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2 (1808) F - Z
Entstehung
Seite
11
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ii

Februar, welcher vielleicht der Schluß ihres Jahres war,das Trinkhorn wacker herumgehen ließen; so daß Hor-nung so viel als Poculirung bedeuten mochte. Fri-sch ens Hcrlcitung voncklor, Kokh, hat wenigstens diejetzige Eigenheit unseres Himmelsstriches für sich, daßim Februar gewöhnlich ein Abschnitt des Winters Statt zu finden und Thauwetter einzutreten pflegt, da es dannan Kothe gewöhnlich nicht fehlt. Ob dis schon iit : al-ten Zeiten der Fall war oder nicht, muß ich dahinge-stellt sein lassen.

.Feinte (spr. Fangte), die Verstellung, List; in der Fecht-kunst, wo man es im Deutschen Finte auszusvrechcnpflegt, ein Trugsioß. Hcynatz. Boß hat nichtigeStreiche dafür gesagt: .

Jctzo verwirrt ihn der Herrscher, mit nichtigenStreichen ihm drohend.

Felicitation, die Glückwünschung, der Glückwunsch.Feliciter, glücklich.

Felicitiren, glückwünschm. ^

Felonie, ein Verbrechen gegen die Lehnspflichten/efneLehnstreulasrgkeit, ein Lehnsfrevel. Heynatz hatLehnsunkreue dafür angesetzt, welches aber seiner Be-tonnung wegen hart klingt.

Femininum, weiblich. Generis ferriimni, weiblichesGeschlecht. '

Ferien, Freitage, wie Freistunden. Sonst auch Feier-tage. Ferien selbst aber kann, da es nicht uüdeutschklingt und schon allgemein üblich ist , für eingebürgerkgelten. Feriae caniculares , Hundstagsferien.

Ferm,' fest, mannhaft.

Fermate, auch Ferma und Fermata, in der Tonkunst,.die Anhaltung oder der Stillstand des Gesanges oderSpiels auf einem Tone , wo .die.Begleitung ruht, unddie Hauptstimmc den Ton bloß anhält und dehnt, ydcrdurch Verzierungen,darauf Eingeleitet wird. Eschen«bürg. ^

Ferme, i. die Pacht oder Pachtung,. z. B. in.Tabacks-kerme; 2 .. ein Pächthof, eine Meierei. '

Ferment, das, Gahrmittel, der Gachrteig oder Sauer-teig. Cate.l hat statt Gahrmittel lieber Gärungs-mittel ansetzen wollen. Jeness.'ist aber eben so fprach-richtig, und zugleich um eine Hilde kürzer. In einigenFällen würde <8ahrstoff am hestcn passen, z.B. wenn-nWieland sagt:'Aber sosske,.kejn .verborgenesFer-ment von Zweifel und gegenseitigem Mißtrauen Zurück-geblieben sein?" Fermentnni irr<)rbi, der Krankheits-swff. ^ ICy.,.

Fermentation, die Gehrung, das Gahren.Fermentiren, gahren. .

Fermete,, die Festigkeit, Standhaftigkeit.

Fertil, fruchtbar,. ergiebig. . - , , ^

Fertilisiren, fruchtbar machen, befruchten. - .GF -Fertilitiit, die Fruchtbarkeit, Ergiebigkeit,

Fervenr, der Eifer, besonders der Andachts-eifer, oderdie glühende- Andacht, die Inbrunst.

Festin {fyi'. Fcstäng), ein Fest, ein Gastmahl, dichte-risch ,> ein-Hochmahl-.

Festivität, eine-Feierlichkeit, Festlichkeit.

Festoitchspr. Fcstong), ein Gewinde von Blumen, Laub-

- werk und Früchten. Es scheiüt, daß Guirlande undFeston darin unterschieden sind, daß jenes ein Gcwin-

- de von-Blumen,. dieses hingegen von Blättern und Früch-ten bedrutet. Wäre dieses, so könnte man für Gnür-lande-Bknmengewinde, für Feston hingegen Frucht-gewinde und Fruchtschnur sagen, und beide dadurchauch im Deutschen unterscheiden. In den Wörterbüchern so viele ich ihrer auch-darüber nachgeschlagen ha-befindet man diesen Unterschied nicht bemerkt. C a-lel z. B. hat Blumengewinde-für Fes-ton angesetzt; wo-für Becker (in den Erholungen)-Gehänge gesagt hat:Das Wintergrün über dem' Eingänge war in zierlicheGehänge-verflöchten."

Fete (spr. Fähr'), ein Fest , Freudenfest, Gastmahl,Freudenmähl, Hochmahl.

Fetiren (einen)', in der Bedeutung- einem Ehre oder Ver-ehrung erweisen-, können wir durch: einen feiern, über-setzen.Der allgefeierte 9t. 9t." Schon Luther hatdiesen Ausdruck gebraucht : -,;Jch will ihn nicht viel dar-um feiern." Ad. führte zwar diese Bedeutung desWorts feiern schon in der -ersten Ausgabe seines Wör-terbuchs gleichfalls an, aber mit der ihm so geläufigen-Herabwürdigung :eine den -gemeinen Mund - artenOber«-und Niederdeutschlandes bekannte, den Hoch-deutschen aber fremde Bedeutung;" ungeachtet er selbstStellen-'von Hakler, Namler und Dcnis hinzu-

- fügte, welche beweisen , daß das- Wort auch in unsererSchriftsprache, ja sogar in der höhern Schreib-ark, gar

nicht ungebräuchlich sei.' Was sollten denn nun dieWorte: in.den gemeinen Mund-ärten, hier für einen

Sinn haben?''Etwa den, daß die. Obersächsischen Vor-nehmen in ihrer (undcutschen) Mund-art, lieber dasFranz. Wort fetiren, als das -Deutsche feiern Zcbrän-chen? In der neuen Ausgabe hat er zwar.-den Zusatz:eine den Hochdeutschen fremde Bedeutung^-iveggestri-chen; aber doch das Hauptverwerfungsurlhcil: eine dengemeinen Mund-arten O.- und Zd. Deutschlattdes be-kannte Bedeutung, stehen lassen; und (gleichsam alswenn er den Widerspruch zwischen diesem Urtheile undden angeführten Schriststellen noch auffallender hättemachen, wollen) hinzugefügt:Jngieichen in der höhernSchrrib-nrt." Das Wabre.ist: daß feiern-in-dieserBe-deutung dem gemeinen: Mund-arten (d. i. den Sprech-ar--ten der unte«i Volksstände) ^ wenigstens in- It. D. ganzfremd, in der.Schristsprache aber, besonders in der hö-hern, sehr gebräuchlich ist.. ..

Die O. Deutschen verbinden feiern in diesem Sinnemit dem dritten Falle.

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Vor