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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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zu gering. Ein Kranker nahm wochenlang 0,5 g Chinin täglich undbekam trotzdem sein Recidiv. Dann bin ich dazu übergegangen1,0 g Chinin jeden fünften Tag nehmen zu lassen. Diese Dosisscheint an der unteren Grenze des verlangten Effektes zu stehen;denn einige so behandelte Kranke hatten keine Recidive, anderebekamen zwar später noch Anfälle, aber sehr leichte und schnellvorübergehende.

Diese Versuche sind natürlich noch sehr unvollkommen, abersie bilden den einzigen Weg, auf dem wir zur Beantwortung dieserFrage gelangen können, und sie sollten deswegen methodisch undin möglichst grossem Umfange fortgesetzt werden.

Als einfache prophylaktische Dosis des Chinins habe ich zu-nächst auch 0,5 g jeden dritten Tag nehmen lassen, und habe bisjetzt noch keinen Fall gesehen, in welchem hiernach eine Malariaentstanden wäre. Ich selbst habe das Chinin in dieser Weise pro-phylaktisch gebraucht, habe mich absichtlich bei jeder Gelegenheit,welche sich mir bot, der Malariainfektion ausgesetzt und bin bishervom Fieber verschont geblieben. Allerdings beweisen die wenigenFälle, über welche ich in dieser Richtung verfüge, noch sehr wenig,sie können nur als Anregung dazu dienen, dass auch die prophy-laktische Dosis des Chinins durch grosse Versuchsreihen festgestelltwird. Darüber bin ich mir allerdings jetzt schon klar, dass so ge-ringe Dosen, wie sie meistens von Tropenärzten prophylaktisch ge-geben sind, wenig oder gar nichts nützen, und dass auch einmaligegrosse Dosen, kurz vor oder nach der vermuthlichen Infektion ge-geben, nicht helfen, wie das früher mitgetheilte Beispiel von Sr. Maj.SchiffCondor beweist.

Sollte man schliesslich dahin kommen, dass die prophylaktischeDosis höher gegriffen werden muss wie 0,5 g Chinin, dann wird manwohl besser daran thun, andere Mittel, zum Beispiel Arsen zu ver-suchen, da die meisten Menschen grössere Chinindosen längere Zeithindurch nur schlecht vertragen.

Ueberhaupt darf man nicht vergessen, dass eine derartige Pro-phylaxis doch immer nur eine zeitweilige sein kann. Sie wird nurda am Platze sein, avo es sich darum handelt, Menschen vorüber-gehend A T on der Malariainfektion zu schützen, um zum Beispiel Ein-Avanderer, welche in malariafreie Gegend geschafft Averden sollen,