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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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behandlung gab, sondern um eine Tertian-Malaria. Der Kranke be-fand sich seit 5 /i Jahren in Ostafrika; er bekam das erste Fieberdrei Wochen nach seiner Ankunft. Nach vierteljähriger Anwesen-heit bemerkte er zum ersten Mal blutigen Urin, nachdem er kurzzuvor Chinin genommen hatte. Seitdem will er ungefähr zehnmal,wie er mir selbst sagte, und zwar jedes Mal nach Chinin, Anfällevon Schwarzwasserfieber gehabt haben. Den letzten Anfall hatte ervor einem Monat, als er wegen eines Tertianafiebers wieder Chiningenommen hatte. Da es bei dieser einzigen Dosis Chinin bleibenmusste, so kehrte das Fieber bald wieder und wurde nun mit Arsenbehandelt, leider ohne Erfolg, so dass nichts übrig blieb, als wiederzum Chinin zu greifen. Es wurde diesmal subkutan in einer Dosisvon 0,5 g angewendet, und zwar 8 Uhr Morgens, weil der Fieber-anfall regelmässig zwischen 12 und 1 Uhr eintrat. Schon zweiStunden nach der Injektion stellte sich ein starker Schüttelfrost ein,welcher etwa eine halbe Stunde andauerte. Bald darauf wurden250 ccm blutigen scliwarzroth gefärbten Urins entleert. Der Krankeklagte über Gliederschmerzen, Beängstigung, grosse Schwäche undUebelkeit. Er hatte einige Male Erbrechen. Von 12 Uhr ab er-schien die Haut schon deutlich ikterisch gefärbt; sie nahm sehrbald eine intensiv gelbe Farbe an. Gegen 2 Uhr wurden noch150 ccm schwarzrothen Urins entleert. Dann nahm die Schwächedes Kranken schnell zu; er verfiel in Schlaf, aus dem er nicht zuerwecken war. 10 Uhr Abends, also 12 Stunden nach der Injektion,erfolgte der Tod.

Bei der Obduktion zeigten sich ausser starker Milzschwellungund ikterisch er Färbung aller Organe keine Veränderungen.

Das Blut dieses Kranken habe ich 15 mal untersucht, ins-besondere noch kurz vor der Injektion und wiederholt während desAnfalles, und niemals etwas anderes gefunden als Tertian-Parasitenund zwar in zwei Generationen. Noch kurze Zeit vor dem Todeenthielt das Blut Tertian-Parasiten in reichlicher Menge, aber nurnoch eine Generation. Die andere, in deren Sporulationszeit dieChinininjektion gefallen war, war verschwunden.

In diesem Falle kann von irgend welchen Beziehungen desSchwarzwasserfiebers zum Tropenüeber überhaupt nicht die Kedesein, und es kann gar keinem Zweifel unterliegen, dass es sich um

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