Druckschrift 
Ein gantz neues und nutzbares Koch-Buch, In welchem zu finden, Wie man verschiedene herrliche und Wohl-schmäckende Speisen von gesottenen, gebrattenen und gebachenen, als allerhand Pastetten, Dorten, Karpfen, [et]c. sehr künstlich und wohl zurichten. Wie auch Allerhand eingemachte Sachen, so zum Confect auffgesetzt werden, bereitten solle : Wobey Ein Register ... Sambt Einer kurtzen Ordnung, wie man sich täglich in essen und Trincken verhalten solle, damit nicht unzeitige Kranckheiten verursachet werden
Entstehung
Seite
78
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

^?8

Roch-Buch.

365. Ein gure Milchram, Dorren.eX>Imb ein Maß Milchram/z.Ayr/ein wenig Butter/Saltz/klopffs wohl^ ^ untereinander/ laß ein Sud thun/ doch daß nicht zäh wird/ laß dasWasser darvon lauffen/thue das ander in einSchüssel/rührs wol um wie«in Koch/ rühr Zucker/ Mandel/Weinbeerl und Zimet darein/ legs auseingelöst Semel'Mehl/ aufein Bödenlein/ laß fein langsam dachen/ besträhswohl mit Zucker/und einem Gelben von einem Ayr/und bachs.Die Milch-Dorten werden auch dergleichen Manier gemacht/ allein daß man nicht soVil Zucker und köstliches Dings/ wie man an die Milchram-Dorten daranthut. 366. Ein gure Nräurer.Dorren zu machen.

yl?ImbRoßmarin/Majoran/Salbey/Peters,l/viermal so vielMongolt/-t' hacks und rösts im Schmaltz/ thue geröst Semmel«Mehl und geribenKäßdarunter/Imber/Pfeffer/).oder4.Ayr, saltz es/ thue Weinbeerlund Butter darein/ mach ein Dorten darauß/ wie man pflegt/ bestreich esmit Gelb von Ayr/ und laß es dachen/ kanst Zucker daraus strähen/ so duwilst auß diser Füll / so er aber dicker gemacht werden soll/ tan man auchKrapffen im Schmaltz dachen/wanns mit ein Tatg nmbgeben worden ist.

367. Ein Germ-Dorren zu machen.<<>Imb ein guten Brocken Butter/treib ihn ab/ daß er schön auflausst/-^ sch^g drey Aoldotter darein/ und zwey gantze Ayr/ rührs wohlab/ und Germ so viel du meynest daß genug ist/ und ein gute süsse Milch,rühr ein weisses Mehl darein/ und ein Hand voll klein gestossene Mandel/wachs in der Dicke daß er gleich von LöiM herunter geht/ schmier einModl mir Butter ein/ gieß den Taig darein/ setz ihn in ein Dorren-Pfann/ laß kühl dachen/ kanst es zuckern wann du wilst.

;68. Mandel-Brodc zu backen.5s>Imb ,2. Ayr/ schlags in ein Weidling ab/ hernach nimb l.Pfund^ * Zucker / thue ihn in die abgeschlagene Ayr/ und rührs ein gantzeStund mit einander/ hernach nimb ein Pfund schönes Mund»Mehl/Weinbeerl/ Bistatzi/ und thue alles in den abgerührten Zucker/daß esein dünnes Taigl wird/ nimb ein kupffernen Model/und füll es darein/setz in Ofen oderDorten-Pfann/ oben und unten Glut/ laß kühl gegenanderthalb Stund dachen.

369. Ein anders.H>Imb 7. gantze Ayr und 7. Dotter/ schlags ab wie vor/ nimb r. Pfund^ ^ Zucker/ rührs wieder ein gantze Stund mit einander ab/ nimb wiederein Pfund schönes Mund-Mehl/ hack Mandel und Bistatzi mittelmässig/rührs in abgerührten Zucker und Ayr/ sülls in den Modi/ laß bachen wievor. n n. Man hat ein eignen Stuhl darzu zum abrühren/ so gar bequem/welchen man auch zum Blscoten-Taig brauchet. Mnn