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Ein gantz neues und nutzbares Koch-Buch, In welchem zu finden, Wie man verschiedene herrliche und Wohl-schmäckende Speisen von gesottenen, gebrattenen und gebachenen, als allerhand Pastetten, Dorten, Karpfen, [et]c. sehr künstlich und wohl zurichten. Wie auch Allerhand eingemachte Sachen, so zum Confect auffgesetzt werden, bereitten solle : Wobey Ein Register ... Sambt Einer kurtzen Ordnung, wie man sich täglich in essen und Trincken verhalten solle, damit nicht unzeitige Kranckheiten verursachet werden
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Roch-Buck.

sen werden will/ darnach ein Weil stehen lassen/und dasTöpfel abftyhen/und in die darzu gehörige Mödel schlagen/ die fein formirt wie ein Löffel/und seynd von Ksrbelzäunen geflochten ; und wann das Kckß, Wasserwohl darvon gesyhen ist/soll mans aufein Schüssel umbstürtzen/ und eingute süsse Milch daran giessen/ man mags zuckern oder nicht.

ic>7. ReißMilch zu machen.<se>An soll gute obere Milch nehmen- und ein Reiß darin kochen/ nicht zu^" viel/wann er nun anhebt zu sieden/ man muß ihn nicht rühren/wann er anderthalb Stund kocht/so setzt sich das Dick am Boden/ so sollman die Haut herab heben/ darnach das durch ein dünnes Tuch lauffenlassen/ daß nichts von dem Reiß darein kombt/ zuckern oder nicht/kaltlassen werden.

io8. Die Spanische Milch/<Nares genannr.y>ImbzweyschwartzeunglaßirteWeidling/je weiter sie sipn/ je besser^ würftsauf; darnach nimb ein ganßneu-gemolckene Milch /wie sievon derKuhe herkomt/sephe sie/thue es in Weidling/seße es aus ein glüen-iden Aschen/thue aussen herumb kleine glüende Kohlen/und laß also 4.00er5. Stund stehen auf den Menden Aschen/wann er gantz außgelsscht/thutman wieder ein andern darunter/damites aUewett von unten gemach/undgemach wallt/nur nicht zu viel Glut/sonsten wird die Haut gleich hart undAeer/aber fort aUeroeU/ nur daß mans merckt/wallen/ und wanns genugaufgeworffen/ 4 oder 5. Stund muß gar gewiß stehen/ nimbs von derGlut/ setz zugedeckter in Keller/laß über Nacht/nimb die obere dicke Hautherab/legs aufein Schüssel übereinander/und zuckers/also ist es gemacht.

109. Mehr ein andere gme Milch.ERstlich nimbt man von der gestrigen Milch den süssen Räm darvon ein^ Seitl/aufein mittlre Schüssel zu machen: mehr von der heutigenMilch«in Seitel/alsdann 2. Löffel voll Zucker/dieses alles in einem sauoernHa,sen oder Reinl wohl durcheinander gerührt/ und in ein Schüssel gössen/hernach aufder Glut ein Sud thun lassen/ damit es aber nicht angelegtwird/ und also abtuhlter aufdi« Tafel geben.

,io. Gebachene Milck.ERstlich zerschlage ein Ey/ und zerlaß in einer Pfann ein Schmaltz / daßdie Pfann überall mit dem Schmaltz wohl heiß werde/darnach laß diePfann mit dem zcrschlagenenEp überlauffen/ daß einBoden werde/gleichwie man sonst ein Blätelzu einem Eyerkrautmacht/also muß dieVfan in-wendig überzogen sepnalsdann nimb gar ein gute Milch/ 5.00er S.Eyer/darnach die Pfann groß ist/zerschlag sie und zuckere/ rhu es in die Pfann/Mten md oben Glut/daß es werde wie ein SchüMKoch.

Ili. Ge-