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Fait
Fals
Fals
Fana
Ad. hat bis jetzt noch nicht einmahl das Dasein diesesbessern thulich anerkannt, sondern das schlechtere thun-lich ohne alle Erinnerung ausgeführt.
Fair (fps. Fäh); in der R. a. Fait von etwas machen,wofür wir, ein Geschäft oder Handwerk aus etwasmachen, sich mit etwas abgeben oder beschäftigen undetwas treiben, sagen können.
Fakir, eine Art Bettclmönchc in Indien.
Falliala. Dafür hat Kindcrling die guten WörterFaltcnrand und Faltensaum gebildet. Man hat aberauch das ausländische Wort selbst nach unserer Achn-lichkeitsrcgel in Falbel umgebildet, welches in einigenGegenden, z. B. in Obersachsen, schon ganz gebräuch-lich dafür sein soll.
Falkenier, ein Falkenjager. Falkenier ist undeutsch,weil es, unserer Spracheigenthümlichkeit zuwider, denTon auf der Ableitungssilbe hat.
Falkonett, eine, jetzt nicht mehr gebräuchliche Art lan-ger Kanonen, sonst auch Schlange und Feldschlangegenannt.
Fallacia, der Trug oder Betrug ; und in der Vernunsk-lehre, ein Trugschluß.
Fallacia optica, die Augentauschung, oder Gesichts-täuschung, der Gesichtsberrug.
Fallible (spr. falljibl). Ich habe trieglich oder trüglichdafür angesetzt gesunden. Allein dieses Deutsche Wortbezeichnet einen, welcher triegt oder zu triegen pflegt,das fremde hingegen den, der betrogen wird oder be-trogen werden (irren) kaun, einen, welcher der Täu-schung oder dem Jrrthuine unterworfen ist. Der Pabstist so gut fallible, als wir andern, heißt, er kann sogut irren, oder ist dem Irrthum eben so gut unterwor-fen, als wir andern alle. Irrthumsfähig, welchesman dafür vorgeschlagen hat, kann ohne Verletzung derSprachmhnlichkeit nicht dafür gebraucht werden, weilwir gewöhnt sind, das Wort fähig in Hinsicht auf wir-kende Kräfte, Anlagen und Lhatigkeirsaußcruugeu, abernicht in Bezug auf Mangel an Kraft oder auf eine Be-schränktheit zu gebrauchen. Da wir das Gegentheil,uifaillible, durch unfehlbar übersetzen, was hindertuns für saillible fehlbar zu sagen? S. Uifaillible.
Falliment (spr. Falljimang), sonst auch Fallisement(spr. Fallissmang), das Umwerfen, der Kasscnbruch,wie Schissbruch. S. Banqucrott.
Falliren oder Fallit sein, aufhören zu bezahlen, um-werfen.
Fallit , einer der aufhört zu bezahlen.
Falsarius, überhaupt ein Betrüger, insbesondere aberein Verfälscher, der, um zu hintergehen, falsche Un-terschriften macht, Schriften verfälscht u. s. w. Das Ver-brechen desselben wird Falsum , der Betrug, die Ver-fälschung, die Schrift- oder Urkundcnverfalfchung,-euannt.
Falsett, in der Tonkunst, die falsche Stimme, die überden gewöhnlichen Umfang in der Höhe hinaufgeht. S.Fistel. Eschen bürg.
Falsum. S. Falsarius.
Fama, das Gerücht, der Ruf, und die Göttinn desGerüchts.
Familiär, vertraut, vertraulich, wofür man auch ab-gekürzt traulich sagt, ungeachtet A d. diese Abkürzungnicht hat.
Familiarisiren, (sich) vertraut oder gemein machen.Familiarität, die Vertraulichkeit, abgekürzt die Trau-lichkeit.
Famös, Franz, fameux (spr. famöh), berufen und be-rüchtiget; wofür man ehemahls (S. Haltaus) auchanrüchtig sagte. Ein anrüchtigcr Kerl. Im gemeinenLeben wird es auch wol ohne den Übeln Ncbcnbegriffgebraucht, da es denn durch berufen, oft sogar auchdurch berühmt gegeben werden kann. Unser berufenwird sowol in guter, als schlimmer Bedeutung ge-braucht; doch in jener seltener als in dieser:
Als die berufnen sieben Weisen.
Hagedorn.
Famosus libellus, eine Schandfchrift; Famosumiuclieium, ein Richterspruch, durch welchen Ehrlosigkeitzuerkannt wird ; ein Entehrungsurtel. Famosa actio,eine ehrenrührige Klage.
Famulant , ein Dienender.
Famuliren, dienen, den Diener machen.
Famulus , ein Diener. Auf einigen Hochschulen ist esder Titel eines Studenten, den der Professor gebraucht,die Sitze in den Hörsalen anzuweisen, die Namen derZuhörer aufzuschreiben, die Gelder einzutreiben u. s w.Auf andern wird ein solcher Fiscai genannt, und Fa-mulus ist eine Art von Pedell. Für jenen könnte manEinfammler, für diesen Gerichtsdiener, oder wenn manihn durch eine ehrenhaftere Benennung von gewöhnli-chen Gerichtsdienern auszeichnen wollte, Gerichtsbe-trauter, sagen.
Fanal, i. eine Schiffsleuchte, 2. ein Leuchtethurm.
Fanatiker, ein Schwärmer, bestimmter, ein Glaubens-schwärmer.
Fanatisch, schwärmerisch, glaubeus- oder meinungs-wüthig. S. Fanatismus.
Fanatisiren, schwärmen, und schwärmerisch machen,mit Schwärmerei anstecken, zur Schwärmerei verführen,
Fanatism, Lat. Fanatismus, oder Fanaticismus, dieSchwärmerei, in Glaubenssachen die Glaubcnsschwar-merci; und wenn diese einen hohen Grad erreicht hat,die Glaubenswuth, oder Glaubensrascrei. Dieser äu-ßert sich durch Vcrnunftscheu, so wie die gewöhnlicheTollheit durch Wasserscheu. Der Ausdruck Glaubens-wuth ist sowol in der Allgem. Lit. Zeitung, als auchin der Neuen Biblioth. der schonen Wissenschaften ge-billiget worden. Stutz, der ihn gleichfalls billigte,
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