemeinen Mund-arten O.- und Zd. Deutschlattdes be-kannte Bedeutung, stehen lassen; und (gleichsam alswenn er den Widerspruch zwischen diesem Urtheile undden angeführten Schriststellen noch auffallender hättemachen, wollen) hinzugefügt: „Jngieichen in der höhernSchrrib-nrt." Das Wabre.ist: daß feiern-in-dieserBe-deutung dem gemeinen: Mund-arten (d. i. den Sprech-ar--ten der unte«i Volksstände) ^ wenigstens in- It. D. ganzfremd, in der.Schristsprache aber, besonders in der hö-hern, sehr gebräuchlich ist.. ..
Die O. Deutschen verbinden feiern in diesem Sinnemit dem dritten Falle.
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Vor