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Wenn dasselbe Loos allen weiteren Ansiedlern bevorstand, oderauch nur ein annähernd ähnliches, dann konnte selbstverständlichvon Besiedelung des Gebirges und Anlage eines Sanatoriums über-haupt nicht mehr die Rede sein.
Glücklicherweise liessen meine Untersuchungen diese trostlosenVerhältnisse sehr bald in einem ganz anderen Lichte erscheinen.
Zunächst stellte sich heraus, dass das sogenannte Akklimati-sationsfieber keine besondere Krankheit, sondern nichts weiter alsdie tropische Malaria ist. Ferner liess sich, wenn man die Inku-bationszeit der tropischen Malaria in Betracht zog, sofort erkennen,dass die Kranken ihre Krankheit von der Küste oder aus der Ebeneins Gebirge mitgebracht hatten. Bei einem der verstorbenen Patresliess sich mit Bestimmtheit nackweisen, dass er bereits in Tangainficirt sein musste, da die ersten Krankheitssymptome schon unter-wegs in Korogwe sich bemerklich gemacht hatten. Bei einigen vonden Kranken, welche trotz längeren Aufenthaltes im Gebirge wiedervon Neuem erkrankt waren, konnte ich nachweisen, dass dies nurRecidive der anfänglich ins Gebirge mitgebrachten Malaria waren.Ich habe nicht einen einzigen Fall von tropischer Malaria auf derHöhe des Usambara-Gebirges gefunden, welcher nicht mit Sicherheitauf die Küste oder auf die Zeit des Marsches von der Küste biszum Gebirge hätte zurückgeführt werden können.
Ich glaube deswegen mit Bestimmtheit versichern zu können,dass das Gebirge selbst frei von Malaria ist. Doch gilt dies nurfür die Höhe von 1200 m und darüber. Weiter abwärts, bestimmtschon bei 800 m, kommen Malariainfektionen vor, und zwar scheintvon der Höhe nach der Ebene zu zuerst die Tertiana vorzukommenund dann erst die tropische Malaria zu folgen. Ich glaube dies darausschliessen zu dürfen, dass ich zwei Fälle von der Tertiana, einenbei einem Europäer und einen bei einem Eingeborenen gefundenhabe, welche in der Höhe von etwa 800 m entstanden sein mussten.
Für die Behauptung, dass das Usambara-Gebirge auf seinerHöhe malariafrei ist, kann ich noch folgende Thatsachen geltendmachen.
Die Gebirgsbewohner sind nicht wie die Küstenneger immungegen die tropische Malaria, sondern im Gegentheil sehr empfänglichdafür. Wenn ein Mensch aus dem Gebirge zum ersten Male in die