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Ein gantz neues und nutzbares Koch-Buch, In welchem zu finden, Wie man verschiedene herrliche und Wohl-schmäckende Speisen von gesottenen, gebrattenen und gebachenen, als allerhand Pastetten, Dorten, Karpfen, [et]c. sehr künstlich und wohl zurichten. Wie auch Allerhand eingemachte Sachen, so zum Confect auffgesetzt werden, bereitten solle : Wobey Ein Register ... Sambt Einer kurtzen Ordnung, wie man sich täglich in essen und Trincken verhalten solle, damit nicht unzeitige Kranckheiten verursachet werden
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Roch - Buch.

wol dtckgemacht die Rinde / so bleibt dir die Püstctten unterbrochen/ führsie hin wo du wllst.

306. Von weissen Dng Zu den grossen Pastercen.H>Imb Semmel-Mehl/ schult sauffc:nTisch/ mache ein Gruß in die^^Mitte/thue Butter darein dn unzcrlassnist/ Saltz/frisch Wasser/ar-beit es wohl durchtwander/ im Arbeiten laß dir den Taig mit ein wenigWasser besprengen/ biß er zckch und gerecht wird. Nimb dann ein Walger/und walge es auß zu den groffenPastetten strckh Mehl auffbeeden Seiten/damit es nlcht an den Tisch und Walger anklebt. Mercke / daß man imWmter mehr Butter unter den Taignimbt/ als im Sommer/ dann imSommer/ wann deß Butters zu viel / so bricht derTaig/ so bald manihn nur ein wenig zu viel mit den Händen durcharbeitet / und ist darnachnicht zu gebrauchen. Mercke auch / wanns kalt ist / und man den Taigmacht / so decke ihn zu mit einem warmen Tischtuch / danut er ein wenigruhen kau / wann er gemacht ist / dasselbe kan man auch im Sommer thun/allein nichtmitein warmen Tuch/ sondern mit einer Schüssel/ oder legeihn eine Weil in ein Mörsel. In Italien machen dte Pustetten-Becker ih,ren Taig alle mit schweinen Schmaltz und heiffen Wasser an.

327. Von mürben Caig.H?Imb Mund-Mehl / und zimblich viel frischen Butter / wenig Milch-^ ram/ 3. od«r4.Avrdotter/ frischWasser/ Saltz/arbeite es woldurcheinander / mache ihn so vest/ alsduimmerIaust. Wann du dannwilst ein Pastetten austrichten/ so laß den Taig etwann 2.Dallerdick/oder etwas dicker / in der Mitten aber eines Daumens tnck / so last er sichdesto besser aufftreiben. Wilst du aber Dorten machen/ so laß es nur emeshalben Da'ller dick / dann dieselben werden nicht hoch auffgesetzt.308. Marben ll^aia zl, übergeschlagenen Pasteuen /Wandel oder Dorren.«WAn nimbt schönes SemmelMehl / aussein Pastellen ein halb Pfund" ^ Butter/ schneid ihn in das Mehl / schlag 4. oder s. Ayrdotter daran/saltz es lind/ mach ihn mit Rindsuppen oder frischen Wasser an/ daßman ihn würcken kan / würckihn geschwind/ und walg ein grossen Fleckauß / füll darein Ghackl oder Fleisch / was du wilst / thus in ein gute Heis-se Dorzen-Psannen / und bachs Hey einer halben Stund / daß ftin ge-färbt werde / doch must du das Fleisch zuvor ein wenig rosten und gewür«tzen / wann die Pastettl oder Mandel halb gebache» / so must du oben einLoche! darein wachen / sonst ^erschricken sie.

309. Burrer-Iaig.<f>Imb schönes Mehl/ darnach du viel machen wilst/ aufein grosseSchüs,^ ^ stl/ oder aufein Pastettl/mach einen Taig begleichen so groß als ein

Pfund