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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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gegnet ist, in welchem die Chininvergiftung ausgeschlossen ist, somöchte ich doch nicht so weit gehen, zu behaupten, dass jedesSchwarzwasserfieber eine Chininvergiftung sei. Aber dass die Chinin-vergiftung eine ganz erhebliche Rolle in der Aetiologie des Schwarz-wasserfiebers spielt, ist nach meinen Untersuchungen wohl nichtmehr zu bestreiten. Man wird in Zukunft in jedem Falle vonSchwarzwasserfieber vor allen Dingen festzustellen haben, ob es sichnicht um eine Chininvergiftung handelt, und, wenn dieselbe mitSicherheit auszuschliessen ist, ob nicht andere in Speisen, Getränkenoder sonst dem Körper zugeführte Substanzen eine ähnliche Wirkunghaben können als das Chinin. Es ist doch sehr wohl denkbar, dassein Mensch, bei welchem, sich diese merkwürdige Idiosynkrasiegegen Chinin eingestellt hat, nun auch auf andere Stoffe, welcheer bis dahin anstandslos vertragen hat, mit einer Hämoglobinuriereagirt.

Erst wenn sosche Möglichkeiten völlig ausgeschlossen sind, hates einen Zweck, den dann noch übrig bleibenden, vielleicht sehrkleinen Rest von Schwarzwasserfieberfällen nach anderen Richtungenhin ätiologisch zu erforschen. Sehr wichtig wird es allerdings ausser-dem sein, zu ermitteln, in welcher Weise die Idiosynkrasie gegenChinin in den Tropen zu Stande kommt und ob dieselbe, wo sievorhanden ist, sich nicht beseitigen lässt. Es ist doch sehr wahr-scheinlich, dass dieser Zustand auf irgend welchen fassbaren Ver-änderungen in der Beschaffenheit des Blutes beruht. Es ist in dieserBeziehung auch gewiss nicht zufällig, dass das Schwarzwasserfieberfast nur bei Männern vorkommt. Frauen und Eingeborene werdennur ausnahmsweise davon befallen.

Sollte es aber auch nicht gelingen, diese Räthsel zu lösen, soviel steht fest, dass die Behandlung des Sehwarzwasserfiebers mitChinin vollkommen aufhören muss und dass bei Malariakranken,welche bereits einen Anfall von Schwarzwasserfieber gehabt haben,das Chinin nur mit der grössten Vorsicht anzuwenden, besser aberdurch andere Mittel zu ersetzen ist.