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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
Seite
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Steppe hinunter oder gar zur Küste geht, dann bekommt er einefieberhafte Krankheit, welche mit Unterbrechungen zwei bis dreiMonate dauert. Der Schilderung nach zu urtheilen, welche mir vondieser mitunter tödtlich endenden Krankheit gemacht wurde, kannes nur Malaria sein. Ist die Krankheit überwunden, dann kannder Betreffende in Zukunft ungestraft an die Küste gehen, er istnun immun geworden. Nur ausnahmsweise soll es Vorkommen, dassdie Krankheit zum zweiten oder gar zum dritten Male, dann aberin abnehmender Stärke, denselben Menschen befällt. Die Eingeborenensagen, dass sie die Krankheit dadurch bekommen, dass sie in derEbene von Mosquitos gestochen werden, welche es im Gebirge nichtgiebt. Die Bezeichnung der Eingeborenen für Mosquitos istMbuund auch die Krankheit wird von ihnenMbu genannt.

Das, was ich hier über die Mbu-Krankheit berichte, wurde mirvon verschiedenen Seiten, von den Missionaren, von anderen Eiuo-päern und von den Eingeborenen selbst in völlig übereinstimmenderWeise mitgetheilt, sodass ich keinen Grund habe, an der Richtigkeitdieser Angaben zu zweifeln. Aber ich sollte noch Gelegenheitfinden, mich selbst an einem recht eklatanten Falle davon zu über-zeugen.

Ein Mann aus dem Gebirge begleitete mich auf einer Expedi-tion nach Kitivo, welches am nordöstlichen Fusse des Gebirges liegtund den Eingeborenen als ein Heerd der Mbu-Krankheit bekannt ist.Nach einer Inkubationsfrist von 12 Tagen erkrankte er an echtertropischer Malaria, er hatte zahlreiche ringförmige Parasiten in seinemBlute und der Verlauf seiner Krankheit war ein ziemlich schwerer.Von den Trägern welche die Expedition mitmachten, etwa dreissigan der Zahl, erkrankte nicht ein einziger. Es waren aber auchsämmtlicli Leute, welche von der Küste stammten oder schon langeZeit dort gelebt hatten.

Wenn die Gebirgsbewohner, was ich für erwiesen halte, gegendie Malaria nicht immun sind, dann folgt daraus, dass sie im Ge-birge keine Gelegenheit finden, die Immunität auf natürlichem Wegezu erwerben, d. li. dass es im Gebirge keine Malaria giebt.

Damit im Einklang steht die weitere Tliatsache, dass es imGebirge keine Mosquitos giebt. Durch die Trägerkarawanen werdennicht selten einzelne Mosquitos nach oben verschleppt, sie müssen

Ivoch. 0